Stackit, Celonis

Stackit integriert Celonis und Snowflake: Souveräne KI auf deutscher Cloud

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 03:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schwarz Digits verknüpft Celonis und Snowflake mit Stackit und stärkt damit europäische Datenanalyse sowie KI auf souveräner Infrastruktur.

Schwarz Digits erweitert Stackit mit Celonis- und Snowflake-Lösungen
Eine moderne, minimalistische Serverraum-Umgebung mit symmetrisch angeordneten Server-Schränken auf einem Betonboden. Illustration mit AI erstellt.

Europäische Unternehmen suchen zunehmend nach Wegen, datengetriebene Anwendungen und künstliche Intelligenz auf souveränen Plattformen zu betreiben. In diesem Umfeld baut Schwarz Digits, die IT-Sparte der Schwarz Gruppe, ihr Technologieangebot weiter aus.

Auf dem Branchentreffen Cloud X Summit in Wiesbaden kündigte das Unternehmen an, die Lösungen der Softwareanbieter Celonis und Snowflake in das konzerneigene Daten- und KI-Ökosystem von Stackit einzubinden, wie das Fachportal report.at in einem Bericht vom 18. September 2026 darlegte. Die Kooperationen sollen Unternehmen erweiterte Möglichkeiten bieten, Prozess- und Datenanalysen auf einer europäischen Infrastruktur zu nutzen.

Prozessanalyse als Single-Tenant-Lösung auf deutscher Cloud

Im Rahmen der Partnerschaft mit Celonis wird die Prozessanalyse-Plattform künftig als Single-Tenant-Lösung auf der Infrastruktur von Stackit bereitgestellt. Diese Architektur gewährleistet, dass die Betriebsumgebung für jeden Unternehmenskunden getrennt isoliert bleibt, was den Vorgaben an Datensicherheit und digitale Souveränität entspricht.

Der Vertrieb dieser Lösung soll flexibel gestaltet werden: Kunden können den Dienst wahlweise direkt über Stackit, über Celonis oder über gemeinsame Partner beziehen. Begleitet wird das Projekt auf Führungsebene unter anderem von Bernd Wagner, dem Vertriebsvorstand (CSO) von Schwarz Digits, sowie Florian Schewior, dem Geschäftsführer von Celonis.

Stufenweise Integration von Snowflake und offene Datenstandards

Die Einbindung der Plattform von Snowflake in das Stackit-Ökosystem ist in mehreren Phasen angelegt. Im ersten Schritt werden die Kundendaten bei Stackit im quelloffenen Speicherformat Apache Iceberg gesichert. Zur Absicherung dieser Bestände kommt das STACKIT Key Management System zum Einsatz, das die kryptografische Verschlüsselung verwaltet.

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In einer späteren Phase streben die Partner um Jonah Rosenboom, Country Manager Deutschland bei Snowflake, und Schwarz Digits eine native Ausführung der gesamten Snowflake-KI-Datenplattform direkt auf der Stackit-Cloud an. Durch diese Architektur soll eine tiefe funktionale Integration mit den Souveränitätsstandards der europäischen Plattform verknüpft werden.

Hohe Investitionen in IT-Infrastruktur und Datenintegration

Die Erweiterung des Stackit-Angebots adressiert zentrale Prioritäten der IT-Wirtschaft im deutschsprachigen Raum. Laut der Lünendonk-Studie „Agentic AI: vom Copiloten zum Autopiloten“, für die 180 CIOs und IT-Leiter im DACH-Raum befragt wurden und über die in Berichten vom 19. September 2026 informiert wurde, planen 98 Prozent der Verantwortlichen in den kommenden zwei Jahren Investitionen in Datenqualität und Datenintegration. 94 Prozent stellen Mittel für Orchestrierungsplattformen und IT-Infrastruktur bereit, während jeweils 87 Prozent Investitionen in die digitale Befähigung sowie in KI-Compliance vorsehen.

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Zugleich gehen 73 Prozent der Befragten nicht davon aus, dass bestehende Anwendungen abgelöst werden. Dies unterstreicht die Notwendigkeit von Ökosystemen, die etablierte Spezialanwendungen einbinden.

Obwohl 96 Prozent der befragten Führungskräfte Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen durch moderne Daten- und KI-Systeme erwarten, berichteten 66 Prozent, dass bislang weniger als ein Viertel ihrer Pilotprojekte den Schritt in den regulären Produktivbetrieb gemeistert hat. Die Bündelung von Analysewerkzeugen auf einheitlichen Infrastrukturen soll dabei helfen, diese Umsetzungslücke zu schließen.

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