Spendensoftware: Markt wächst um 14,4% bis 2033
09.06.2026 - 19:41:41 | boerse-global.de
Immer mehr Zahlungsdienstleister entwickeln spezialisierte Angebote für religiöse und gemeinnützige Organisationen. Am heutigen Dienstag zeigt sich ein breites Spektrum an Neuerungen: von regionalen Großkampagnen bis hin zu technischen Plattform-Updates.
Günstigere Konditionen für Kirchen und Vereine
Technologieanbieter erleichtern gemeinnützigen Organisationen zunehmend die Annahme digitaler Spenden. Anfang Juni aktualisierte MosesTab seine Plattform und integrierte eine spezielle PayPal-Schnittstelle für Kirchen. Damit können diese Einrichtungen ihre Fundraising-Aktivitäten mit über 32 verschiedenen Tools verbinden und ein globales Netzwerk von mehr als 400 Millionen aktiven Konten nutzen.
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Die Gebührenstruktur zeigt einen klaren Trend zur Kostensenkung für Non-Profits. Während Standardtransaktionen mit 2,89 Prozent plus 49 Cent berechnet werden, erhalten anerkannte gemeinnützige Organisationen einen ermäßigten Satz von 1,99 Prozent plus 49 Cent – vorausgesetzt, sie nutzen spezielle Spendenfonds. Parallel dazu führt Givebutter kostenlose Automatisierungstools ein, etwa einen Generator für Spendenquittungen, der Organisationen bei der Steuerkonformität und professionellen Kommunikation mit Spendern unterstützt.
Markt für Online-Spendensoftware wächst rasant
Der nordamerikanische Markt für Online-Spendenlösungen steht vor einem deutlichen Wachstum. Branchenanalysten erwarten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 14,4 Prozent zwischen 2026 und 2033. Treiber sind sowohl Cloud-basierte als auch lokale Lösungen, die Spenderverwaltung, Eventkoordination und vielfältige Fundraising-Plattformen umfassen.
Zu den wichtigsten Akteuren zählen Unternehmen wie Fundly, OneCause und DonorsChoose. PayPal bleibt mit 26,3 Milliarden Transaktionen weltweit im Jahr 2024 der dominierende Player im Zahlungsverkehr. Doch auch andere Bereiche der digitalen Zahlungsinfrastruktur entwickeln sich weiter. So ersetzte der britische Government Digital Service kürzlich Stripe durch den niederländischen Anbieter Adyen für seinen GOV.UK Pay-Dienst. Der Dreijahresvertrag im Wert von rund 30 Millionen Euro umfasst die Migration von etwa 1.000 Diensten und führt direkte Bankzahlungsoptionen ein.
Regionale Kampagnen beweisen Wirksamkeit digitaler Plattformen
Die Effektivität integrierter digitaler Plattformen zeigt sich in hochkarätigen regionalen Kampagnen. Heute startete die Initiative NH Gives ihren 24-stündigen Spendenmarathon für über 700 Non-Profit-Organisationen in New Hampshire. Die Kampagne, die in den letzten elf Jahren mehr als 20 Millionen Euro eingesammelt hat, nutzt Matching-Challenges in Höhe von rund 740.000 Euro, um digitale Spenden zu fördern.
Weitere aktuelle Beispiele belegen die Schlagkraft von Online-Kampagnen:
- Ein Dorf in Somerset sammelte innerhalb einer Woche 35.000 Euro für eine rechtliche Auseinandersetzung gegen ein Bauprojekt – über 30.000 Euro kamen bis heute per Crowdfunding zusammen.
- Die bevorstehende Small Charity Week (22. bis 29. Juni) will mit Verdopplungsaktionen Gelder für Gemeindehilfsdienste generieren.
- Fans einer historischen Fernsehserie sammelten innerhalb von 30 Tagen über 11.800 Euro für den Erhalt des Schlachtfelds von Culloden.
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Kryptowährungen und Ratenzahlung verändern Zahlungsverhalten
Auch das breitere PayPal-Ökosystem passt sich Marktschwankungen und veränderten Verbraucherpräferenzen an. Das Angebot des PayPal-Stablecoins PYUSD schrumpfte um 31 Prozent von seinem Höchststand von 3,9 Milliarden Euro im März 2026 auf 2,7 Milliarden Euro bis heute. Trotz dieses Rückgangs baut das Unternehmen die Verfügbarkeit des Stablecoins auf 70 verschiedene Märkte aus.
Neben traditionellen Spenden und digitalen Vermögenswerten beeinflussen „Buy now, pay later“-Dienste (BNPL) die Zahlungstrends. Zwar werden diese Ratenzahlungsmodelle vor allem im Reise- und Luftfahrtsektor genutzt, um die durchschnittlichen Bestellwerte zu steigern. Doch das globale BNPL-Marktwachstum – erwartet wird ein Anstieg um rund 70 Prozent bis 2030 – deutet auf einen grundlegenden Wandel hin, wie Nutzer größere finanzielle Verpflichtungen über alle digitalen Plattformen hinweg handhaben.
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