Stablecoins, Fiserv

Stablecoins: Fiserv und MoneyGram starten digitale Dollar

10.06.2026 - 01:01:48 | boerse-global.de

Zahlungsdienstleister wie Fiserv und MoneyGram bringen eigene digitale Dollar auf den Markt und fordern damit die Dominanz von Tether und Circle heraus.

Fiserv, MoneyGram & Co: Etablierte Player starten eigene Stablecoins
Stablecoins - Digital connections representing Fiserv, PayPal, and Circle, symbolizing a new era of blockchain-integrated financial services. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Fiserv, MoneyGram und Co. bringen eigene digitale Dollar auf den Markt – das verändert den globalen Zahlungsverkehr grundlegend.

Die Finanzwelt erlebt einen historischen Wandel. Traditionelle Zahlungsdienstleister drängen massiv in den Kryptomarkt und kündigen eigene Stablecoins an. Der Grund: Sie wollen die milliardenschweren Cross-Border-Zahlungen revolutionieren und sich gegen die Dominanz von Tether und Circle positionieren.

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Fiserv steigt mit FIUSD in den Ring

Der Zahlungsabwickler Fiserv, der jährlich rund zwei Billionen Euro umsetzt und etwa 10.000 Finanzinstitute sowie sechs Millionen Händler betreut, gab gestern die Einführung seines eigenen Stablecoins FIUSD bekannt. Entwickelt wird die digitale Währung in Partnerschaft mit PayPal und Circle auf der Solana-Blockchain.

Die strategische Einführung beginnt mit einem Pilotprojekt für Interbanken-Abwicklungen im Juli 2026. Bis Ende des Jahres soll FIUSD dann vollständig verfügbar sein. Die Anleger reagierten begeistert: Die Fiserv-Aktie legte um mehr als sechs Prozent zu.

„Das ist ein klares Signal", kommentieren Branchenkenner. „Wenn ein Schwergewicht wie Fiserv auf Blockchain setzt, wird die Technologie endgültig im Mainstream ankommen."

MoneyGram startet eigenen Stablecoin

Nur einen Tag zuvor, am 8. Juni, zog MoneyGram nach. Der Überweisungsdienst, der rund 60 Millionen Kunden bedient, launchte seinen MGUSD-Stablecoin. Zunächst nur in den USA verfügbar, ist eine globale Ausrollung bereits geplant.

Die Besonderheit: MoneyGram setzt auf die Stellar-Blockchain und ermöglicht den Nutzern die Selbstverwahrung direkt in der App. Mehr als 70 Prozent der Transaktionen des Unternehmens laufen bereits digital – der Schritt in die Krypto-Welt ist da nur folgerichtig.

Nuvion: Das Ende der teuren SWIFT-Überweisungen?

Ein weiterer Meilenstein: Der Zahlungsdienstleister Nuvion schließt sich dem Circle Payments Network an. Das Ziel ist ambitioniert – die Ablösung traditioneller SWIFT-Überweisungen. Wer kennt sie nicht? Gebühren zwischen 25 und 65 Euro, Abwicklungszeiten von bis zu fünd Tagen.

Nuvion setzt auf nahezu sofortige USDC-Transaktionen. Branchenprognosen zufolge könnten die globalen Cross-Border-Zahlungsvolumina bis 2025 die Marke von 156 Billionen Euro überschreiten. Ein riesiger Markt, der nun neu verteilt wird.

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Visa und Mastercard mischen mit

Die Bewegung erfasst die gesamte Branche. Berichten zufolge planen auch Visa und Mastercard eigene Stablecoin-Lösungen. Gemeinsam mit Stripe und Coinbase soll sogar eine völlig neue Stablecoin-Plattform entstehen.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Der gesamte Stablecoin-Markt hat mittlerweile ein Volumen von über 325 Milliarden Euro erreicht. Die etablierten Player wollen sich ein Stück vom Kuchen sichern – und das direkt, ohne Umwege über Drittanbieter.

Circle kontert mit Bitcoin-Produkt

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Circle, einer der Platzhirsche im Stablecoin-Geschäft, brachte gestern sein eigenes neues Produkt auf den Markt: cirBTC auf dem Ethereum-Netzwerk. Der Clou: Jeder cirBTC ist eins zu eins durch echte Bitcoin in regulierter Verwahrung gedeckt.

Über Chainlinks Proof-of-Reserve können Nutzer jederzeit die Hinterlegung prüfen. Das ermöglicht Bitcoin-Besitzern, an dezentralen Finanzanwendungen teilzunehmen, ohne ihre ursprünglichen Coins verkaufen zu müssen. Ein direkter Angriff auf bestehende „Wrapped Bitcoin"-Produkte.

Die Solana Foundation bestätigte unterdessen, dass immer mehr Großunternehmen auf ihre Blockchain setzen – darunter PayPal, WorldPay, SoFi und Western Union. Der Netzwerkeffekt, so die Stiftung, sei der entscheidende Treiber für die Unternehmensadoption.

Was bedeutet das für Verbraucher? Günstigere, schnellere und grenzenlosere Zahlungen. Der Wettbewerb zwischen alten Finanzgiganten und neuen Krypto-Playern wird die Kosten drastisch senken. Und die Revolution hat gerade erst begonnen.

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