Stoßwellentherapie, Hoffnung

Stoßwellentherapie: Neue Hoffnung bei Alzheimer und Parkinson

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 13:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Zentrum in Weiden bietet TPS bei neurologischen Erkrankungen an; Studien berichten über motorische Effekte und keine schweren Nebenwirkungen.

Stoßwellentherapie in Weiden erweitert Angebot auf Neurologie
Ein minimalistischer, heller Behandlungsraum in einer medizinischen Einrichtung mit einem hochwertigen Behandlungsstuhl. Illustration mit AI erstellt.

Das Süddeutsche Zentrum für Stoßwellentherapie® Weiden unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Schuh und Dr. Inge Unterpaintner hat sein medizinisches Behandlungsangebot auf den Bereich der Neurologie ausgeweitet.

Während die extrakorporale Stoßwellentherapie bisher vorwiegend in der Orthopädie zur Behandlung von chronischen Schmerzen und Entzündungszuständen zum Einsatz kam, rückt nun die Anwendung bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems in den Fokus der Praxis.

Fachärztliche Erweiterung und Indikationsspektrum

Um der fachspezifischen Ausrichtung auf neurologische Krankheitsbilder gerecht zu werden, wurde das Team des Zentrums verstärkt. Die Neurologin Dr. Cornelia Radeck ist bereits seit Januar in der Einrichtung tätig. Mit dieser personellen Erweiterung ist das Zentrum in der Lage, die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) als Behandlungsoption anzubieten.

Das Anwendungsspektrum umfasst verschiedene schwerwiegende neurologische Diagnosen. Dazu zählen insbesondere die Alzheimer-Erkrankung sowie die vaskuläre Demenz. Auch bei Patienten mit Morbus Parkinson, nach einem Schlaganfall oder bei Betroffenen einer Post-Covid-Fatigue kommt das Verfahren zum Einsatz. Die Behandlung zielt darauf ab, die neurologischen Funktionen durch gezielte Schallimpulse zu adressieren.

Anzeige

Wenn die Vergesslichkeit im Alltag zunimmt, suchen viele Betroffene und Angehörige nach einer ersten Einordnung der Symptome. Dieser kostenlose Selbsttest bietet Ihnen in nur zwei Minuten eine diskrete Einschätzung zu möglichen Demenz-Anzeichen. Jetzt kostenlosen Demenz-Selbsttest starten

Behandlungsprotokoll und therapeutische Zielsetzung

Wie das Zentrum betont, stellt die Stoßwellentherapie im neurologischen Bereich keine Heilungsmethode für die zugrunde liegenden degenerativen Prozesse dar. Die Zielsetzung der medizinischen Intervention liegt vielmehr in der Stabilisierung des aktuellen Zustands sowie einer möglichen Verzögerung des Krankheitsfortschritts.

Für die Durchführung der Therapie wurde ein festes Protokoll etabliert. Dieses sieht insgesamt sechs Sitzungen vor, die eine Dauer von jeweils 30 Minuten haben. Die gesamte Behandlungsserie wird innerhalb eines Zeitraums von zwei bis drei Wochen absolviert. Pro Sitzung werden 6000 Pulse appliziert, um die gewünschten therapeutischen Effekte im Hirngewebe zu stimulieren.

Anzeige

Wer seine geistige Fitness proaktiv unterstützen möchte, kann neben medizinischen Behandlungen auch gezielte Übungen im Alltag einsetzen. Dieser kostenlose Ratgeber stellt Ihnen elf praktische Methoden vor, um Ihre Konzentration und Gedächtnisleistung nachhaltig zu stärken. Kostenlosen Ratgeber für Gehirntraining anfordern

Aktueller Stand der klinischen Forschung

Die Integration der Stoßwellentherapie in die Neurologie wird durch aktuelle wissenschaftliche Daten gestützt, wie aus Berichten vom September 2026 hervorgeht. Eine klinische Studie befasste sich beispielsweise mit der Wirksamkeit der Transkraniellen Pulsstimulation bei Parkinson-Patienten.

In dieser Untersuchung erhielten 20 Probanden insgesamt zehn TPS-Sitzungen innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen. Die Ergebnisse dieser Studie deuteten auf motorische Verbesserungen hin, wobei keine schweren Nebenwirkungen bei den Teilnehmern festgestellt wurden.

Darüber hinaus liegen fundierte Erkenntnisse zur extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) in der Rehabilitation nach Schlaganfällen vor. Eine umfassende Übersichtsarbeit von Jung-Ho Lee und Eun-Ja Kim wertete in diesem Zusammenhang 33 verschiedene Studien aus.

Die Autoren der Arbeit bewerteten die Methode als sicher und bezeichneten sie als vielversprechenden Ansatz für die neurologische Nachsorge. Diese Forschungsergebnisse unterstreichen das Potenzial der Technologie über die klassische Orthopädie hinaus.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70131706 |