Smartphone-Preise, Modelle

Smartphone-Preise: 63% nutzen alte Modelle lÀnger wegen Kosten

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 16:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das iPhone 18 Pro bringt begrenzte Alltagsvorteile bei hohen Kosten. LÀngere Update-ZeitrÀume und fallende Preise fördern den Kauf Àlterer Modelle.

iPhone 18 Pro: Wenig Fortschritt, hohe Preise bremsen Nachfrage
Ein minimalistischer Beistelltisch aus hellem Eichenholz in einem sonnendurchfluteten, aufgerÀumten Wohnraum. Illustration mit AI erstellt.

Die Veröffentlichung neuer Smartphone-Generationen verliert zunehmend ihren Ausnahmecharakter. AnlĂ€sslich des Verkaufsstarts des iPhone 18 Pro von Apple betonen mehrere Medienberichte vom 18. September 2026, dass die Anschaffung aktueller Spitzenmodelle fĂŒr viele Verbraucher unnötig geworden ist.

Der Griff zu Vorjahresmodellen gilt stattdessen vermehrt als wirtschaftlich vernĂŒnftige Alternative, da die technischen Fortschritte von einer Generation zur nĂ€chsten immer geringer ausfallen, wĂ€hrend die Einstiegspreise auf hohem Niveau verharren.

Geringe InnovationssprĂŒnge bei steigenden Kosten

Der Blick auf die aktuellen Flaggschiff-GerĂ€te verdeutlicht die Entwicklung. Das iPhone 18 Pro mit 256 GB Speicher startet bei 1.449 Euro, wĂ€hrend fĂŒr das iPhone 18 Pro Max mindestens 1.599 Euro fĂ€llig werden.

Die Unterschiede zum iPhone 17 Pro, das rund 300 Euro gĂŒnstiger erhĂ€ltlich ist, fallen gering aus. Als wesentliche Neuerung gilt die variable Blende mit den Stufen f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4.0. Technische Fachportale wie WIRED und 9to5Mac stufen ein Upgrade erst ab einem iPhone 16 Pro als sinnvoll ein.

Zwar bietet das iPhone 18 Pro den neuen A20-Pro-Chip mit 2-Nanometer-Architektur, sechs Prozessorkernen, sieben Grafikkernen und 32 Neural-Engine-Kernen sowie eine Dampfkammer, die dreimal grĂ¶ĂŸer als beim VorgĂ€nger ausfĂ€llt.

In der alltĂ€glichen Praxis zeigen sich jedoch ĂŒberschaubare Effekte. Leistungsmessungen belegen, dass das iPhone 18 Pro Max beim mobilen Spielen von Genshin Impact bei 600 Nits lediglich 23 Minuten lĂ€nger durchhĂ€lt als das 17 Pro Max.

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Beim Scrollen auf der Plattform Reddit erreicht das Modell 17 Stunden und 19 Minuten gegenĂŒber 15 Stunden und 36 Minuten beim VorjahresgerĂ€t. Das regulĂ€re iPhone 18 Pro hĂ€lt beim Reddit-Abruf 14 Stunden und 27 Minuten durch, bleibt beim Gaming jedoch sogar elf Minuten hinter dem iPhone 17 Pro zurĂŒck.

Marktweiter Trend zu minimalen Verbesserungen

Das PhĂ€nomen beschrĂ€nkt sich nicht auf einen einzelnen Hersteller. Ein Vergleich von zehn aktuellen Smartphone-Nachfolgern der Marken Samsung, Apple, Xiaomi, Google, Sony, Honor, Motorola und Vivo verdeutlichte Mitte September 2026, dass NeugerĂ€te kaum bessere oder teilweise sogar schwĂ€chere Leistungen bieten als ihre direkten VorgĂ€nger – wie etwa beim Galaxy S26 FE oder dem Xperia 10 VIII –, dies jedoch oft bei steigenden Preisen.

Gleichzeitig verÀndern verlÀngerte Software-Zyklen die Notwendigkeit von Neuanschaffungen. Hersteller wie Samsung und Google garantieren sieben Jahre lang Software-Updates ab Erscheinungsdatum, wodurch Vorjahresmodelle bis zum Jahr 2032 mit Aktualisierungen versorgt werden.

Zudem verringern sich die Preisvorteile bei bestimmten Ausstattungsstufen: WĂ€hrend das Basismodell des Pixel 10 Pro gegenĂŒber dem 11 Pro einen spĂŒrbaren Preisunterschied aufweist, liegt die Differenz bei den Varianten mit 256 GB Speicher im Handel bei lediglich rund 40 Euro.

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KonsumzurĂŒckhaltung und lĂ€ngere Nutzungsdauern

Die nachlassende Innovationsdynamik trifft auf eine zunehmende PreissensibilitĂ€t der Verbraucher. Bei Apple schlagen sich zusĂ€tzliche Kosten nieder: Der Akkutausch fĂŒr das iPhone 18 Pro und Pro Max kostet regulĂ€r 149 Euro, was einem Anstieg von 10,37 Prozent gegenĂŒber den Ă€lteren Modellen entspricht, die bei 135 Euro verbleiben. Auch die monatlichen Kosten fĂŒr den Zusatzschutz Care+ stiegen auf 15,99 Euro.

Analysen der Preisentwicklung durch Portale wie Idealo und GĂŒnstiger.de zeigen, dass Warten finanzielle Vorteile bringt: WĂ€hrend in den ersten vier Wochen nach MarkteinfĂŒhrung maximal zwei Prozent Ersparnis erzielt werden, sinken die Preise nach fĂŒnf Monaten um rund 14 Prozent, was einem Nachlass von 206 Euro beim Pro-Modell und 229 Euro beim Pro Max entspricht. Nach neun Monaten sinkt das Pro Max im Schnitt um 19 Prozent auf 1.288 Euro.

Die Nachfrage reagiert auf diese Rahmenbedingungen bereits verhaltener. Marktbeobachter wie Jeff Pu von GF Securities senkten ihre Produktionsprognose fĂŒr Apple auf 72 Millionen GerĂ€te infolge schwĂ€cherer Vorbestellungen. Auch das Bankhaus JPMorgan ermittelte teils deutlich verkĂŒrzte Lieferzeiten im Vergleich zum Vorjahr, was auf ein abkĂŒhlendes Interesse hindeutet.

Verbraucherumfragen unterstreichen den Trend: Eine Erhebung des Schweizer Vergleichsdienstes Comparis ergab, dass 63 Prozent der Befragten gestiegene GerĂ€tepreise als Grund fĂŒr eine lĂ€ngere Nutzung angeben, wĂ€hrend der Anteil derjenigen, die innerhalb des kommenden Jahres ein NeugerĂ€t erwerben wollen, deutlich rĂŒcklĂ€ufig ist.

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