Süßigkeiten bei Diabetes: Pawel Baranow rät zu Zuckerersatzstoffen
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 17:02 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn der Ernährungsberatung für Menschen mit Diabetes mellitus galt lange Zeit der strikte Verzicht auf Süßwaren als zentrale Leitlinie. Fachleute differenzieren diese pauschale Annahme jedoch zunehmend.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ria.ru vom 21. Oktober 2026 betont der Endokrinologe Pawel Baranow von der Russischen Vereinigung der Endokrinologen, dass Süßigkeiten bei einer Diabetes-Erkrankung keineswegs generell kontraindiziert seien.
Vielmehr hänge die Einordnung vom jeweiligen Diabetestyp ab, da sich die zugrundeliegenden Ursachen und Mechanismen der Stoffwechselstörung wesentlich voneinander unterscheiden.
Differenzierung nach Diabetestyp und Stoffwechselmechanismen
Die physiologischen Abläufe im Körper variieren je nach Form der Erkrankung erheblich. Aus diesem Grund lasse sich laut Baranow keine einheitliche Verbotsregel für alle Betroffenen aufstellen. Während bei einigen Formen die körpereigene Insulinproduktion gestört oder vollständig eingestellt ist, liegt bei anderen eine verminderte Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Hormon vor.
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Wer seinen Blutzuckerspiegel aufmerksam kontrolliert und im Blick behält, muss dem Mediziner zufolge nicht vollständig auf Süßes verzichten. Baranow rät in diesem Zusammenhang dazu, gezielt auf Desserts zurückzugreifen, die auf Basis von Zuckerersatzstoffen hergestellt werden. Auf diese Weise könne der Genuss von Süßspeisen ermöglicht werden, ohne die Glukosewerte im Blut unkontrolliert ansteigen zu lassen.
Empfehlungen für die eigene Zubereitung
Ein zentraler Aspekt im Umgang mit Süßspeisen liegt in deren Zusammensetzung. Um die Kontrolle über die Inhaltsstoffe zu behalten, empfiehlt Baranow Betroffenen, entsprechende Nachspeisen nach Möglichkeit selbst zuzubereiten. Bei der häuslichen Zubereitung lasse sich der Gehalt an Fetten konsequent minimieren.
Darüber hinaus gelte es, herkömmlichen Haushaltszucker vollständig durch geeignete Ersatzstoffe auszutauschen. Ein weiterer Schritt bestehe darin, besonders kalorienreiche Zutaten in Rezepten systematisch durch leichtere Alternativen zu ersetzen. Durch diese Anpassungen könne das Nährwertprofil von Süßspeisen so modifiziert werden, dass es mit den Anforderungen einer diabetesgerechten Ernährung vereinbar bleibt.
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Marktangebote und Alternativen im Alltag
Neben der eigenen Zubereitung bietet auch der Lebensmitteleinzelhandel mittlerweile Optionen für betroffene Personen. Wie Baranow hervorhebt, existieren auf dem Markt zuckerfreie Desserts, die industriell auf der Basis von Zuckerersatzstoffen produziert werden.
Als ein konkretes Beispiel für eine gut geeignete Option nennt der Endokrinologe Gelee. Solche Alternativen erlauben es Personen mit Diabetes, Desserts in den Speiseplan zu integrieren, sofern die Auswahl auf die jeweiligen individuellen Stoffwechselanforderungen und die kontinuierliche Überwachung des Blutzuckers abgestimmt bleibt.
