SignalWhatsApp-Hacker, USA

Signal/ WhatsApp-Hacker: USA setzt 9-Millionen-Belohnung aus

Veröffentlicht: 30.06.2026 um 19:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Washington jagt zwei Hackergruppen, die gezielt Politiker und Journalisten auf Signal und WhatsApp ausspähen. Tausende Konten weltweit betroffen.

US-Regierung setzt 9 Millionen Euro Kopfgeld auf russische Hacker aus
Verschattete Gestalt in einem schwach beleuchteten Raum, über einen Laptop mit verschlüsselten Nachrichten und Code gebeugt, umgeben von digitalen Netzwerken. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Washington – Die US-Regierung jagt zwei russische Hackergruppen mit einer Belohnung von umgerechnet knapp neun Millionen Euro. Die Gruppen sollen gezielt Politiker, Militärs und Journalisten auf Signal und WhatsApp ausspähen.

Das Außenministerium in Washington setzte die Summe für Hinweise aus, die zur Identifizierung oder Festnahme von Mitgliedern der Gruppen UNC5792 und UNC4221 führen. Die beiden Gruppierungen stehen im Verdacht, im Auftrag russischer Geheimdienste zu handeln. FBI und die Cybersicherheitsbehörde CISA aktualisierten am Montag ihre Warnungen zu den Aktivitäten der Hacker.

Perfide Masche: So kapern die Hacker verschlüsselte Chats

Die Kampagne läuft seit März 2026. Die Angreifer setzen auf Social Engineering – eine Methode, bei der sie gezielt das Vertrauen ihrer Opfer erschleichen. Sie geben sich als Mitarbeiter des technischen Supports aus und fordern ihre Opfer auf, Sicherheitscodes oder Backup-Schlüssel preiszugeben.

Das eigentliche Ziel: die Backup Recovery Keys der Messengerdienste. Sind diese Schlüssel erst einmal gestohlen, können die Angreifer auf vergangene Unterhaltungen zugreifen und die Konten dauerhaft überwachen. Besonders tückisch: Selbst wer ein neues Konto anlegt, bleibt verwundbar – solange kein neuer Backup-Schlüssel generiert wird.

Die Verschlüsselung von Signal oder WhatsApp selbst bleibt unangetastet. Die Hacker umgehen sie, indem sie sich als legitime Nutzer ausgeben oder Gerätekopplungsfunktionen missbrauchen.

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Wer als Politiker, Militär oder Journalist arbeitet, ist Ziel russischer Hackergruppen – mit einer Belohnung von 9 Millionen Euro jagt die US-Regierung die Täter. Der Report zeigt, wie Sie Backup Recovery Keys sichern, Social Engineering erkennen und im Ernstfall schnell reagieren. Jetzt kostenlosen Schutzleitfaden anfordern

Tausende Konten weltweit betroffen

Der Schaden ist enorm. Tausende Accounts wurden bereits kompromittiert – weit über die USA hinaus. Zu den Zielen zählen Beamte in der Ukraine, NATO-Mitglieder und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen. Auch deutsche Politiker sollen bereits ins Visier der Hacker geraten sein.

Der Google Threat Intelligence Group zufolge verlagern russische Einflussoperationen ihren Fokus zunehmend von der Ukraine auf Europa, den Nahen Osten, Afrika und die USA. Die Hackergruppen arbeiten demnach eng mit dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB und dem Militärgeheimdienst GRU zusammen. Sie nutzen verstärkt generative Künstliche Intelligenz und koordinieren sich mit verschiedenen Hacktivistengruppen.

So schützen sich Betroffene

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Tausende Konten weltweit bereits kompromittiert – die Hacker geben sich als Support-Mitarbeiter aus und stehlen Ihre Backup-Schlüssel. Wer kein neues Konto anlegt, bleibt verwundbar. Dieser Leitfaden liefert die konkreten Schutzmaßnahmen der US-Behörden – von Registrierungssperre bis Notfallplan. Notfallplan für sichere Chats jetzt sichern

Die US-Behörden empfehlen gefährdeten Personen konkrete Schutzmaßnahmen. Signal-Nutzer sollten die Registrierungssperre aktivieren, WhatsApp-Nutzer die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wer QR-Codes von unbekannten Absendern erhält oder Links von angeblichen Support-Konten, sollte diese niemals öffnen.

Bereits kompromittierte Nutzer müssen dringend einen neuen Backup-Schlüssel erstellen – nur so werden zuvor gestohlene Schlüssel ungültig. Betroffene können Vorfälle beim Internet Crime Complaint Center (IC3) melden.

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