Sicherheitsroboter: Markt wächst mit 21,9% jährlich bis 2035
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 03:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Nachfrage nach Sicherheitsrobotern schießt in die Höhe. Analysten prognostizieren dem Sektor ein milliardenschweres Wachstum – angetrieben von Personalmangel und KI-Fortschritten.
Explosives Wachstum bei Patrouillenrobotern
Der Markt für Sicherheitsroboter wächst mit einer jährlichen Rate von 21,9 Prozent. Das zeigen aktuelle Daten von Marktforschern vom 23. Juli 2026. Besonders die Nachfrage nach Indoor-Patrouillenrobotern zieht an. Einem Bericht von IndexBox zufolge wird dieses Segment bis 2035 jährlich zwischen 18 und 24 Prozent zulegen.
Die installierte Basis dieser Geräte liegt 2026 bei geschätzt 30.000 bis 40.000 Einheiten. Bis 2035 soll sie sich auf 120.000 bis 150.000 verdreifachen. Ein wesentlicher Treiber: Die Vakanzrate bei Sicherheitskräften lag 2025 zwischen 15 und 20 Prozent. Roboter schließen diese Lücke.
Das „Robotics-as-a-Service“-Modell (RaaS) dürfte die Verbreitung weiter beschleunigen. Bis 2030 sollen 20 bis 30 Prozent aller Neuinstallationen auf dieses Mietmodell entfallen. Das senkt die Einstiegshürden für Unternehmen enorm.
Militär setzt zunehmend auf Robotik
Auch das Militär treibt die Entwicklung voran. Der globale Markt für Kampfroboter wird Schätzungen zufolge von umgerechnet rund 31 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf etwa 71 Milliarden Euro bis 2035 wachsen. Noch größer ist das Segment der autonomen Verteidigungsplattformen: Hier wird bis 2034 ein Volumen von knapp 182 Milliarden Euro erwartet.
Südkorea geht hier mit gutem Beispiel voran. Die Armee plant die Stationierung von bis zu 1.000 RB-01K-Kampfroboterhunden. Diese vierbeinigen Einheiten sollen für Grenzsicherung, Aufklärung und Terrorabwehr eingesetzt werden. Entwickelt wurden sie von einem Konsortium aus Technologie- und Automobilunternehmen. Zur Unterstützung baut das Militär seine KI-Ausbildung auf 30 Zentren aus – mit dem Ziel, jährlich 50.000 Soldaten zu schulen.
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Roboter im Einsatz: Von Bahnhöfen bis zu Wohnanlagen
Indien setzt ebenfalls auf die neue Technologie. Die East Coast Railway stellte am 22. Juli 2026 den Sicherheitsroboter DSC ARJUN am Bahnhof Bhubaneswar vor. Das mit KI ausgestattete Fahrzeug erkennt Gesichter, analysiert Menschenmengen und spürt unbeaufsichtigte Gepäckstücke auf. Die Kosten: umgerechnet rund 44.000 Euro. Am 24. Juli wurde der Roboter zum Bahnhof Puri verlegt, um dort während des Bahuda-Yatra-Festivals für Sicherheit zu sorgen.
In den USA patrouillieren vierbeinige Roboter bereits in Wohnanlagen in Atlanta. Die Stadt gilt zunehmend als Zentrum für Überwachungstechnologie.
Industrie treibt Nachfrage – Rechenzentren als Wachstumsmotor
Der größte Abnehmer für Sicherheitsroboter ist die Industrie. Sie stellt 40 bis 50 Prozent der Nachfrage nach Indoor-Patrouilleneinheiten. Besonders Rechenzentren und Logistikfirmen setzen auf die Technologie. Manche Betreiber investieren in hochpreisige Vierbein-Roboter für umgerechnet bis zu 275.000 Euro pro Stück. Diese überwachen rund um die Uhr und erstellen thermische Geländekarten. Die Betreiber versprechen sich eine Amortisation innerhalb von zwei Jahren.
Milliardenbewertungen und Übernahmen
Der Boom löst eine Welle von Unternehmensaktivitäten aus:
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Hurimatec/Huirim Aitech: Die südkoreanische Firma kaufte beschleunigt eine Mehrheitsbeteiligung an Aidios. Das Unternehmen stellt KI-gesteuerte Verteidigungsroboter her – darunter den vierbeinigen Maxpider QR zur Entschärfung von Sprengkörpern. Ausgestattet mit 3D-Röntgentechnik und großen Bildmodellen. Die Aktie des Käufers erreichte am 23. Juli das Tageslimit.
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Unitree Robotics: Der chinesische Hersteller hält laut eigenen Angaben über 25 Prozent des globalen Humanoiden-Marktes und hat mehr als 5.500 Einheiten ausgeliefert. Nun hat das Unternehmen einen Börsengang mit einer Bewertung von umgerechnet rund 5,5 Milliarden Euro beantragt.
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VisionWave: Das Unternehmen gab am 23. Juli die Übernahme von Meteor Aerospace bekannt. Ziel ist der Ausbau des Portfolios an KI-gestützten Verteidigungsplattformen.
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Lieferketten als Wachstumsbremse
Trotz der positiven Aussichten gibt es Herausforderungen. Die Lieferketten für High-End-KI-Prozessoren und LiDAR-Sensoren bleiben angespannt. Das erschwert die Massenproduktion hochpreisiger Einheiten, die oft über 90.000 Euro kosten. Engpässe bei diesen Schlüsselkomponenten könnten das Wachstumstempo dämpfen.
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