SMS-Betrug: Polizei warnt vor Bonuspunkt-Falle mit OTP-Diebstahl
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 13:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Polizeibehörde der vietnamesischen Provinz Qu?ng Ninh (Công an Qu?ng Ninh) hat eine dringende Warnung vor einer neuen Welle von SMS-Betrugsfällen herausgegeben. Kriminelle versuchen derzeit, Bankkunden durch die Vorspiegelung ablaufender Bonuspunkte zur Preisgabe sensibler Finanzdaten zu bewegen, um unberechtigte Abbuchungen vorzunehmen.
Systematische Täuschung durch zeitlichen Druck
Den Ermittlungen der Polizei zufolge nutzen die Täter eine Masche, bei der sie sich als offizielle Bankinstitute ausgeben. Die Opfer erhalten Kurznachrichten mit dem Hinweis, dass ihre gesammelten Bonuspunkte in Kürze verfallen würden.
In den untersuchten Nachrichten wurde häufig die Formulierung „?i?m th??ng s?p h?t h?n“ (Bonuspunkte laufen bald ab) verwendet. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, bei den Empfängern einen psychologischen Zeitdruck zu erzeugen, damit diese unvorsichtig handeln.
Die Kurznachrichten enthalten manipulierte Links, die die Nutzer auf gefälschte Webseiten führen. Diese Internetpräsenzen sind oft so gestaltet, dass sie den offiziellen Portalen der Kreditinstitute täuschend ähnlich sehen. Laut den Berichten der Polizei von Ende August zielt die Masche darauf ab, Nutzer zum Besuch dieser unbekannten Links zu verleiten, um dort systematisch Informationen zu stehlen.
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Diebstahl von Transaktionsdaten und OTP-Codes
Sobald ein Opfer die betrügerische Webseite aufruft, wird es dazu aufgefordert, persönliche Daten einzugeben. Im Fokus der Angreifer stehen dabei insbesondere Einmalpasswörter (OTP) sowie die CVV-Nummern von Kreditkarten.
Durch den Zugriff auf diese Sicherheitsmerkmale sind die Täter in der Lage, Transaktionen im Namen der Opfer zu autorisieren und Geldbeträge direkt zu erbeuten. Die Polizei in Qu?ng Ninh bestätigte, dass auf diesem Weg bereits erhebliche finanzielle Schäden entstanden sind.
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Neben dem unmittelbaren Diebstahl von Geldmitteln dienen die gefälschten Links laut den Ermittlungsbehörden auch dazu, allgemeine persönliche Informationen zu entwenden, die für weitere betrügerische Aktivitäten genutzt werden können.
Empfehlungen der Sicherheitsbehörden
Um sich vor diesen Angriffen zu schützen, hat die Polizei von Qu?ng Ninh einen Katalog mit Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Nutzer werden dazu aufgerufen, grundsätzlich keine Links aus SMS-Quellen anzuklicken, deren Ursprung nicht zweifelsfrei geklärt ist. Es wird dringend davon abgeraten, sensible Informationen wie OTP-Codes oder Kartenprüfnummern auf Webseiten einzugeben, die über eine Kurznachricht verlinkt wurden.
Sollten Zweifel an der Echtheit einer Nachricht bestehen, empfiehlt die Behörde, die jeweilige Bank ausschließlich über deren offizielle Kanäle zu kontaktieren. Transaktionen und Kontobewegungen sollten zudem regelmäßig über die verifizierten Apps oder Webseiten der Finanzinstitute überwacht werden.
Die Polizei rät im Verdachtsfall zu einer sofortigen Meldung bei der Hausbank, um betroffene Konten oder Karten rechtzeitig sperren zu lassen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der aktuellen Betrugswelle dauern an.
