Stellantis und Wayve: KI-System für freihändiges Fahren startet 2028
Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 00:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Automobilkonzern Stellantis geht eine Partnerschaft mit dem britischen Technologieentwickler Wayve ein. Ziel der Kooperation ist es, KI-gesteuerte Assistenztechnologie für das freihändige Fahren in künftige Fahrzeugmodelle zu integrieren. Ein erster Marktstart für die Serienanwendung ist für das Jahr 2028 vorgesehen.
Schnelle Systemintegration und Praxistests in Turin
Technologisch verbindet die Zusammenarbeit den Wayve AI Driver mit dem hauseigenen System STLA AutoDrive von Stellantis. Die technische Umsetzung zeigte sich bereits in der Praxis: Am 9. Oktober 2026 demonstrierten die Partner das KI-basierte, überwachte freihändige Fahren der Stufe Level 2++ in Turin in einem Fiat 500e sowie einem Maserati Grecale. Zuvor war das System bereits in einem Jeep Grand Cherokee vorgeführt worden.
Die Implementierung der Technologie in die Entwicklungsfahrzeuge von Fiat und Maserati gelang nach Angaben der Beteiligten in unter 4 Wochen. Für die Serienreife peilt Stellantis den ersten Launch der Technologie für 2028 in Nordamerika an. Konkrete Angaben zu geplanten US-Modellen, Preisen oder etwaigen Abonnementmodellen liegen bislang nicht vor.
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Investorenrolle und gemeinsame Robotaxi-Entwicklung
Die Verbindung zwischen beiden Unternehmen beschränkt sich nicht auf Entwicklungsaufträge. Stellantis ist neben anderen Automobilherstellern wie Mercedes-Benz und Nissan auch als Investor an Wayve beteiligt. Über die Integration in Privatfahrzeuge hinaus kooperieren Stellantis, Wayve und Uber zudem bei der gemeinsamen Entwicklung autonomer Robotaxis.
Verankerung im Strategieplan FaSTLAne 2030
Das Engagement mit Wayve ist Teil einer breit aufgestellten Technologieoffensive des Konzerns. Stellantis kooperiert zusätzlich mit Qualcomm bei Technologien wie dem Snapdragon Digital Chassis und dem Ride Pilot. Systeme des Spezialisten Mobileye sollen nach einer Ankündigung aus dem Juli ab 2027 in ausgewählten Stellantis-Fahrzeugen zum Einsatz kommen.
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Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen weitere Projekte im Bereich der autonomen Mobilität. In Luxemburg betreibt Stellantis gemeinsam mit Pony.ai ein Testprogramm auf Basis der konzerneigenen L4-Ready-Plattform. Zusammen mit dem Fahrdienstleister Bolt und der Métropole du Grand Paris ist ein autonomes Mobilitätsprojekt im Großraum Paris geplant, dessen Beginn für 2028 vorgesehen ist; kommerzielle Dienste werden dort bis 2030 erwartet.
Finanziell untermauert werden die Vorhaben durch den Strategieplan FaSTLAne 2030. Dieser umfasst Investitionen in Höhe von insgesamt 60 Mrd. Euro. Davon fließen über 24 Mrd. Euro gezielt in globale Plattformen, Antriebe und Technologien wie STLA One, STLA Brain, STLA SmartCockpit und STLA AutoDrive.
