SiMa.ai: 150 Millionen Dollar frisches Kapital für KI-Chips und Robotik
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 00:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Chiphersteller SiMa.ai hat eine überzeichnete Series-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 150 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Wie unter anderem TechCrunch und The Next Web am 28. September 2026 berichteten, steigt die Unternehmensbewertung mit diesem Schritt auf 1,45 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtfinanzierung des Anbieters wächst laut Unternehmensangaben damit auf 500 Millionen US-Dollar an.
Neue Investoren und steigende Bewertung
Die jüngste Runde wurde von Fidelity Management & Research Company und Amplify angeführt. Als neue Geldgeber stiegen AllianceBernstein, Baron Capital sowie J.P. Morgan ein. Zudem beteiligte sich der Bundesstaat Michigan als neuer Investor. Laut SiMa.ai handelt es sich bei dem gesamten aufgenommenen Betrag um Primärkapital.
Die Bewertung von 1,45 Milliarden US-Dollar liegt laut Medienberichten um 51 Prozent über dem Niveau der Series-B-Finanzierung, die rund 14 Monate zuvor bei 960 Millionen US-Dollar gelegen hatte. SiMa.ai wurde 2018 gegründet und entwickelt spezialisierte Halbleiter sowie Software für die direkte Ausführung von KI-Modellen auf Endgeräten.
Ausbau der Chip-Generationen und Software-Plattform
Das frische Kapital soll vor allem in die Skalierung der Softwareplattform Palette Neat sowie in die Finanzierung neuer Hardware fließen. Konkret plant SiMa.ai die Entwicklung der nächsten Modalix-Generation beziehungsweise eines neuen Modalix-Chips. Das aktuelle produktionsreife Modalix-Modul ist nach Unternehmensangaben darauf ausgelegt, mehrere KI-Modelle bei einer Leistungsaufnahme von unter 10 Watt auszuführen.
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Für die dritte Plattformgeneration peilt das Unternehmen für das erste Halbjahr 2028 den Marktstart an. Angestrebt wird dabei ein Wert von 1.000 dichten TOPS bei 80 Watt; SiMa.ai betont, dass es sich bei den 1.000 TOPS um ein Entwicklungsziel und noch nicht um einen gemessenen Wert handelt.
Gegenüber dem Konkurrenzprodukt Nvidia Jetson Orin stellt SiMa.ai eine etwa zehnfache Leistung pro Watt in Aussicht. Die Software Palette Neat soll nach Schätzung des Unternehmens etwa 90 Prozent der bisherigen Softwareinvestitionen von Entwicklern erhalten können, wobei das tatsächliche Resultat je nach Projekt variiert.
Fokus auf humanoide Robotik und Fahrzeugsysteme
SiMa.ai zielt mit seinen Systemen auf Anwendungen in Drohnen, der humanoiden Robotik sowie auf Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und KI-Cockpits ab. Das Unternehmen verweist dabei auf eine Prognose von Counterpoint Research, nach der bis zum Jahr 2035 rund 145 Millionen Physical-AI-Geräte ausgeliefert werden sollen.
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Hinsichtlich des Kundenstamms gab das Unternehmen an, dass sich 70 Prozent der Kunden auf dem Weg zur Serienproduktion befinden, während 30 Prozent in der Pilotphase arbeiten.
Von 2024 auf 2025 habe sich der Umsatz laut SiMa.ai vervierfacht; genaue Umsatzdaten sowie Angaben zur Kundenpipeline wurden jedoch nicht offengelegt. Weltweit zählt das Unternehmen rund 200 Beschäftigte, darunter etwa 170 Ingenieure. Ungefähr die Hälfte der Belegschaft ist im indischen Bengaluru tätig.
