Signal-Chefin, Microsoft

Signal-Chefin warnt: Microsoft Copilot als Datenleck-Risiko

21.06.2026 - 01:54:31 | boerse-global.de

Signal-Präsidentin Whittaker kritisiert KI-Assistenten als Gefahr für die Privatsphäre und warnt vor Datensammlung durch Systeme wie Microsoft Copilot.

Signal-Chefin Whittaker warnt vor unkritischer KI-Nutzung
Signal-Chefin - A shadowy hand touches a glowing holographic interface with abstract data, symbolizing AI privacy concerns. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Chefin des verschlüsselten Messengers Signal, Meredith Whittaker, hat vor einer unkritischen Nutzung von KI-Assistenten gewarnt. Sie sieht darin eine wachsende Gefahr für die Privatsphäre.

In einem Interview am Samstag bezog Whittaker deutlich Stellung. Ihre Botschaft: KI-Chatbots wie ChatGPT oder Claude sind weder bewusst noch persönliche Begleiter. Sie produzieren lediglich den Durchschnitt vorhandener Daten – kein eigenständiges Denken. „Diese Systeme sind Werkzeuge, keine Freunde“, so die Signal-Präsidentin.

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KI-Nutzung mit klaren Grenzen

Whittaker räumte ein, dass die Technologie durchaus nützlich sein kann. Sie selbst nutze KI – aber nur für Formatierungsaufgaben. Für Recherchen, Entscheidungen oder Analysen, die Genauigkeit erfordern, lehne sie die Tools dagegen ab. „Wo es um korrekte Informationen und Absicht geht, sind diese Systeme schlicht fehl am Platz“, betonte sie.

Microsoft Copilot als Sicherheitsrisiko

Ein zentraler Kritikpunkt: die tiefe Integration von KI-Assistenten in Betriebssysteme und Alltagssoftware. Whittaker nannte Microsoft Copilot als konkretes Beispiel. Die erforderlichen Zugriffsrechte – von Kreditkartendaten über Browserverlauf bis zu Kalendereinträgen und privaten Nachrichten – seien ein Einfallstor für Datenmissbrauch.

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Für verschlüsselte Plattformen wie Signal bedeute dies eine existenzielle Bedrohung. „Solche Datensammlungen umgehen traditionelle Sicherheitsmaßnahmen“, warnte Whittaker. Die Folge: sensible Nutzerdaten könnten in die Hände von Konzernen oder staatlichen Stellen gelangen.

Klare Kante bei Verschlüsselung

Auch zur aktuellen Debatte um Kinderschutz und Verschlüsselung bezog Whittaker Stellung. Viele Maßnahmen zum Schutz Minderjähriger schafften in Wirklichkeit Infrastruktur für Massenüberwachung. Signal halte an der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung fest – notfalls unter Inkaufnahme von Marktaustritten. „Entweder der Schutz ist absolut, oder er ist keiner“, machte Whittaker deutlich.

Die Botschaft der Signal-Chefin ist eindeutig: Wer seine Privatsphäre schützen will, sollte KI-Assistenten mit Vorsicht genießen – und genau hinschauen, welche Daten er ihnen anvertraut.

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