Supplements, Menschen

Supplements sind unnötig: 98% Menschen brauchen keine ZusÀtze

05.06.2026 - 01:39:57 | boerse-global.de

PrÀzise NÀhrstoffverteilung und Timing sind wichtiger als reine Kalorienzahlen. Experten warnen vor unnötigen Supplements.

ErnĂ€hrung und Training: Optimale NĂ€hrstoffsteuerung fĂŒr Sportler
Supplements - Eine ausgewogene Mahlzeit mit Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten auf einem Teller in einer modernen Umgebung. 05.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die richtige Steuerung von Training und ErnĂ€hrung entscheidet ĂŒber Erfolg oder Misserfolg – im Profisport wie in der Gesundheitsvorsorge. Aktuelle Studien zeigen: Nicht die Kalorienmenge allein ist entscheidend, sondern die prĂ€zise Verteilung der NĂ€hrstoffe und das Timing der Regeneration.

Proteine richtig dosieren

FĂŒr effektiven Muskelaufbau empfehlen Fachleute Kraftsportlern 1,6 bis 2,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht tĂ€glich. Bei allgemein aktiven Menschen reichen 1,4 bis 2,0 Gramm. Die ideale MakronĂ€hrstoffverteilung: 30 bis 35 Prozent Proteine, 40 bis 50 Prozent Kohlenhydrate und 15 bis 25 Prozent Fette.

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Die Muskelproteinsynthese bleibt nach intensiven Belastungen 24 bis 48 Stunden erhöht. In dieser Phase braucht der Körper kontinuierlich AminosĂ€uren. ÜberschĂŒssiges Protein wandelt der Körper allerdings in Kohlenhydrate oder Körperfett um. Wer Muskelwachstum anstrebt, sollte einen moderaten KalorienĂŒberschuss von 250 bis 500 Kilokalorien tĂ€glich anpeilen.

Glykogenspeicher clever managen

Besonders im Ausdauersport kommt es auf die Steuerung der Glykogenspeicher an. Kohlenhydrate nach dem Training dienen als Treibstoff fĂŒr die Regeneration. LĂ€ufer sollten zeitlich gestaffelt essen: eine vollwertige Mahlzeit drei bis vier Stunden vor der Belastung, ein Snack ein bis zwei Stunden vorher und schnelle Kohlenhydrate 15 bis 30 Minuten vor dem Start.

Bei Belastungen ab 60 Minuten wird die Hydration kritisch. Empfohlen sind 50 bis 100 Milliliter Wasser alle 20 Minuten. Der allgemeine FlĂŒssigkeitsbedarf liegt laut aktuellen Empfehlungen bei MĂ€nnern bei etwa 13 GlĂ€sern, bei Frauen bei 9 GlĂ€sern tĂ€glich. Vollkornprodukte und HĂŒlsenfrĂŒchte schonen die Glykogenspeicher.

Magnesium und die Supplement-Falle

Sportler haben einen erhöhten Magnesiumbedarf. Das Mineral ist essenziell fĂŒr die ATP-Synthese und Muskelentspannung. Da Magnesium ĂŒber Schweiß und Urin verloren geht, drohen bei Mangel KrĂ€mpfe oder MĂŒdigkeit. Die Empfehlung: maximal 350 Milligramm pro Tag supplementieren, am Abend und nicht unmittelbar vor dem Sport.

Experten warnen allerdings vor unkontrollierter Einnahme von NahrungsergĂ€nzungsmitteln. Eine Analyse von Harvard Health Publishing betont: Die kardiorespiratorische Fitness ist der beste PrĂ€diktor fĂŒr die Lebenserwartung. FĂŒr MultivitaminprĂ€parate, Omega-3 oder Kollagen gibt es keine hinreichenden Belege fĂŒr eine lebensverlĂ€ngernde Wirkung. Prof. Dominik Pförringer weist darauf hin: Rund 98 Prozent der Menschen brauchen bei ausgewogener ErnĂ€hrung keine zusĂ€tzlichen Supplements.

Technologie und neue Forschung

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Im Profisport setzt man zunehmend auf Technologie. Nationalspieler des DFB nutzen im Trainingslager Fitness-Tracker, um SchlafqualitÀt, HerzfrequenzvariabilitÀt und Belastung zu messen. Die Daten helfen, das Training individuell an den Erholungszustand anzupassen.

Auch die Pharmaforschung liefert neue Impulse. PrĂ€klinische Studien zu NNMT-Inhibitoren wie 5-Amino-1MQ deuten darauf hin, dass sie die muskulĂ€re Erholung beschleunigen könnten. Eine US-Studie zeigt zudem, dass GLP-1-Rezeptoragonisten das Risiko fĂŒr Kniegelenkersatz bei Arthrose senken können – möglicherweise durch entzĂŒndungshemmende Effekte unabhĂ€ngig vom Gewichtsverlust.

FĂŒr Athleten in der Großereignis-Vorbereitung bleibt die Kombination aus aerober Basis, gezieltem Krafttraining und periodisierter ErnĂ€hrung nach der Philosophie „Food First“ der Goldstandard.

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