Snapdragon, Qualcomm

Snapdragon C: Qualcomm greift Intel mit 67% Akku-Vorteil an

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 23:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Qualcomm veröffentlicht Spezifikationen des Snapdragon C für Einsteiger-Notebooks. Der Chip soll Intel-Konkurrenz deutlich übertreffen.

Qualcomm Snapdragon C: Neue Chipsatz-Details für günstige Laptops
Ein schlanker Laptop auf einem minimalistischen Schreibtisch in einem hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Halbleiterhersteller Qualcomm hat am 13. August 2026 erstmals die vollständigen technischen Spezifikationen seines neuen Snapdragon-C-Chipsatzes veröffentlicht. Die neue Plattform ist primär für das Segment der Einstiegs-Laptops konzipiert, wobei das Unternehmen Zielpreise für entsprechende Endgeräte ab etwa 300 US-Dollar anvisiert.

Mit dieser Entwicklung zielt der Konzern darauf ab, seine Präsenz im Bereich der mobilen Computer über das Premium-Segment hinaus auszuweiten und eine energieeffiziente Alternative zu bestehenden Lösungen im Niedrigpreissektor anzubieten.

Technische Architektur und Leistungsmerkmale

Der Snapdragon-C-Chipsatz basiert auf einem modernen 6-nm-Fertigungsprozess und verfügt über eine 8-Kern-Kryo-CPU, die Taktraten von bis zu 3 GHz erreicht. Unterstützt wird die Recheneinheit durch einen 2 MB großen Cache.

Für die grafische Darstellung ist eine Adreno-A643-GPU integriert, die mit einer Taktfrequenz von 900 MHz arbeitet und den Standard DirectX 12 (DX12) unterstützt.

In Bezug auf die Speicheranbindung ist das System auf dem aktuellen Stand der Technik für mobile Plattformen. Es unterstützt LPDDR5- oder LPDDR5-Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6400 MT/s. Als Massenspeicherlösung kommt der UFS-3.1-Standard zum Einsatz.

Bei der Bildausgabe unterstützt der Chipsatz über eDP 1.4 entweder eine 4K-Auflösung bei 60 Hz oder eine Full-HD-Auflösung (FHD) bei 120 Hz. Zudem ist eine Schnittstelle für USB 3.1 integriert.

Für Aufgaben im Bereich der künstlichen Intelligenz verfügt die Plattform über eine integrierte NPU mit einer Leistung von 12 TOPS. Es wurde jedoch klargestellt, dass der Chipsatz damit nicht die Anforderungen für eine Copilot+-Zertifizierung erfüllt.

Effizienzvergleich mit Wettbewerbsprodukten

Qualcomm legte bei der Vorstellung der Spezifikationen einen besonderen Schwerpunkt auf den Vergleich mit Konkurrenzprodukten, insbesondere dem Intel N250. Den Angaben des Unternehmens zufolge weise der Snapdragon C eine um 67 % schnellere Leistung im reinen Akkubetrieb auf. Zudem wurde die Energieeffizienz hervorgehoben, die laut Qualcomm etwa 2,1-fach höher liege als beim Vergleichsmodell von Intel.

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Auch in klassischen Benchmark-Kategorien beansprucht der Hersteller Vorteile für sein neues Produkt. So soll die Single-Core-Leistung um 44 % und die Multi-Core-Leistung um 24 % über den Werten des Intel N250 liegen. Diese Leistungssteigerungen bei gleichzeitig hoher Effizienz sollen es Herstellern ermöglichen, kompakte Geräte mit langen Akkulaufzeiten im unteren Preissegment zu realisieren.

Markteinführung und Systemanforderungen

Mehrere namhafte PC-Hersteller, darunter Acer, ASUS, Lenovo und HP, haben bereits angekündigt, in naher Zukunft Geräte auf Basis des Snapdragon C vorzustellen. Die allgemeine Markteinführung dieser Notebooks wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

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Ein konkretes Modell, das bereits im Rahmen der Ankündigungen genannt wurde, ist das Acer Aspire Go 15. Dieses Gerät soll zu einem Preis von etwa 562 US-Dollar (entspricht 499 Euro) angeboten werden und in der Grundausstattung über 8 GB RAM sowie einen 512 GB großen Speicher verfügen.

In Branchenkreisen wird jedoch auf eine potenzielle Diskrepanz bei den Hardwareanforderungen hingewiesen. Während Einstiegsmodelle wie das angekündigte Acer-Gerät teils mit 8 GB RAM geplant sind, setzt das Betriebssystem Windows 11 für eine optimale Ausführung zunehmend 16 GB RAM voraus. Dies könnte die Konfiguration der ersten Snapdragon-C-Laptops beeinflussen, da die Leistungsfähigkeit des Systems maßgeblich von der verfügbaren Speicherkapazität für das Betriebssystem abhängt.

Die tatsächliche Leistungsentfaltung unter realen Arbeitsbedingungen wird sich somit erst mit dem Erscheinen der ersten Seriengeräte final bewerten lassen.

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