TodesfÀlle, Zecken

19 TodesfÀlle wegen Zecken

29.04.2025 - 10:39:54 | dpa.de

Steigende Temperaturen locken die Menschen ins Freie - wo man auch auf Zecken treffen kann. Sie können im Wesentlichen zwei Krankheiten ĂŒbertragen. Nur gegen eine gibt es eine Impfung.

Ein Gemeiner Holzbock unter einem Mikroskop. (Archivbild) - Foto: Marijan Murat/dpa

Zecken bringen in Deutschland jĂ€hrlich mehrere Tausend Menschen ins Krankenhaus, 19 Patienten sind 2023 an zwei durch Zecken verursachte Infektionskrankheiten gestorben. Die Zahlen fĂŒr die vollstationĂ€ren Klinikaufenthalte sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts in den vergangenen 20 Jahren in Summe weitgehend stabil geblieben, schwanken von Jahr zu Jahr aber stark. 

FSME und Borreliose

Zecken ĂŒbertragen in Deutschland vor allem zwei Infektionskrankheiten: FrĂŒhsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. FSME wird von Viren verursacht, dagegen kann man sich impfen lassen. Borreliose wird von Bakterien ausgelöst, dagegen existiert keine Impfung. 

600 Krankenhausaufenthalte und 9 TodesfÀlle wegen FSME

Gut 600 Patientinnen und Patienten wurden der Statistik zufolge 2023 in Deutschland wegen FSME im Krankenhaus behandelt. Neun Menschen starben durch die dadurch verursachte EntzĂŒndung des Gehirns und der HirnhĂ€ute. 

«Die Zahl der stationĂ€ren FSME-Behandlungen ist binnen 20 Jahren tendenziell etwas gestiegen, wobei die jĂ€hrliche Schwankung hoch ist», berichteten die Statistiker. «Der Höchstwert der vergangenen 20 Jahre lag im Corona-Jahr 2020, als knapp 900 Patientinnen und Patienten mit der Hauptdiagnose FSME im Krankenhaus behandelt wurden.» Die StĂ€ndige Impfkommission empfiehlt die FSME-Impfung fĂŒr Menschen, die in FSME-Risikogebieten leben und mit Zecken in Kontakt kommen können. Die umfassen vor allem Bayern, Baden-WĂŒrttemberg sowie Teile von Hessen, ThĂŒringen und Sachsen aber auch einzelne Landkreise anderer BundeslĂ€nder.

5.400 Krankenhausaufenthalte und 10 TodesfÀlle wegen Borreliose

Knapp 5.400 Patientinnen und Patienten wurden der Statistik zufolge 2023 wegen Borreliose im Krankenhaus behandelt. Zehn Menschen starben aufgrund der Erkrankung. «Die Zahl der Borreliose-Behandlungen ist binnen 20 Jahren etwas gesunken. 2003 waren es knapp 7.600», so das Statistische Bundesamt.

Im Erkrankungsfall erscheint als erstes Symptom oft eine grĂ¶ĂŸer werdende Rötung um die Einstichstelle herum. Borreliose ist mit einer zweiwöchigen Antibiotika-Gabe im frĂŒhen Stadium gut behandelbar. Der Erreger kann sich aber bei einer im FrĂŒhstadium nicht behandelten Infektion auf andere Gewebe und Organe ausbreiten und irreparable LangzeitschĂ€den verursachen. SpĂ€tformen können Monate oder sogar Jahre nach dem Zeckenstich auftreten.

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