Südkorea, Soldaten

Südkorea: 5.700 Soldaten testen Laufroboter bei Landungsübung

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 04:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bei der Übung in Pohang erprobt Südkorea Laufroboter und weitere unbemannte Systeme. Parallel wachsen internationale Beschaffungsprogramme.

Südkorea testet Laufroboter bei großer amphibischer Landungsübung
Eine menschenleere, felsige Küstenlandschaft am Morgen unter einem bewölkten Himmel in der Nähe von Pohang. Illustration mit AI erstellt.

Das südkoreanische Marine Corps und die südkoreanische Marine setzen im Rahmen einer divisionsstarken amphibischen Landungsübung in Pohang mehrbeinige Laufroboter für Aufklärungsmissionen ein.

Das Manöver im rund 270 Kilometer südöstlich von Seoul gelegenen Übungsgebiet begann am 10. September 2026 und läuft bis zum 19. September 2026. Am 15. September 2026 bereiteten Marinesoldaten an der Küste von Dokseok-ri den Aufklärungseinsatz der vierbeinigen Systeme vor.

Unbemannte Systeme bei der Landeoperation in Pohang

Wie südkoreanische Medien am 16. September 2026 berichteten, nehmen rund 5.700 Soldaten von Heer, Marine, Luftwaffe und Marine Corps an der Übung teil. In der Ortschaft Songna-myeon kamen neben den mehrbeinigen Laufrobotern auch Kamikaze-Drohnen und Störsender zum Einsatz. Während der Operationsphase an der Küste von Dokseok-ri erfolgte zudem erstmals ein Scharfschuss mit Minenräumschnüren (MICLIC) unter Verwendung von Übungsmunition auf See.

Zu den beteiligten Plattformen gehören das 14.000 Tonnen verdrängende amphibische Landungsdockschiff ROKS Marado, amphibische Angriffsfahrzeuge des Typs KAAV, Transporthubschrauber des Typs MUH-1, Seefernaufklärer P-8A, Kampfflugzeuge vom Typ FA-50, C-130-Transportflugzeuge sowie AH-64E-Kampfhubschrauber.

Unbemannte Überwasserschiffe wurden bereits in der ersten Angriffswelle eingesetzt, während Frachtdrohnen und unbemannte Schiffe den Nachschub übernahmen.

Beschaffungsprogramme für unbemannte Bodensysteme und Aufklärungsdrohnen

Parallel zu den Manövern in Ostasien treiben Streitkräfte weltweit die Beschaffung autonomer Systeme voran. Das britische Verteidigungsministerium vergab laut einer Mitteilung vom 16. September 2026 einen Auftrag über bis zu 400 Millionen Pfund für Tekever AR5 Langstrecken-Aufklärungsdrohnen.

Die Bestellung umfasst zunächst 6 Einheiten und soll bis 2029 auf bis zu 24 Systeme anwachsen, die in Swindon gefertigt werden und das seit 2014 genutzte Watchkeeper-System ersetzen.

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Während in Pohang rund 5.700 Soldaten mit mehrbeinigen Laufrobotern, Kamikaze-Drohnen und unbemannten Überwasserschiffen eine divisionsstarke Landung üben, vergibt das britische Verteidigungsministerium Aufträge über bis zu 400 Millionen Pfund und die US-Armee lädt vier Anbieter zur Truppenerprobung. Wer in dieser Beschaffungswelle bestehen will, braucht Klarheit über Anforderungen, Zeitfenster und Skalierungspfade — bevor die Konkurrenz die Ausschreibungen besetzt. Kostenlosen UGV-Beschaffungsreport anfordern

Das Ministerium bezifferte den Beschäftigungseffekt auf über 1.000 Arbeitsplätze bis 2030. Separat investiert das Ministerium 16 Millionen Pfund in 1.025 Kleindrohnen, aufgeteilt auf 245 FOXE-NATO-, 670 Skydio X10- und 110 SONORA-Drohnen.

In den USA erhielt American Rheinmetall über die Defense Logistics Agency mit ADS Inc. als Generalunternehmer einen Auftrag des US Marine Corps im Wert von 7,28 Millionen US-Dollar. Dieser umfasst 12 unbemannte Bodensysteme vom Typ Mission Master SP UGV sowie 5 amphibische Rüstungssätze für das Marine Corps Warfighting Laboratory. Der Auftragsbestand des Rheinmetall-Konzerns lag zum 30. Juni 2026 bei 80,5 Milliarden Euro.

Für das Beschaffungsvorhaben EABC der US-Armee wählte das Militär IDV USA (Leonardo) als einen von vier Teilnehmern aus. IDV bietet das sechsrädrige VIKING UGV mit 750 Kilogramm Nutzlast, bis zu 30 Kilometern elektrischer sowie über 300 Kilometern hybrider Reichweite und maximal 45 km/h Geschwindigkeit an.

Neben IDV nehmen Caterpillar, Forterra und Overland AI teil, wobei Overland AI in der vorangegangenen Woche einen Auftrag über 20 Millionen US-Dollar erhalten hatte.

Eine Truppenerprobung ist für Anfang 2027 angesetzt. In Großbritannien unterzeichneten Babcock und Ark Robotics eine Absichtserklärung zur Prüfung einer lokalen Fertigung des A1-UGV, das über 20 Kilometer Reichweite und 15 Kilogramm Traglast verfügt.

Investitionen in Schwarmtechnologie, Übernahmen und Drohnenabwehr

Auch bei vernetzten Systemen und Abwehrmitteln vermeldet die Rüstungsbranche Fortschritte. Das US-Unternehmen Swarmer kündigte die vollständige Übernahme von Ratel Robotics für bis zu 224 Millionen US-Dollar in bar und Aktien an; der Abschluss wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

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Der Sprung vom Prototyp zur Serie bleibt die teuerste Lücke in der militärischen Robotik: Rheinmetall liefert zunächst nur 12 Mission Master SP an das US Marine Corps, IDV und drei weitere Anbieter stehen erst am Anfang der EABC-Bewertung, und das A1-UGV wird in Großbritannien bisher nur auf Fertigungstauglichkeit geprüft. Dieser Report zeigt, wie Sie Anforderungen so definieren, dass aus Demonstratoren belastbare Serienaufträge werden. Skalierungs-Checkliste für UGV-Programme sichern

Das britische Forschungsinstitut Dstl übergab die erste Phase des Software Defined Swarms Concept Demonstrator an die britische Armee, die zuvor achtwöchige Tests mit einem acht Drohnen umfassenden Versuchsverband abschloss. In Pakistan unterzeichnete das US-Unternehmen Powerus eine Absichtserklärung mit der dortigen Armee über Energiesysteme für unbemannte Plattformen.

Im Bereich der Drohnenabwehr meldete DroneShield, dass sein System DroneSentry-X Mk2 nach einem im Juni 2026 geschlossenen Vertrag über bis zu 24,9 Millionen australische Dollar rund 80 Tage nach Auftragsvergabe die anfängliche Einsatzbereitschaft auf US-Infanteriefahrzeugen erreichte.

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