Solarflugzeug, HAP-alpha

Solarflugzeug HAP-alpha: DLR absolviert Erstflug in Magdeburg

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das DLR erprobte HAP-alpha erstmals unbemannt und plant Flüge bis 20 Kilometer. Zudem fließen über 10 Millionen Euro in Drohnensicherheit.

DLR testet Solarflugzeug HAP-alpha erfolgreich in Magdeburg
Eine weitläufige, leere Landebahn auf einem Flugplatz während der Dämmerung unter einem weiten Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Am Flughafen Magdeburg-Cochstedt hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den ersten unbemannten Testflug des Solarflugzeugs HAP-alpha erfolgreich absolviert. Wie das Zentrum in Berichten vom 3. September 2026 mitteilte, markiert dieser Flug einen entscheidenden Fortschritt in der Erprobung neuer Plattformen für die Stratosphärenforschung.

Erfolgreiche Flugerprobung in Magdeburg-Cochstedt

Während des ersten Einsatzes absolvierte die HAP-alpha einen 70-minütigen Flug. Dabei erreichte das unbemannte System eine Höhe von bis zu 180 m. Das Flugzeug zeichnet sich durch eine Leichtbauweise aus: Bei einer Spannweite von 27 m wiegt die Konstruktion lediglich 138 kg. Der Erstflug fand nach einer rund achtjährigen Entwicklungszeit statt, an der insgesamt 16 Institute des DLR beteiligt waren.

Die aktuelle Testphase dient primär dazu, die Luftfahrzeug- und Sensortechnik für künftige Missionen in der unteren Stratosphäre zu validieren. Die Forscher zielen darauf ab, das System in deutlich größeren Höhen zu stabilisieren.

Einsatzszenarien in der Stratosphäre

Für den weiteren Betrieb sind Flüge in einer Höhe von bis zu 20 km vorgesehen. In diesen Luftschichten soll die HAP-alpha Aufgaben in der Erdbeobachtung und in der Kommunikation übernehmen.

Aufgrund der solaren Energieversorgung können solche Systeme theoretisch über lange Zeiträume in der Luft bleiben. Das DLR positioniert die HAP-alpha damit als eine kostengünstigere Alternative zu herkömmlichen Satelliten, die für ähnliche Überwachungs- und Datenübermittlungsaufgaben eingesetzt werden.

Die Plattform bietet laut Projektangaben den Vorteil, flexibler auf regionale Anforderungen reagieren zu können als orbitale Systeme. Die Entwicklung der notwendigen Sensortechnik und der Flugsteuerung stand dabei im Fokus der beteiligten Forschungsinstitute.

Investitionen in Drohnensicherheit

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Flankierend zur Entwicklung von Langzeit-Flugsystemen wie der HAP-alpha baut das DLR seine Infrastruktur für unbemannte Luftfahrtsysteme weiter aus. Berichten zufolge investiert das Zentrum über 10 Millionen Euro in ein neues Technologiezentrum für Drohnensicherheit.

Diese Einrichtung soll dazu beitragen, die Integration von Drohnen und automatisierten Flugplattformen in den bestehenden Luftraum sicherer zu gestalten und technische Standards für die Branche zu entwickeln.

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Die erfolgreiche Erprobung der HAP-alpha am Standort Magdeburg-Cochstedt unterstreicht die Bedeutung des dortigen Testzentrums für die Zertifizierung und Weiterentwicklung unbemannter Luftfahrtsysteme in Deutschland. In den kommenden Monaten sollen weitere Testreihen folgen, um die Leistungsparameter des Solarflugzeugs schrittweise in Richtung der geplanten Einsatzhöhe zu steigern.

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