Smishing, Luxemburg

Smishing in Luxemburg: BetrĂŒger fĂ€lschen Seiten von CNAP und CNS

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 10:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BetrĂŒger geben sich per SMS als Behörden aus und zielen auf persönliche Angaben sowie BankzugĂ€nge; auch weitere Einrichtungen sind betroffen.

Luxemburgische Rentenkasse warnt vor gefÀlschten SMS und Datendiebstahl
Smartphone in einer Hand gehalten vor einem unscharfen BĂŒro-Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Kriminelle nutzen vermehrt SMS-Nachrichten im Namen von Behörden und Finanzinstituten, um BĂŒrger auf manipulierte Internetseiten zu locken und vertrauliche Bankdaten abzugreifen. Vor dieser Betrugswelle warnt die Nationale Rentenversicherung Luxemburgs (CNAP). Die TĂ€ter versuchen demnach gezielt, ĂŒber gefĂ€lschte Webauftritte an sensible persönliche Angaben sowie an Zugangsdaten von Bankkonten zu gelangen.

Bei dieser Vorgehensweise, im Fachjargon als Smishing bezeichnet, erhalten EmpfĂ€nger auf ihren Mobiltelefonen Benachrichtigungen, die einen betrĂŒgerischen Link enthalten. Wer diesem Link folgt, landet auf einer tĂ€uschend echt nachgebildeten Seite der Rentenversicherung. Dort fordern die Angreifer die Eingabe privater Daten und Kontoinformationen an.

Auch Gesundheitskasse und Authentifizierungsdienste im Visier

Die Rentenkasse weist darauf hin, dass sich die Kriminellen keineswegs nur auf ihre Institution beschrĂ€nken. Ähnliche gefĂ€lschte Internetseiten kursieren derzeit auch im Namen anderer öffentlicher Stellen und Dienstleister.

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Dazu zĂ€hlen die Nationale Gesundheitskasse (CNS), die gemeinsame Sozialversicherungsstelle (CSS) sowie das luxemburgische Authentifizierungsunternehmen Luxtrust. Die Institutionen betonen, dass Betroffene keinesfalls auf verdĂ€chtige Verweise in Textnachrichten klicken und niemals Zugangsdaten oder Bankverbindungen ĂŒber ungesicherte Masken preisgeben sollten.

Die legitime InternetprĂ€senz der CNAP sei ausschließlich unter der Adresse cnap.public.lu erreichbar. Die CNS stellt zudem unter einer eigenen Informationsrubrik Hinweise zu Betrugsversuchen per Telefon, Kurznachricht und E-Mail bereit.

Wachsende Bedrohung durch mobile TĂ€uschungsversuche

Das PhĂ€nomen beschrĂ€nkt sich nicht auf das Großherzogtum. Auch in NachbarlĂ€ndern schlagen VerbraucherschĂŒtzer und Aufsichtsbehörden wegen manipulierter SMS und E-Mails Alarm.

Die Maschen reichen von gefĂ€lschten Mitteilungen im Namen von FinanzĂ€mtern bis hin zu Benachrichtigungen von Paketdienstleistern oder Banken. HĂ€ufig nutzen die Kriminellen erbeutete DatensĂ€tze aus frĂŒheren Cyberangriffen, um ihre Nachrichten noch gezielter und glaubwĂŒrdiger zu formulieren.

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Sicherheitsexperten und Verbraucherzentralen raten grundsĂ€tzlich dazu, die Absenderangaben eingehend zu prĂŒfen und im Zweifel direkt ĂŒber die bekannten, offiziellen KanĂ€le Kontakt zu den jeweiligen Einrichtungen aufzunehmen. Wer einen Betrugsversuch bemerkt, sollte diesen an die zustĂ€ndigen Stellen melden; ist bereits ein finanzieller Schaden entstanden, fĂŒhrt der Weg zur Polizei.

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