Singpass, Passkey-Login

Singpass: Passkey-Login fĂŒr 5,5 Millionen iPhone-Nutzer ab Juli

Veröffentlicht am: 30.06.2026 um 17:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der digitale IdentitĂ€tsdienst Singpass startet Anfang Juli mit Passkey-UnterstĂŒtzung fĂŒr iOS, Android folgt spĂ€ter. Die Technologie soll Phishing-Angriffe effektiv unterbinden.

Singpass fĂŒhrt Passkey-Funktion fĂŒr iPhone-Nutzer ein
Ein stilisiertes digitales SchlĂŒsselsymbol mit einem Schutzschild, umgeben von fließenden, sicheren Datenströmen in Blau und GrĂŒn. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

ZunĂ€chst profitieren iPhone-Nutzer von der neuen Authentifizierungsmethode. Der von GovTech betriebene Dienst zĂ€hlt rund 5,5 Millionen Nutzer und ist in ĂŒber 1.400 Dienste integriert. Eine Android-Version soll spĂ€ter folgen.

So funktioniert die neue Technologie

Passkeys setzen auf Public-Key-Kryptografie. Der private SchlĂŒssel bleibt sicher auf dem EndgerĂ€t gespeichert und verlĂ€sst dieses nie. GovTech verspricht sich davon nicht nur einen einfacheren Login-Prozess. Die GerĂ€tebindung soll gezielt Phishing-Angriffe unterbinden. Bestehende Authentifizierungsmethoden bleiben parallel erhalten.

Die Technologie gilt als phishing-resistente Alternative zu herkömmlichen Passwörtern und klassischer Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA). Hintergrund: Cyberangriffe und Betrugsmaschen werden immer ausgefeilter.

Phishing-Wellen und CEO-Betrug nehmen zu

Die Dringlichkeit fĂŒr sicherere Verfahren zeigt sich in aktuellen KriminalitĂ€tsstatistiken. In den letzten Junitagen hĂ€uften sich Phishing-Mails mit gefĂ€lschten Zahlungsaufforderungen – etwa im Namen von PayPal. Die BetrĂŒger setzen auf psychologischen Druck durch kurzfristige Deadlines.

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Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: Bereits mehr als die HĂ€lfte des weltweiten E-Mail-Aufkommens ist Spam. Besonders teuer kamen im vergangenen Jahr sogenannte Business Email Compromise (BEC)-Angriffe. Der Gesamtschaden: rund 2,8 Milliarden Euro.

Auch Deepfakes werden bei Betrugsversuchen immer hÀufiger eingesetzt. Neue Plattformen wie Kali365 ermöglichen Angreifern zudem, herkömmliche Multifaktor-Authentifizierungen (MFA) mittels Device-Code-Logins zu umgehen.

Apple liefert Sicherheitsupdates im Eiltempo

Die Hardware-Hersteller reagieren auf die verĂ€nderte Bedrohungslage. Apple veröffentlichte Ende Juni die Versionen iOS 26.5.2 und iPadOS 26.5.2. Die Updates schließen mehrere kritische Schwachstellen – unter anderem im Kernel und in der WebKit-Engine. Allein dort wurden 17 SicherheitslĂŒcken korrigiert. Einige Fehler hĂ€tten das Auslesen von Daten aus der Zwischenablage ermöglicht.

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Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat Apple die Veröffentlichung beschleunigt. Grund: Hacking-Tools werden durch den Einsatz kĂŒnstlicher Intelligenz immer schneller entwickelt.

BranchenĂŒbergreifende Initiativen fĂŒr mehr Sicherheit

Auch Kommunikationsplattformen ziehen nach. WhatsApp startete Ende Juni mit der Reservierung von Benutzernamen. Ziel: Die Preisgabe von Mobilfunknummern bei der Kontaktaufnahme optional machen.

In der Schweiz treten zum 1. Juli neue Vorschriften fĂŒr Telekommunikationsanbieter in Kraft. Sie mĂŒssen das Anzeigen von gefĂ€lschten Mobilfunknummern (Spoofing) technisch unterbinden.

Sicherheitsexperten des National Cyber Security Centre (NCSC) und Analysten von IBM sehen besonders die Fertigungsindustrie im Visier von Cyberkriminellen. Im Jahr 2025 war diese Branche fĂŒr mehr als ein Viertel aller registrierten SicherheitsvorfĂ€lle verantwortlich. Die Implementierung von Passkeys gilt daher als wesentlicher Bestandteil moderner Sicherheitsframeworks – um die AngriffsflĂ€chen fĂŒr IdentitĂ€tsdiebstahl zu minimieren.

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