Smartphone-Sicherheit: 2,67 Millionen Angriffe und 300.000 neue Schadprogramme
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 20:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Sicherheitslage fĂŒr Verbraucher ist angespannt. In mehreren StĂ€dten werden Pakete und ReisegepĂ€ck direkt vor HaustĂŒren gestohlen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Cyberangriffe auf MobilgerĂ€te rasant an. Im ersten Quartal 2026 registrierten Sicherheitsforscher rund 2,67 Millionen Schadsoftware-Angriffe.
Dreiste DiebstĂ€hle vor der HaustĂŒr
Kriminelle nutzen den Moment der Zustellung oder Abreise. In Wien entwendeten Diebe am 22. Juli ein neu bestelltes Smartphone, das vor der HaustĂŒr abgestellt war. Einen Tag spĂ€ter wurde eine Familie in Radevormwald bestohlen â wĂ€hrend sie die Koffer fĂŒr den Taxitransfer bereitstellte. Der TĂ€ter flĂŒchtete mit zwei Koffern in einem silbernen VW Sharan mit auffĂ€lliger Delle an der linken HintertĂŒr.
Auch Ă€ltere Menschen sind betroffen. In Leipzig-Schönau ĂŒberfielen zwei Jugendliche am 22. Juli einen 89-jĂ€hrigen Rentner direkt vor seiner HaustĂŒr. Sie entrissen ihm die UmhĂ€ngetasche, der Senior wurde leicht verletzt. Die TĂ€ter trugen dunkle Kapuzenpullover.
Erfolge gegen organisierte Banden
Die Polizei meldet aber auch Ermittlungserfolge. Am Schiphol Airport nahmen Beamte drei VerdĂ€chtige fest, die an einem millionenschweren Smartphone-Diebstahl beteiligt waren. Die Beute vom 18. Juni: Mobiltelefone im Wert von rund fĂŒnf Millionen Euro. Unter den Festgenommenen ist auch ein Mitarbeiter eines Transportunternehmens.
In Hamburg verhaftete die Polizei am 21. Juli einen 33-JĂ€hrigen. Er soll fĂŒr eine Serie von WohnungseinbrĂŒchen verantwortlich sein â gezielt gegen bewegungseingeschrĂ€nkte Senioren.
Gefahr aus dem Netz
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Die digitale Bedrohung wĂ€chst parallel. Neben den Millionen Schadsoftware-Angriffen entdeckten Experten ĂŒber 300.000 neue Schadprogramme. Besonders alarmierend: Rund 41 Prozent der Nutzer speichern digitale Kopien ihrer Ausweisdokumente auf dem Smartphone.
Aktuell lĂ€uft eine koordinierte Phishing-Welle gegen Kunden der Sparkasse, Commerzbank und easybank. Die TĂ€ter versenden gefĂ€lschte Mails mit der Drohung einer Kontosperrung. Das Bundeskriminalamt konnte in internationaler Kooperation die Phishing-Plattformen âKratosâ und âTycoon2FAâ zerschlagen. Monatlich liefen darĂŒber bis zu 15.000 kriminelle Kampagnen. In Pakistan nahmen Ermittler zwölf Personen fest und stellten rund 96.000 manipulierte Banking-Apps sicher.
So schĂŒtzen Sie sich
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Die Polizei rĂ€t: TĂ€uschen Sie bei Abwesenheit Anwesenheit vor â durch geleerte BriefkĂ€sten oder moderne Sicherheitstechnik. Im digitalen Bereich bleiben SicherheitslĂŒcken ein Risiko. Bekannt wurden Schwachstellen in ChipsĂ€tzen und eine PIN-Umgehung unter Android 16. Apple schloss mit iOS 26.3 mehrere kritische Zero-Day-LĂŒcken. FĂŒr einige Ă€ltere Smartphone-Modelle endete am 21. Juli der Support.
Gute Nachricht: GMX und WEB.DE fĂŒhren im Juli 2026 Passkeys als alternative Anmeldemethode ein. Das soll die Sicherheit der Nutzerkonten deutlich erhöhen.
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