Snowflake Summit 26: XMLA-Endpoint verbindet Power BI mit Metriken
Veröffentlicht: 03.06.2026 um 04:50 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Neue Integration ermöglicht Live-Zugriff auf geprüfte Metriken direkt aus Power BI und Excel.
Am 2. Juni 2026 stellte AtScale auf dem Snowflake Summit 26 eine neue Lösung vor, die ein grundlegendes Problem der Datenanalyse adressiert: Die Kluft zwischen zentral gepflegten Metriken und den täglich genutzten Analysewerkzeugen. Das Produkt mit dem Namen Snowflake Semantic Views XMLA Endpoint erlaubt es Unternehmen, direkt aus Microsoft Power BI und Excel auf Snowflake-Metriken zuzugreifen – ohne Daten duplizieren zu müssen.
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Das Ende der Metrik-Verwirrung
Bislang kämpften viele Unternehmen mit inkonsistenten Kennzahlen. Vertrieb und Marketing nutzten oft unterschiedliche Definitionen für denselben Begriff – mit teuren Folgen. Der neue XMLA-Endpunkt schafft hier Abhilfe, indem er eine einheitliche Quelle für Geschäftslogik bereitstellt. Nutzer können die semantische Schicht von Snowflake direkt aus ihren gewohnten Analyseumgebungen abfragen.
„KI hat das Problem der Metrik-Inkonsistenz nicht verursacht, aber sie hat es schonungslos offengelegt“, erklärte AtScale-CEO Chris Lynch. Ein privater Preview-Start des Dienstes steht unmittelbar bevor.
Snowflake Horizon Context: Mehr als nur ein Katalog
Parallel dazu führte Snowflake am selben Tag Horizon Context ein – eine neue Funktion innerhalb des Horizon Catalog. Sie bettet Geschäftslogik direkt in die Plattform ein. Das bedeutet: KI-Agenten, BI-Tools und verschiedene Anwendungen greifen künftig auf identische Definitionen zurück. Teil des Updates ist das Semantic Studio, das ebenfalls in die private Preview-Phase geht.
Weitere Player im Semantic-Governance-Ă–kosystem
Die Ankündigung von AtScale ist kein Einzelfall. Mehrere Unternehmen präsentierten auf dem Summit ähnliche Initiativen:
- Alation führte am 1. Juni Semantic Model Mastering ein – eine Funktion zur Katalogisierung und Governance semantischer Modelle als Datenprodukte. Ein spezieller Snowflake-Connector folgte am 2. Juni.
- Meta Integration Technology startete am 1. Juni die öffentliche Preview des MetaKarta Semantic Hub. Dieser Compiler soll Geschäftslogik nativ in Zielsysteme wie Snowflake Semantic Views und Power BI einspielen – ohne zusätzliche Laufzeit-Middleware. CEO Christian Bremeau sieht darin eine Antwort auf die wachsende Diskrepanz zwischen Metrik-Drift und KI-Systemen.
- ThoughtSpot erweiterte am 2. Juni seine Integration mit Snowflake Cortex AI und Semantic Views. Unternehmen können nun semantische Modelle bidirektional verwalten und ihre Datenhoheit durch eigene Snowflake-Sprachmodelle wahren.
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Infrastruktur-Updates fĂĽr die Datenzukunft
Snowflake nutzte den Summit 26 zudem für mehrere Infrastruktur-Ankündigungen. Apache Iceberg v3 und Snowflake Storage for Iceberg sind ab sofort allgemein verfügbar. Zusammen mit dem Horizon Catalog, der auf Apache Polaris basiert, ermöglichen sie eine bidirektionale Interoperabilität für Unternehmensdaten.
Weitere Neuerungen umfassen Agent Identity, Cortex Training zur Modell-Feinabstimmung sowie Zero-Copy-Integrationen für Plattformen wie SAP und Salesforce. Zu den Kunden, die diese interoperablen Daten-Frameworks bereits nutzen, zählen unter anderem Affirm, Indeed, NTT DOCOMO und Samsung Ads.
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