Spielbetriebe-Razzia, Ermittler

Spielbetriebe-Razzia: Ermittler beschlagnahmen Smartphones als Beweismittel

02.06.2026 - 21:41:10 | boerse-global.de

Behörden in der Schweiz und der Türkei gehen mit Razzien gegen illegale Glücksspielringe vor. Digitale Beweise stehen im Fokus der Ermittlungen.

Spielbetriebe-Razzia: Ermittler beschlagnahmen Smartphones als Beweismittel - Bild: über boerse-global.de
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Der Fokus lag auf digitalen Beweismitteln: Smartphones und Computer wurden beschlagnahmt.

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Nachtaktion in Pfäffikon

In der Nacht auf Sonntag kontrollierte die Kantonspolizei Zürich ein illegales Geldspiellokal an der Witzbergstrasse in Pfäffikon. Der Einsatz lief im Auftrag der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) und der Staatsanwaltschaft See/Oberland.

Die Beamten stellten nicht nur Dokumente sicher, sondern gezielt auch Computer und Mobiltelefone. Zwei türkische Staatsangehörige (51 und 55 Jahre) wurden angezeigt. Die Geräte dienen nun als zentrale Beweismittel, um die Hintergründe des illegalen Betriebs zu klären.

Großrazzia in Basel

Anfang Juni führten die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt und die Kantonspolizei Basel eine Großrazzia durch. Sechs Lokale in Basel und zwei Gebäude in Riehen wurden durchsucht. Die Beamten stellten knapp 100.000 Franken Bargeld sicher.

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Der Verdacht: gewerbs- und bandenmäßige Verstöße gegen das Geldspielgesetz sowie Geldwäsche.

Türkei: 550 Polizisten im Einsatz

Parallel dazu meldeten türkische Behörden am Dienstag einen massiven Schlag gegen illegale Wettringe. Die Aktion erstreckte sich über 27 Provinzen. Rund 120 Adressen wurden durchsucht, 550 Polizeikräfte waren im Einsatz.

Auch hier spielten digitale Materialien eine entscheidende Rolle. Den Behörden zufolge wurde ein Geldfluss von etwa 10 Milliarden Türkischen Lira (TL) identifiziert. Mehr als 50.000 Personen sollen an den illegalen Wetten beteiligt gewesen sein. Justizminister Ak?n Gürlek sprach von einem erheblichen Schlag gegen kriminelle Strukturen.

Auslieferungsverfahren in Kasachstan

Die Nutzung moderner Kommunikationstechnologie für illegale Glücksspiele beschäftigt auch die internationale Justiz. In Kasachstan wurde Anfang Juni ein Auslieferungsverfahren gegen eine ehemalige Generaldirektorin eines Glücksspielunternehmens eingeleitet.

Ihr wird vorgeworfen, Teil einer Gruppe zu sein, die ein illegales Glücksspielgeschäft organisierte. Die Ermittler vermuten, dass über eine komplexe digitale Infrastruktur mehr als eine Milliarde US-Dollar aus dem Land abgezogen wurden. Die Sicherstellung von Smartphones und Computern gilt in solchen Verfahren als unerlässlich, um grenzüberschreitende Finanzströme aufzuklären.

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