Super El Niño 2026: Ernährungswissenschaftler raten zur Notfallbevorratung
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 17:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Angesichts von Warnungen vor einem bevorstehenden extremen Wetterphänomen raten Fachleute zur gezielten Bevorratung von Lebensmitteln. Die Ernährungswissenschaftler Kirwan und Close von der Liverpool John Moores University haben in einem Beitrag für die Plattform The Conversation dazu aufgerufen, Reserven für einige Wochen anzulegen. Hintergrund sind Prognosen über ein sich verstärkendes Phänomen namens Super El Niño, das die weltweite Versorgung beeinträchtigen könnte.
Empfohlene Lebensmittel und Trinkwasservorräte
Für die Notfallvorsorge listen Kirwan und Close eine Auswahl nährstoffreicher und lange haltbarer Nahrungsmittel auf. Zu den Kernbestandteilen zählen Konserven wie Huhn, Steak, Fleischbällchen, Sardinen in Tomatensauce sowie Bohnen und Gemüsekonserven.
Ergänzt wird die Liste durch H-Milch, Vollkornreis, Vollkornpasta, Haferbrei, Couscous, Mikrowellen-Reis und Nüsse. Zudem empfehlen die Forscher Multivitaminpräparate sowie einen Vorrat an Trinkwasser von 3 bis 4 Litern pro Person und Tag.
Auch die britische Defra-Ministerin Eagle rief laut Medienberichten dazu auf, wegen des erwarteten Super El Niño Nahrungsmittel einzulagern. Eine solche Bevorratung diene dazu, die Zeit bis zum möglichen Eintreffen von Rettungskräften in Krisenlagen sicher zu überbrücken.
Meteorologische Warnungen vor extremen Wetterlagen
Nach Angaben der US-Wetterbehörde NOAA besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für einen starken El Niño gegen Ende des Jahres 2026. Das Phänomen wird mitunter auch als Super El Niño oder El Niño Godzilla bezeichnet. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) warnt ihrerseits davor, dass El Niño in diesem Jahr zu besonders extremer Hitze, Dürren sowie folgenschweren Überschwemmungen führen könnte.
Fachleute raten angesichts der Warnungen vor einem extremen Wetterphänomen dazu, Lebensmittelreserven für einige Wochen anzulegen. Wer nicht raten will, welche Konserven, Getreide und Wasser mengen wirklich sinnvoll sind, findet hier eine konkrete Liste und einen Plan pro Person. Kostenlosen Notfall-Vorratsplan anfordern
Laut einem WMO-Bericht zur Lage der globalen Wasserressourcen sind die weltweiten Süßwasservorräte bereits seit dem Zeitraum 2014 bis 2016 rückläufig. Das Jahr 2025 zählte demnach zu den trockensten Jahren für Flussläufe seit 35 Jahren, wobei 36 Prozent der weltweiten Einzugsgebietsflächen unterdurchschnittliche Abflüsse verzeichneten.
Zudem schmolzen im Jahr 2025 weltweit 408 Gigatonnen Gletschereis ab, was den vierten Verlustrekord in Folge markierte und für sich genommen zu einem Meeresspiegelanstieg von 1,1 Millimetern beitrug. In den Jahren 2023 bis 2025 summierten sich die Gletscherverluste auf rund 1400 Gigatonnen, während der Grundwasserspiegel in Teilen Mittel- und Osteuropas unter der Norm lag.
Globale Auswirkungen und Reaktionen der Verbraucher
Die humanitären Folgen starker Wetteranomalien gelten als erheblich. Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt davor, dass Dürren, Ernteausfälle und anziehende Lebensmittelpreise Dutzende Millionen Menschen in eine akute Hungersnot stürzen könnten. Bereits das El-Niño-Ereignis der Jahre 2015 und 2016 hatte Dutzende Millionen Menschen in Mitleidenschaft gezogen.
Berichten zufolge betreffen die Risiken unter anderem die Reisproduktion in Indonesien, den Philippinen, Thailand und Indien sowie die Wasserkraft in Vietnam. Länder wie Südkorea, Japan und Hongkong bereiten sich mit Hitzewarnsystemen auf entsprechende Belastungen vor.
Steigende Preise und mögliche Engpässe treffen Haushalte unterschiedlich — wer früh und gezielt auffüllt, kauft günstiger und muss später nicht auf leere Regale reagieren. Dieser Leitfaden zeigt in einfachen Schritten, welche haltbaren Lebensmittel sich lohnen und wie viel Wasser pro Person nötig ist. Schritt für Schritt zum eigenen Vorrat
Auch die Bevölkerung stellt sich auf Versorgungsengpässe und Preissteigerungen ein. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Worldpanel by Numerator zu den Auswirkungen des El-Niño-Phänomens auf peruanische Haushalte ergab, dass 42,9 Prozent der Befragten planen, sich mit zusätzlichen Produkten zu bevorraten.
Rund 38 Prozent gaben an, auf günstigere Marken ausweichen zu wollen, während 28,2 Prozent den Einkauf in Geschäften nahe dem Wohnort bevorzugen. Zudem suchen 19 Prozent gezielt nach Aktionen für Premium-Marken, 18,3 Prozent setzen auf Großformate und 9,2 Prozent wählen kleinere Packungen. Lediglich 8 Prozent der Haushalte planen keine Änderungen ihres Konsumverhaltens.
