Siri-KI auf dem iPhone: Apple erlaubt neue BeschrÀnkungen per Bildschirmzeit
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 08:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nutzer von Apple-MobilgerĂ€ten erhalten neue Möglichkeiten, die Funktionen der kĂŒnstlichen Intelligenz von Siri einzuschrĂ€nken und zu verwalten. Entsprechende Steuerungsoptionen sind in den Bildschirmzeit-Einstellungen des Betriebssystems integriert, wie Anfang Oktober aus Medienberichten hervorging. Damit reagiert das Unternehmen auf das wachsende BedĂŒrfnis, den Zugriff und die Reichweite automatisierter Assistenzdienste auf persönlichen GerĂ€ten genauer zu steuern.
Detaillierte BeschrĂ€nkungen fĂŒr Apple Intelligence
Ăber die MenĂŒfĂŒhrung fĂŒr Inhalts- und DatenschutzbeschrĂ€nkungen innerhalb der Bildschirmzeit können Anwender unter anderem zu einer klassischen Variante der Sprachassistenz zurĂŒckkehren. Neben dieser Option lassen sich dort auch weitergehende Funktionen von Apple Intelligence gezielt deaktivieren.
Dazu zĂ€hlen Werkzeuge zur Bilderstellung, Schreibassistenten sowie erweiterte Systemerweiterungen fĂŒr kĂŒnstliche Intelligenz. Berichten zufolge greift die Umschaltung auf die klassische Sprachassistenz allerdings nicht auf allen Systemen einwandfrei; unter macOS 27.0.1 funktionierte dieser Weg in Praxistests noch nicht.
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Wer den Zugriff der KI-Funktionen auf persönliche Inhalte einschrĂ€nken will, kann dies ĂŒber die Systemeinstellungen tun. In der Standardkonfiguration liest die neue Generation von Siri in Vorabversionen von iOS 27 systemeigene Anwendungen wie Notizen, Nachrichten und Mail aus, wobei der Zugriff ĂŒber Schnittstellen fĂŒr App-Aktionen erfolgt.
FĂŒr Drittanbieter-Anwendungen entscheiden die Entwickler selbst ĂŒber die Anbindung. Anwender können diesen Zugriff fĂŒr einzelne Anwendungen unterbinden, indem sie die Anzeige in den Sucheinstellungen der jeweiligen App deaktivieren.
Auch das Training der Sprachassistenz lĂ€sst sich in den Datenschutzeinstellungen abschalten, wobei diese Option standardmĂ€Ăig inaktiv ist. Bei Bedarf lĂ€sst sich der Assistent in den Haupteinstellungen auch vollstĂ€ndig ausschalten.
Datenschutz, Schnittstellen und Grenzen der Kontrolle
Bei der Verarbeitung von Anfragen nutzt das System drei Ebenen: Berechnungen direkt auf dem GerÀt, die Serverinfrastruktur von Apples Private Cloud Compute oder externe Schnittstellen zu OpenAI.
Nach Angaben von Apple arbeiten die gemeinsam mit Google und Gemini entwickelten Basismodelle auf dem EndgerĂ€t sowie in der unternehmenseigenen Cloud, ohne dass Daten dauerhaft gespeichert werden oder for Mitarbeiter einsehbar sind. Eine Weiterleitung ĂŒber OHTTP verbirgt zudem die Netzwerkadresse.
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Die Anbindung an ChatGPT bleibt standardmĂ€Ăig deaktiviert und erfordert vorab die Zustimmung des Nutzers. Sprachaufnahmen werden nur bei expliziter Einwilligung gespeichert, wĂ€hrend textbasierte Transkripte mit einer wechselnden GerĂ€tekennung bis zu zwei Jahre aufbewahrt werden können.
Grenzen setzt die Technologie beim Erfassen des Bildschirminhalts. Die sogenannte On-Screen-Awareness kann Inhalte auf dem Display erfassen, darunter auch verschlĂŒsselte NachrichtenverlĂ€ufe. Laut BĂŒrgerrechtsorganisationen wie der Electronic Frontier Foundation lĂ€sst sich dieser Mechanismus nicht separat blockieren.
Systemanforderungen und Neuerungen fĂŒr Familien
Die KI-Funktionen von Siri stehen ausschlieĂlich auf GerĂ€ten ab dem iPhone 15 Pro, dem iPhone 15 Pro Max sowie Modellen ab dem iPhone 16 bei Nutzung einer unterstĂŒtzten Sprache bereit. Der Start erfolgte zunĂ€chst auf Englisch; auf iOS-GerĂ€ten in der EuropĂ€ischen Union ist das System vorerst nicht verfĂŒgbar. Zudem gilt eine Altersgrenze von mindestens 13 Jahren, und fĂŒr serverbasierte Abfragen greifen tĂ€gliche Nutzungslimits.
Die Verwaltung ĂŒber die Bildschirmzeit greift zudem tief in die GerĂ€teverwaltung ein. Das im September 2026 eingefĂŒhrte System setzt voraus, dass alle verbundenen GerĂ€te innerhalb einer Familienfreigabe auf die jeweilige Betriebssystemversion 27 aktualisiert sind.
Ăltere GerĂ€te, die diese Version nicht unterstĂŒtzen, können das Verwaltungssystem nicht nutzen und mĂŒssen unter UmstĂ€nden aus der Gruppe entfernt werden. Apple-Sprecherin Katie Lowry erklĂ€rte zu den auftretenden Problemen, das Unternehmen arbeite daran, Verzögerungen zu beheben.
Neben den KI-Regeln umfasst das System zusĂ€tzliche Schutzfunktionen wie Genehmigungspflichten fĂŒr Webseitenaufrufe im Safari-Browser sowie erweiterte Filter fĂŒr sensible Medieninhalte.
