Peaq, Serienproduktion

Škoda Peaq: Serienproduktion startet mit 8.500 Vorbestellungen

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der tschechische Autobauer beginnt mit der Fertigung seines größten E-Modells. Der Peaq bietet bis zu 640 km Reichweite und startet mit fast 8.500 Vorbestellungen.

Škoda startet Serienproduktion des Elektro-Flaggschiffs Peaq in Mladá Boleslav
Automobilfertigung in einer modernen Fabrik mit Roboterarmen bei der Montage eines Elektro-SUV-Fahrgestells. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mit dem Beginn der Serienproduktion des neuen Elektro-Flaggschiffs Peaq am 8. August 2026 markiert Škoda einen bedeutenden Meilenstein in seiner Unternehmensgeschichte. Das Fahrzeug, das im Stammwerk in Mladá Boleslav gefertigt wird, ist mit einer Länge von 4,87 Metern das größte Modell der Marke seit der Übernahme durch den Volkswagen-Konzern im Jahr 1991. Die Produktion des Peaq verdeutlicht den technologischen Wandel und die steigende Bedeutung der Elektromobilität für den tschechischen Automobilhersteller.

Multimodale Fertigung als strategischer Effizienzfaktor

Ein zentraler Aspekt der Fertigung in Mladá Boleslav ist die Integration des neuen Modells in bestehende Strukturen. Der Peaq wird auf einer gemeinsamen Fertigungslinie mit dem Octavia Combi sowie den Elektromodellen Elroq und Enyaq produziert. Diese Strategie, vier unterschiedliche Modelle auf einer einzigen Linie zu führen, unterstreicht die Flexibilität der tschechischen Produktionsstandorte. Um den Anforderungen des neuen Flaggschiffs gerecht zu werden, waren umfassende Anpassungen notwendig.

Bereits ab Mitte 2024 wurden neue Presswerkzeuge implementiert, gefolgt von Linienmodifikationen im Sommer 2025. Zu den technischen Neuerungen gehören speziell angepasste Fertigungsschienen, verlängerte Skids für den Transport der Karosserien sowie ein neu entwickelter Manipulator, der für den Einbau der optionalen dritten Sitzreihe benötigt wird. Trotz der Tatsache, dass die Karosserie des Peaq etwa 20 Kilogramm schwerer ist als die des Enyaq, nutzt das Fahrzeug eine Variante der MEB-Plattform, die zuvor ausschließlich in China zum Einsatz kam und nun erstmals außerhalb dieses Marktes produziert wird. Die Batteriesysteme bezieht das Werk direkt aus der eigenen, lokalen Montage.

Technische Eckpfeiler und Leistungsdaten der Modellreihe

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Der Peaq wurde als vielseitiges Fahrzeug konzipiert, das mit einem Radstand von 2,97 Metern Platz für fünf bis sieben Sitzplätze bietet. Das technische Spektrum umfasst drei Leistungsstufen zwischen 150 und 220 kW, wobei Kunden zwischen Heck- und Allradantrieb wählen können.

In der Einstiegsvariante Peaq 60 kommt eine Batterie mit 63 kWh brutto (59 kWh netto) zum Einsatz, die eine Leistung von 204 PS ermöglicht und eine Reichweite von über 450 Kilometern bietet. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wird für dieses Modell mit 8,4 Sekunden angegeben. Die Topversion Peaq 90 verfügt über einen Akku mit 91 kWh brutto (86 kWh netto), was die Reichweite auf über 640 Kilometer steigert. Das allradgetriebene Modell Peaq 90x bietet eine Leistung von 299 PS und eine Anhängelast von bis zu 2.000 Kilogramm bei einer Reichweite von über 610 Kilometern. Die Ladezeiten für einen Zyklus von 10 auf 80 Prozent Kapazität liegen laut Werksangaben zwischen 27 und 28 Minuten.

Markterwartungen und Zeitplan der kommerziellen Einführung

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Die wirtschaftliche Bedeutung der Elektromobilität für Škoda spiegelt sich auch in den aktuellen Geschäftszahlen wider. Im ersten Halbjahr 2026 belief sich der Anteil von Elektrofahrzeugen in den tschechischen Werken auf fast 23 Prozent. Das Kundeninteresse am neuen Flaggschiff scheint bereits vor der breiten Verfügbarkeit hoch zu sein: Bis Ende Juli wurden bereits fast 8.500 Bestellungen für den Peaq registriert.

Preislich startet das Modell bei 49.990 Euro. Für den tschechischen Markt wurden Preise ab 1.150.000 CZK für den Peaq 60 und ab 1.325.000 CZK für den Peaq 90 angekündigt. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass die Händlerpremieren in der zweiten Septemberhälfte stattfinden. Erste Kundenauslieferungen sind für den Zeitraum zwischen November und Dezember 2026 geplant. Damit positioniert Škoda den Peaq als zentralen Bestandteil seiner Wachstumsstrategie im europäischen Elektroauto-Segment.

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