Siri, Apple

Siri AI: Apple startet KI-Assistent mit iOS 27 im Herbst

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 21:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple meldet Rekordumsatz und Gewinnsprung, kündigt aber auch einen CEO-Wechsel und steigende Speicherpreise an. Die neue Siri AI startet im Herbst.

Apple Rekordquartal: Tim Cook übergibt an John Ternus, Siri AI und Speicherpreise im Fokus
Modernes Smartphone mit leuchtender KI-Netzwerkoberfläche auf einem Schreibtisch, symbolisiert Apples KI-Ökosystem. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple meldet für das abgelaufene Quartal Rekordzahlen – und kündigt zugleich eine Ära-Wende an: Tim Cook übergibt im September an seinen Nachfolger John Ternus. Für deutsche Kunden dürfte vor allem die Preispolitik bei Speicherkomponenten interessant werden.

Der iPhone-Konzern hat am 30. Juli seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt – und die können sich sehen lassen. Mit einem Umsatz von umgerechnet rund 100 Milliarden Euro (109,4 Milliarden Dollar) legte Apple im Jahresvergleich um 16 Prozent zu. Zwischenzeitlich überschritt der Marktwert des Konzerns sogar die Schwelle von fünf Billionen Dollar. Es war zugleich die letzte Bilanzpressekonferenz unter der Ägide von CEO Tim Cook, der am 1. September seinen Posten an Hardware-Chef John Ternus abgibt.

Starke Hardware, schwächelndes iPad

Die Nachfrage nach iPhones und Macs bescherte Apple ein sattes Wachstum: Der iPhone-Umsatz kletterte um 22 Prozent auf 54,25 Milliarden Dollar, die Mac-Sparte legte sogar um 29 Prozent auf 10,35 Milliarden Dollar zu. Auch die Dienstleistungssparte (Services) verzeichnete mit 30,74 Milliarden Dollar ein Rekordergebnis – ein Plus von zwölf Prozent. Rund 1,5 Milliarden zahlende Abonnenten nutzen inzwischen die Dienste des Konzerns.

Die operative Marge erreichte mit 50,1 Prozent einen Spitzenwert, wobei Zollrückerstattungen von etwa elf Cent pro Aktie halfen. Der Gewinn je Aktie stieg auf 2,02 Dollar – ein Plus von 29 Prozent. Die Aktionäre dürfen sich über eine Dividende von 0,27 Dollar je Anteilsschein freuen, die am 13. August ausgezahlt wird.

Ein Wermutstropfen bleibt: Das iPad-Geschäft brach um 5,9 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar ein. Zudem fiel der Ausblick für das vierte Quartal mit einer prognostizierten Wachsumsrate von neun bis elf Prozent verhaltener aus als von Analysten erhofft.

Siri AI: Der große Wurf?

Im Mittelpunkt der Bilanzkonferenz stand die Ankündigung von „Siri AI" – einem umfassend überarbeiteten Assistenten, der mit iOS 27 im Herbst an den Start gehen soll. Die neue Technologie beherrscht Bildschirmerkennung, berücksichtigt persönlichen Kontext und bietet visuelle Intelligenz. Erste Tests der Beta-Version auf dem iPhone 17 Pro Max zeigen eine hohe Zuverlässigkeit bei komplexen Aufgaben.

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Die Strategie dahinter ist klar: Während Basisfunktionen der KI allen Nutzern offenstehen, will Apple intensive Nutzung über das Abo-Modell iCloud+ vermarkten. Cook zufolge sollen Vielnutzer auf höhere Tarife upgraden können, um Zugang zu erweiterten KI-Fähigkeiten zu behalten.

Für bestimmte Funktionen kooperiert Apple mit externen Partnern, darunter Google Gemini. Allerdings: In der EU und in China wird Siri AI zunächst nicht verfügbar sein – ein Dämpfer für den wichtigen europäischen Markt. Der Vorstoß kommt nur wenige Monate nach einem Vergleich über 250 Millionen Dollar, den Apple im Zusammenhang mit früheren Aussagen zu seinen KI-Fähigkeiten zahlte.

Lieferketten-Probleme treiben Preise

Die angespannte Lage bei Speicherchips bereitet dem Konzern erhebliche Schwierigkeiten. Manager sprechen von einer „Jahrhundertflut" bei der Preisentwicklung von RAM und Speicherbausteinen. Die Folge: Bei bestimmten High-End-Konfigurationen stiegen die Preise um bis zu 300 Dollar. Die Nachfrage nach Premium-Geräten wie dem MacBook Neo bleibt trotzdem ungebrochen.

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Um die Kosten für Verbraucher abzufedern, startete Apple in den USA das Leasing-Programm „Apple Upgrade". In Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister Klarna können Kunden iPhones, iPads, Macs und Apple Watches über Ratenzahlung nutzen.

Software-Offensive und Führungswechsel

Parallel zu den Hardware-Zahlen aktualisierte Apple am 1. August seine professionelle Software-Suite: Apple Creator Studio integriert nun Pixelmator Pro in die Produktivitäts-Apps Keynote, Pages und Numbers. Professionelle Werkzeuge wie Final Cut Pro erhalten KI-Funktionen zur automatischen Untertitelung, Schnitterkennung und Maskierung.

Mit macOS 27 „Golden Gate" zieht die KI-Integration auch auf den Desktop ein – inklusive einheitlicher Symbolleiste und erweiterten Kinderschutzfunktionen.

Der personelle Neustart kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Wenn John Ternus am 1. September die Führung übernimmt, stehen nicht nur die neuen Software-Versionen an, sondern auch die Weichen für künftige Hardware-Projekte – Gerüchten zufolge arbeitet Apple an einer Smart-Glasses-Brille für 2027.

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