Smartphone-Raub, Bangladesch

Smartphone-Raub in Bangladesch: 13-JÀhriger getötet wegen iPhone

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 09:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

In Cumilla wurde ein 13-JÀhriger nach einem geplanten Raub tot aufgefunden. Vier VerdÀchtige wurden festgenommen, das iPhone sichergestellt.

Cumilla: 13-JÀhriger wegen geliehenem iPhone getötet
Ein einsamer Pfad in den bewaldeten Lalmai-HĂŒgeln bei DĂ€mmerlicht. Illustration mit AI erstellt.

Ein Mordfall in der bangladeschischen Stadt Cumilla lenkt den Blick erneut auf die Gefahren, die von Smartphones fĂŒr Kinder und Jugendliche ausgehen können. Der 13-jĂ€hrige Ishayat Shahriar Apratim wurde tot in den Lalmai-HĂŒgeln bei Sananda nahe der Comilla-UniversitĂ€t aufgefunden – offenbar getötet, weil er ein iPhone bei sich trug, das er sich von seiner Mutter zum Fotografieren ausgeliehen hatte.

Der Tathergang

Der Junge, SchĂŒler der 7. Klasse an der Border Guard Public School und Sohn der Comilla-UniversitĂ€t-Professorin Dr. Nahida Begum, hatte das Haus seiner Familie in Kotbari an einem Freitag gegen 15:30 Uhr verlassen, um mit dem Mobiltelefon der Mutter Fotos zu machen. Er kehrte nicht zurĂŒck.

Sein Vater, KM Firoz Shahriar, erstattete daraufhin bei der Polizeistation Sadar Dakshin eine Vermisstenanzeige. Am Samstagnachmittag – nach eigenen Angaben rund 21 Stunden nach seinem Verschwinden – wurde seine Leiche im Wald der Lalmai-HĂŒgel gefunden.

Nach Polizeiangaben aus Cumilla ist der Fall inzwischen weitgehend aufgeklĂ€rt. Überwachungskameras am Haupttor der Comilla-UniversitĂ€t zeigten den Jungen in Begleitung anderer Jugendlicher.

Ermittlungen zufolge planten drei Teenager einen Raub und schlugen dem 13-JĂ€hrigen mit einem Bambusstock auf den Kopf. Das iPhone konnte die Polizei in der Nacht auf Samstag aus dem Haus eines der festgehaltenen Jugendlichen sicherstellen.

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Als TatverdÀchtige wurden Saiful Islam Tuhin (19), Mozammel Hossain Fahad (15) und Md Kamrul Hasan (18) festgenommen, ein weiterer Jugendlicher namens Siam wird ebenfalls in Gewahrsam gehalten. Innenminister Salahuddin Ahmed erklÀrte, vier VerdÀchtige seien binnen zwölf Stunden nach der Tat gefasst worden und hÀtten GestÀndnisse abgelegt.

Die Beerdigung von Ishayat Shahriar Apratim war fĂŒr Sonntag, 11:30 Uhr, in Gandhamati vorgesehen.

Öffentliche Reaktionen

Der Fall löste in Bangladesch BestĂŒrzung aus. Die Schauspieler Siam Ahmed, Tawsif Mahbub, Puja Cherry Roy und Irfan Sajjad Ă€ußerten öffentlich Trauer ĂŒber den gewaltsamen Tod des Jungen und forderten AufklĂ€rung sowie Gerechtigkeit.

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Kinder als Ziel: ein grĂ¶ĂŸeres Problem

Der Fall reiht sich in eine Reihe von Zahlen ein, die das Ausmaß der GefĂ€hrdung von Kindern in Bangladesch verdeutlichen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation ASK wurden im Zeitraum von Januar bis August 254 Kindstode registriert, darunter 36 FĂ€lle, in denen zunĂ€chst vermisste Kinder spĂ€ter tot aufgefunden wurden.

Laut Angaben des Polizeihauptquartiers wurden zwischen Januar und Juni insgesamt 15.717 vermisste Kinder gemeldet; 13.679 von ihnen konnten wieder aufgefunden werden, wÀhrend 2.038 weiterhin als vermisst gelten.

Der Tod von Ishayat Shahriar Apratim zeigt exemplarisch, wie ein alltĂ€glicher Gegenstand wie ein Smartphone Kinder in Gefahr bringen kann, sobald sie damit allein und unbeobachtet unterwegs sind. Der Wort moderner Mobiltelefone macht sie zu einem attraktiven Ziel fĂŒr BeschaffungskriminalitĂ€t – mit teils tödlichen Folgen, wie der aktuelle Fall aus Cumilla belegt.

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