Swedbank-Phishing, Betrüger

Swedbank-Phishing: Betrüger setzen Kunden mit einer 48-Stunden-Frist unter Druck

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 11:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Betrügerische Nachrichten zielen auf Online-Banking-Zugangsdaten; Swedbank Litauen rät, Links zu meiden und Betroffene sollen die Bank kontaktieren.
Innenansicht eines modernen, minimalistischen Bankgebäudes mit reflektierenden Marmorböden und architektonischen Glasflächen. Illustration mit AI erstellt.

Der litauische Ableger der Swedbank hat vor einer aktuellen Welle massenhaft versendeter Betrugs-E-Mails gewarnt, die im Namen des Kreditinstituts im Umlauf sind. Die Kriminellen versuchen dabei, über gefälschte Internetverweise sensible Zugangsdaten für das Online-Banking abzugreifen.

Als Vorwand dient den Absendern die Behauptung, das Sicherheitssystem der Bank sei aktualisiert worden. Das Geldhaus stellte klar, dass es derartige Mitteilungen grundsätzlich nicht versendet.

Betrüger setzen Kunden mit Fristen unter Druck

Nach Angaben der Informationssicherheits-Leiterin der Bank, Žygeda Augon?, gingen innerhalb eines einzigen Tages zahlreiche Meldungen über die betrügerischen Schreiben ein. Typische Erkennungsmerkmale seien Grammatikfehler im Text sowie die Tatsache, dass die Nachrichten nicht über das offizielle E-Mail-Postfach der Bank verschickt werden.

Wie die litauische Polizei mitteilte, tragen die gefälschten E-Mails den Betreff „Sicherheitsupdate: Anmeldung beim Online-Banking“. Die Empfänger werden in den Nachrichten dazu aufgefordert, innerhalb einer Frist von 48 Stunden eine Schaltfläche zur Registrierung anzuklicken. Für den Fall, dass dieser Schritt unterbleibt, drohen die Angreifer mit einer automatischen Einschränkung von Transaktionsfunktionen.

Handlungsempfehlungen für Bankkunden

Die Ermittlungsbehörden wiesen ausdrücklich darauf hin, dass im Schreiben enthaltene Logos oder offizielle Bankangaben keinesfalls als Beleg für die Echtheit einer Nachricht dienen können. Bankkunden wird empfohlen, sich stets eigenständig beim Online-Banking anzumelden, die Webadresse manuell in die Adresszeile des Browsers einzutippen oder die offizielle Banking-App des Instituts zu verwenden.

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Augon? riet dringend davon ab, Verknüpfungen in solchen Mitteilungen anzuklicken, Dateianhänge zu öffnen oder persönliche Zugangsdaten auf den verlinkten Seiten einzutragen. Betroffene, die bereits Daten eingegeben haben, sollten unverzüglich den Kontakt zur Bank aufnehmen. Hierfür stehen die E-Mail-Adresse info@swedbank.lt sowie die Telefonnummer +370 5 268 4444 zur Verfügung.

Die Polizei empfahl potenziell Geschädigten zudem, bei einer telefonischen Kontaktaufnahme unter der genannten Rufnummer genau zu schildern, welche Handlungen vorgenommen wurden – insbesondere ob der Link lediglich geöffnet, Daten eingetragen oder bereits Autorisierungsanfragen bestätigt wurden. Darüber hinaus sollten Kunden ihr persönliches Umfeld und Angehörige über die aktuelle Betrugsmasche informieren.

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Phishing im Bankensektor bleibt verbreitet

Gefälschte Nachrichten im Namen von Finanzinstituten stellen für Verbraucher eine anhaltende Bedrohung dar. Nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik dominierten Phishing-E-Mails im Namen von Banken und Zahlungsdienstleistern über lange Zeit das Angriffsgeschehen, bevor sich die Aktivitäten der Täter vermehrt auch auf andere Branchen ausweiteten. Durch den Einsatz moderner Technologien und künstlicher Intelligenz werden derartige Fälschungen für Nutzer zudem zunehmend schwerer zu erkennen.

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