Slack-Ausfall, Meldungen

Slack-Ausfall: 6.000 Meldungen pro Stunde am 27. Mai

28.05.2026 - 06:30:07 | boerse-global.de

Eine schwere Störung bei Slack beeinträchtigt tausende Nutzer weltweit. Kurz zuvor erschütterte ein Lieferketten-Angriff die Sicherheit der Plattform.

DGUV-Vorschrift 2: Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement verschmelzen - Foto: über boerse-global.de
DGUV-Vorschrift 2: Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement verschmelzen - Foto: über boerse-global.de

Die Plattform kämpfte mit massiven Verzögerungen, die Kernfunktionen wie Nachrichten, Dateiaustausch und Anmeldung lahmlegten.

Technische Panne mit globalen Folgen

Die Probleme begannen am 27. Mai 2026 und eskalierten im Laufe des Tages. Der Störungsmelder Downdetector verzeichnete einen sprunghaften Anstieg der Meldungen – zeitweise gingen über 6.000 Beschwerden pro Stunde ein. Besonders betroffen waren Anwender in den USA, Großbritannien und Australien.

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Das Slack-Entwicklungsteam untersuchte die Ursachen für die massiven Latenzzeiten. Nahezu alle Dienste waren beeinträchtigt: Nachrichten ließen sich nicht versenden, Logins scheiterten, und Funktionen wie Single Sign-On, Benachrichtigungen und die Suche fielen aus. Auch Huddles, automatisierte Workflows und der Dateiaustausch waren betroffen. Viele Nutzer sahen eine Fehlermeldung, die das Versenden von Nachrichten blockierte.

Die Desktop-Version war kaum nutzbar. Die mobile App hingegen blieb für einige Anwender zumindest teilweise funktionsfähig. Eine konkrete Ursache für die Störung nannte das Unternehmen nicht. Auch eine Prognose für die vollständige Behebung blieb aus.

Sicherheitsrisiko durch Lieferketten-Angriff

Der Ausfall kommt nur Tage nach einem schweren Sicherheitsvorfall. Am 22. Mai 2026 wurde das Laravel-Lang-Ökosystem Ziel eines Angriffs auf die Lieferkette. Ein Angreifer überschrieb Git-Tags in tausenden Repositories und erbeutete sensible Zugangsdaten – darunter auch solche für Slack, AWS, GitHub und Kryptowallets.

Sicherheitsexperten warnten, dass herkömmliche Version-Pinning-Verfahren keinen Schutz gegen solche Manipulationen boten. Der Vorfall zeigt, wie verwundbar Unternehmenskommunikations-Tools in modernen Entwicklungsumgebungen sind.

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KI-Integration und Zukunftsperspektiven

Trotz der technischen Pannen bleibt Slack ein zentraler Baustein der digitalen Transformation. Das schwedische Unternehmen Cint etwa hat seine Partnerschaft mit Salesforce ausgebaut und setzt Slack als primäre Schnittstelle für interne Abläufe und Kundenmanagement ein. Die erste Phase mit Unternehmenssuche und KI-gesteuertem Slackbot läuft bereits. Eine zweite Phase soll ein spezielles Dashboard für das Kundenmanagement bringen.

Die Rolle Künstlicher Intelligenz in der Slack-Kommunikation sorgt indes für Diskussionen. OpenAI-CEO Sam Altman äußerte sich am 26. Mai 2026 in Sydney kritisch zum Einsatz von KI für das Verfassen persönlicher Nachrichten. Er bezeichnete dies als entmenschlichend. Zugleich zeigte er sich optimistisch für den Arbeitsmarkt: Eine Job-Apokalypse durch KI erwarte er nicht.

Unternehmen entwickeln bereits spezialisierte KI-Agenten wie „Cinthia“, die kontextbezogenen Support innerhalb von Slack leisten. Altman räumte jedoch ein, dass die vollständige Monetarisierung dieser fortschrittlichen Funktionen noch Zeit brauche.

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