SoftBank: 75 Milliarden Euro für KI-Rechenzentren in Frankreich
31.05.2026 - 11:40:40 | boerse-global.deDer japanische Technologiekonzern SoftBank hat ein Investitionspaket von bis zu 75 Milliarden Euro für den Aufbau von KI-Rechenzentren in Frankreich angekündigt. Es wäre das größte Projekt dieser Art in Europa.
Die Ankündigung erfolgte am Rande des Choose-France-Gipfels und markiert eine deutliche Ausweitung der digitalen Aktivitäten des Konzerns außerhalb der USA. Ziel ist es, eine Gesamtkapazität von fünf Gigawatt (GW) für KI-Datenverarbeitung auf französischem Boden zu schaffen.
Milliarden für Nordfrankreich
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Die erste Phase des Projekts umfasst 45 Milliarden Euro für den Bau von 3,1 GW Rechenleistung in der Region Hauts-de-France. Die Fertigstellung ist bis 2031 geplant. Als Standorte hat SoftBank Dünkirchen (Loon-Plage), Bosquel und Bouchain ins Auge gefasst.
In Bouchain arbeitet der japanische Konzern mit dem französischen Energieversorger EDF zusammen – auf dem Gelände eines ehemaligen Kraftwerks. In Bosquel entsteht in Partnerschaft mit Sesterce ein 1-GW-Rechenzentrum, das 400 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen soll.
Partnerschaft mit Schneider Electric
Für die technische Umsetzung hat SoftBank eine strategische Allianz mit Schneider Electric geschlossen. Im Hafen von Dünkirchen entsteht ein Fertigungscluster für die benötigte Ausrüstung der Rechenzentren.
SoftBank-Chef Masayoshi Son begründete die Standortwahl mit Frankreichs Position als Netto-Exporteur von Strom – ein entscheidender Faktor für den energieintensiven KI-Betrieb. Die finale Entscheidung fiel nach einem Treffen Sons mit dem französischen Präsidenten im April.
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SoftBank setzt voll auf KI
Das Frankreich-Projekt ist ein zentraler Baustein in SoftBanks Neuausrichtung auf künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen. Die Dimension des 5-GW-Vorhabens unterstreicht den aggressiven Kurs des Konzerns im globalen KI-Wettbewerb. SoftBank hält derzeit rund elf Prozent an OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT.
Der Ausbau ist gestaffelt: Nach den ersten 3,1 GW bis 2031 folgt eine Erweiterung um weitere 2 GW, um das Endziel von 5 GW zu erreichen.
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