Stellantis, Wayve

Stellantis und Wayve: KI-Fahrassistent soll 2028 in Nordamerika starten

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 19:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Partner wollen ihre KI-gestützte Fahrhilfe zuerst in Nordamerika einführen und Entwicklungszeiten sowie Kosten senken.

Stellantis und Wayve planen Fahrassistenzsystem für 2028
Eine leere, moderne Autobahn bei Dämmerung mit klaren Fahrbahnmarkierungen. Illustration mit AI erstellt.

Der Automobilkonzern Stellantis und das KI-Unternehmen Wayve visieren das Jahr 2028 für den ersten kommerziellen Einsatz ihres gemeinsamen Fahrassistenzsystems an.

Die Markteinführung des Systems, das freihändiges Fahren von Tür zu Tür nach Level 2++ auf Autobahnen und im Stadtverkehr ermöglicht, soll zunächst in Nordamerika erfolgen. Dies gaben die Unternehmen auf der Veranstaltung Wave by Vento 2026 in Turin bekannt, wo Entwicklungsfahrzeuge der Modelle Fiat 500e und Maserati Grecale die Technologie im Live-Betrieb demonstrierten.

Das System kombiniert die Software des Wayve AI Driver mit der konzerneigenen Plattform STLA AutoDrive von Stellantis.

Schnelle Integration und kartenlose Software

Die technische Zusammenführung der Software mit den beiden Entwicklungsfahrzeugen bis hin zu Tests auf öffentlichen Straßen gelang beiden Unternehmen innerhalb von unter vier Wochen. Der Fiat 500e und der Maserati Grecale stellen nach dem Jeep Grand Cherokee, dessen Einbindung Anfang 2026 erfolgte, die weiteren Trägerfahrzeuge dieser Kooperation dar.

Technologisch setzt der AI Driver von Wayve auf einen Ansatz der sogenannten End-to-End-Embodied-AI. Die Software operiert ohne hochauflösende HD-Karten, verzichtet auf manuell programmierte Verhaltensregeln und benötigt keine spezialisierte Zusatzhardware.

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Die gemeinsame KI-Basis soll zudem als Fundament für künftige, Level-4-fähige Plattformen für fahrerlose Mobilitätsdienste dienen, wobei beide Stufen separat voneinander validiert werden sollen. Wayve-Chef Alex Kendall äußerte sich vor Ort zum aktuellen Fortschritt der Partnerschaft und betonte den Reifegrad des technologischen Modells.

Kostensenkung und markenspezifische Anpassung

Für Stellantis fügt sich das Vorhaben in die langfristige Strategie FaSTLAne 2030 ein. Unternehmenschef Antonio Filosa erklärte in Turin, dass die Zusammenarbeit mit Wayve dazu beitragen könne, sowohl die Entwicklungszeiten als auch die Kosten für moderne Fahrerassistenzsysteme spürbar zu reduzieren.

Bei Stellantis liegt die reguläre Entwicklungsdauer für entsprechende Systeme derzeit bei rund 24 Monaten. Eine breite Skalierung gelte als Voraussetzung, um freihändiges Fahren für Kundinnen und Kunden bezahlbar zu gestalten.

Trotz einer einheitlichen Softwarearchitektur soll der jeweilige Markencharakter erhalten bleiben. Für Fahrzeuge der Marken Jeep, Fiat, Peugeot und Maserati lässt sich die Fahrcharakteristik auf Basis desselben KI-Kerns individuell anpassen.

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Startfokus auf Nordamerika

Dass der Rollout im Jahr 2028 zunächst in Nordamerika anlaufen soll, hängt auch mit den Rahmenbedingungen auf den Zielmärkten zusammen. Während für Nordamerika bereits konkrete Pläne vorliegen, arbeiten die europäischen Regulierungsbehörden noch an der Harmonisierung der Zulassungsvorschriften für derartige Assistenzsysteme.

Für Wayve markiert die Kooperation einen weiteren Schritt bei der Etablierung seiner Software in der Automobilindustrie. Neben Stellantis arbeitet das Unternehmen bereits mit den Herstellern Nissan und Mercedes zusammen.

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