Sitzen und Krebs: Studie mit 90.000 zeigt erhöhtes Risiko
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 01:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Doch der Schein trügt: Psychische Erkrankungen erreichen einen neuen Höchststand.
Laut Daten der DAK-Gesundheit fiel der Krankenstand von 5,4 auf 5,3 Prozent. Die durchschnittlichen Fehltage sanken von 9,9 auf 9,6 Tage pro Versichertem. Grund für die Entspannung ist vor allem ein Rückgang der Atemwegserkrankungen um 21 Prozent.
Psychische Leiden überholen Rückenprobleme
Erstmals sind psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Mit 184 Fehltagen pro 100 Versicherte legten sie um neun Prozent zu. Muskel-Skelett-Erkrankungen folgen mit 174 Fehltagen dicht dahinter.
Besonders betroffen: Ältere Arbeitnehmer. Während die Krankenstände bei den unter 55-Jährigen sanken, stiegen sie bei den über 60-Jährigen um 0,3 Prozentpunkte. Die DAK sieht vor allem Langzeiterkrankungen als strukturelles Problem.
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Rückenleiden: Das ISG-Syndrom im Fokus
Häufig steckt das ISG-Syndrom hinter den Ausfällen. Dabei handelt es sich um eine Blockade des Iliosakralgelenks zwischen Kreuzbein und Darmbein. Hauptauslöser: langes Sitzen, falsche Bewegungen und Bewegungsmangel.
Die Schmerzen sind tiefsitzend und können bis ins Knie ausstrahlen. Ärzte setzen auf Wärme, Dehnübungen und Physiotherapie.
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Studie belegt: Sitzen erhöht Krebsrisiko
Die Gefahren bewegungsarmer Tätigkeiten gehen weit über Rückenschmerzen hinaus. Eine Studie der Universität Glasgow mit rund 90.000 Teilnehmern zeigt: Dauerhaftes Sitzen kann das Krebsrisiko erhöhen.
Die Lösung ist einfach: Experten empfehlen, alle 30 bis 60 Minuten die Position zu wechseln. Treppe statt Aufzug, Gehen beim Telefonieren oder Stehschreibtische helfen im Büroalltag.
Politik plant schärfere Regeln
Die Koalition diskutiert über neue Vorgaben zur Arbeitsunfähigkeit. Geplant ist eine Nachweispflicht bereits ab dem ersten Krankheitstag. Die telefonische Krankschreibung soll abgeschafft werden.
Ein weiteres Vorhaben: Teilkrankschreibungen. Arbeitnehmer könnten dann je nach Gesundheitszustand zu 25, 50 oder 75 Prozent arbeiten, statt komplett auszufallen. Das Modell soll die Flexibilität im Krankheitsfall erhöhen und gegen Langzeiterkrankungen helfen.
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