Sterblichkeit: 15 Minuten tÀgliches Gehen senkt Risiko um 20%
28.05.2026 - 10:19:26 | boerse-global.deGleichzeitig kritisieren Experten veraltete ErnĂ€hrungsempfehlungen. Eine Reihe aktueller Studien aus dem Mai 2026 liefert neue Erkenntnisse fĂŒr die PrĂ€vention chronischer Krankheiten.
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Falsche ErnĂ€hrung als Risikofaktor fĂŒr die Lunge
Eine Studie von Helmholtz Munich zeigt: Eine fett- und zuckerreiche ErnĂ€hrung treibt die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) wesentlich an. Adipokine aus dem Fettgewebe schĂ€digen die LungenblĂ€schen. Das Risiko steigt durch den Lebensstil um das Siebenfache â im Vergleich zu einer genetischen Veranlagung, die das Risiko nur um das 2,6-Fache erhöht. In Deutschland gelten derzeit rund 70 Prozent der COPD-FĂ€lle als unerkannt.
Parallel dazu ĂŒbte ErnĂ€hrungsexperte Sven-David MĂŒller am World Digestive Health Day Ende Mai 2026 scharfe Kritik an bestehenden ErnĂ€hrungsrichtlinien. Die seit den 1970er-Jahren propagierte Low-Fat-Politik bezeichnete er als gescheitertes Experiment. Laut dem Fachgremium FEBPH gibt es keinen gesicherten Zusammenhang zwischen dem Gesamtfettkonsum und Herzkrankheiten. Auch die Empfehlung zum eingeschrĂ€nkten Eierkonsum geriet ins Wanken: Der Prosperity Trial aus dem Jahr 2024 zeigte, dass zwölf Eier pro Woche das Lipidprofil nicht negativ beeinflussen.
Bewegung senkt Sterblichkeit und Blutdruck
Eine Analyse des American Journal of Preventive Medicine aus dem Jahr 2025 untermauert die Bedeutung regelmĂ€Ăiger AktivitĂ€t. Basierend auf Daten von 85.000 Probanden senkt bereits ein zĂŒgiges Gehen von 15 Minuten pro Tag die Gesamtsterblichkeit um fast 20 Prozent. Wer die tĂ€gliche AktivitĂ€t von 4.000 auf 8.000 Schritte steigert, reduziert das Sterberisiko nach zehn Jahren um fast 50 Prozent. Bei 12.000 Schritten liegt die Reduktion bei ĂŒber 60 Prozent.
Eine im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Meta-Analyse untersuchte die Wirkung verschiedener Trainingsarten auf den Blutdruck. Ein kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining senkte den systolischen Wert um 6,18 mmHg und den diastolischen um 3,94 mmHg. Hochintensives Intervalltraining (HIIT) erzielte eine Senkung um 5,71 zu 4,64 mmHg. FĂŒr den Erhalt der Muskulatur empfehlen Fachleute ab einem Alter von etwa 30 bis 35 Jahren gezieltes Krafttraining â sonst droht der Abbau weiĂer Muskelfasern.
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Timing ist alles: Intervallfasten und Supplemente
Neue Daten zum Intervallfasten zeigen: Der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme beeinflusst den Fettstoffwechsel maĂgeblich. Eine SekundĂ€ranalyse der ChronoFast-Studie aus dem Jahr 2025 ergab, dass ein frĂŒhes Essensfenster zwischen 8:00 und 16:00 Uhr zu einer Abnahme von 103 Lipidarten im Körper fĂŒhrte. Ein spĂ€teres Zeitfenster zwischen 13:00 und 21:00 Uhr zeigte hingegen keine derartigen VerĂ€nderungen.
Im Bereich der NahrungsergĂ€nzung steht Kreatin im Fokus. Experten betonten im Mai 2026, dass Kreatin-Monohydrat die Leistung bei Schnellkrafttraining steigern kann â bei einer tĂ€glichen Einnahme von drei Gramm. Auch grĂŒner Tee macht Hoffnung: Die Kombination aus Koffein und Catechinen steigert den Kalorienverbrauch um drei bis vier Prozent. Das entspricht etwa 60 bis 80 Kilokalorien pro Tag.
Medikamente als Option bei starkem Ăbergewicht
FĂŒr Patienten mit starkem Ăbergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen rĂŒcken GLP-1-Rezeptoragonisten weiter in den Fokus. Eine im November 2025 in Nature Medicine veröffentlichte Datenbankstudie belegt: Die Wirkstoffe senken das Gewicht innerhalb eines Jahres um 10 bis 20 Prozent. Zudem reduziert sich das Risiko fĂŒr Herzinfarkte und SchlaganfĂ€lle. Die Autoren nennen als mögliche Ursachen die Reduktion von EntzĂŒndungsprozessen und direkte Effekte auf die GefĂ€Ăe. Allerdings weisen sie auch auf Nebenwirkungen wie Ăbelkeit oder den Verlust von Muskelmasse hin.
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