SolarWinds Serv-U: CISA warnt vor aktiv ausgenutzte DoS-Lücke
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 12:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat eine Sicherheitslücke in SolarWinds Serv-U in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen. Der Fehler wird derzeit aktiv von Angreifern genutzt.
Schwachstelle ermöglicht Denial-of-Service ohne Authentifizierung
Bei der als CVE-2026-28318 gelisteten Sicherheitslücke handelt es sich um eine Denial-of-Service-Schwachstelle mit einem CVSS-Score von 7,5. Angreifer können sie durch speziell präparierte POST-Anfragen auslösen – ohne sich vorher authentifizieren zu müssen. Im Fokus steht dabei die Verarbeitung des „Content-Encoding: deflate"-Headers durch die Software.
Die CISA bestätigte, dass die Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wird. Sicherheitsforscher verweisen auf die berüchtigte Cl0p-Ransomware-Bande, die in der Vergangenheit wiederholt ähnliche Lücken in Dateiübertragungssoftware für ihre Einbrüche in Unternehmensnetze genutzt hat.
Update verfügbar – Unternehmen sollten sofort handeln
SolarWinds hat einen Sicherheitspatch veröffentlicht, der in Version 15.5.4 HF1 enthalten ist. Unternehmen, die Serv-U einsetzen, sollten umgehend auf diese oder eine neuere Version aktualisieren.
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Für Organisationen, die den Patch nicht sofort einspielen können, empfehlen Sicherheitsexperten vorübergehende Maßnahmen: die Einschränkung des Netzwerkzugriffs auf die Software oder die Blockierung bestimmter „Content-Encoding"-Anfragen an der Netzwerkgrenze. Die CISA hatte Bundesbehörden bereits Mitte Juni 2026 eine Frist zur Behebung gesetzt. Angesichts der aktiven Angriffswelle gilt die Warnung nun auch explizit für die Privatwirtschaft.
Weitere kritische Lücken in Fortinet und Microsoft
Die Aktualisierung des Schwachstellenkatalogs umfasste auch andere kritische Sicherheitsprobleme. Die CISA hob zwei Schwachstellen zur Remotecodeausführung in Fortinet FortiSandbox hervor (CVE-2026-39808 und CVE-2026-25089). Regierungsbehörden wurden angewiesen, diese bis zum 19. Juli 2026 zu schließen.
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Zudem wurde eine Sicherheitslücke in Microsoft SharePoint in den Katalog aufgenommen. Der Fehler CVE-2026-58644 wurde als Zero-Day ausgenutzt und trägt mit einem CVSS-Score von 9,8 die höchste Kritikalitätsstufe. Die Aufnahme dieser verschiedenen Schwachstellen zeigt einen besorgniserregenden Trend: Angreifer zielen zunehmend auf weit verbreitete Unternehmensinfrastruktur und Kollaborationstools ab.
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