Smartphone-Malware, FĂ€lle

Smartphone-Malware: 92.000 FĂ€lle seit Jahresbeginn – KI-Apps als Köder

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 16:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Malware-Attacken auf Smartphones nehmen rasant zu, besonders getarnt als beliebte KI-Apps. Quishing und Smishing verzeichnen RekordzuwÀchse.

Smartphone-Sicherheit: Cyberangriffe mit KI-Tarnung erreichen neuen Höchststand
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt einen verzerrten QR-Code, der eine digitale Bedrohung symbolisiert, umgeben von einer dunklen, stimmungsvollen AtmosphĂ€re. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Allein 92.000 Malware-FĂ€lle wurden seit Jahresbeginn registriert – getarnt als beliebte KI-Dienste.

GefÀlschte KI-Apps fluten den Markt

Kaspersky zufolge entfallen 49 Prozent dieser Angriffe auf gefĂ€lschte ChatGPT-Apps. Jeweils 18 Prozent imitieren Claude und Gemini. Besonders aktiv ist die Gruppe Silver Fox, die manipulierte Claude-Versionen fĂŒr verschiedene Betriebssysteme verbreitet.

Doch damit nicht genug: Arctic Wolf Labs entdeckte ĂŒber 290 manipulierte GitHub-Repositories. Sie imitieren bekannte Marken und verbreiten den „BoryptGrab“-Infostealer. Die Malware klaut Browserdaten, Krypto-Wallets und Systeminformationen.

Quishing und Smishing auf Rekordniveau

Der Betrug mit gefÀlschten QR-Codes explodiert förmlich. Mitte 2026 stiegen Quishing-Angriffe um 146 Prozent. Jede neunte Phishing-Mail enthÀlt inzwischen einen schÀdlichen QR-Code. Die Maschen sind vielfÀltig: Fake-Bankbriefe, manipulierte QR-Codes an E-LadesÀulen oder gefÀlschte Strafzettel.

Parallel dazu legte SMS-Betrug (Smishing) im zweiten Quartal um 162 Prozent zu. Betroffen sind Kunden von DKB, Sparkasse, Volksbank, Postbank und Volkswagen Bank. Die Tricks reichen von angeblichen photoTAN-Sperrungen bis zur Re-Aktivierung von Banking-Apps. Moderne Phishing-Kits hebeln zunehmend die Zwei-Faktor-Authentifizierung ĂŒber Proxy-Server aus.

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Selbst Behörden warnen: Die vietnamesische Verkehrspolizei meldete am 18. Juli SMS, die angeblich ĂŒber VerkehrsverstĂ¶ĂŸe informieren – in Wahrheit wollen sie Bankdaten abgreifen.

Soziale Medien ĂŒberholen E-Mail als Betrugskanal

Der Bitdefender Global Scam Intelligence Report 2026 zeigt einen Paradigmenwechsel: Über 60 Millionen Menschen wurden ĂŒber Videoplattformen und soziale Netzwerke angegriffen. Ein Fall aus Luzern macht die Gefahr greifbar: Ein Rentner verlor am 19. Juli ĂŒber 10.000 Schweizer Franken durch eine Video-Bewertungs-Masche auf TikTok und Telegram.

Technologisch werden die Angreifer raffinierter. Seit April wurden ĂŒber eine Million Phishing-Mails mit „Text-Salting“ registriert. Dabei verstecken KI-generierte Textblöcke im HTML-Code die Schadsoftware vor Spam-Filtern. Die „Shadow Token“-Technik erlaubt Angreifern zudem, nach einem Passwortwechsel weiterhin auf Konten zuzugreifen.

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Microsoft schließt 570 SicherheitslĂŒcken

Das Juli-Update von Microsoft stopft 570 SicherheitslĂŒcken, 59 davon kritisch. Besonders brisant: eine Schwachstelle im Copilot (CVE-2026-48561) mit einem CVSS-Wert von 9,6. Auch aktiv ausgenutzte LĂŒcken in SharePoint (CVE-2026-58644) und AD FS werden geschlossen. Die US-Behörde CISA mahnt zudem zur Schließung kritischer LĂŒcken in Fortinet-Produkten.

Die Bundesregierung reagiert auf die steigende FinanzkriminalitĂ€t: Finanzminister Klingbeil und Justizministerin Hubig stellten am 16. Juli 26 Maßnahmen vor. Geplant sind ein gemeinsames Zentrum beim Zoll, hĂ€rtere Strafen fĂŒr BandenkriminalitĂ€t und eine Registrierkassenpflicht fĂŒr umsatzstarke Betriebe ab 2028.

Experten raten: Nutzt Multi-Faktor-Authentifizierung, prĂŒft Links und QR-Codes kritisch und verwendet ausschließlich offizielle App-Stores und Banking-Portale.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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