T2-System der EZB: 40-Minuten-Ausfall legt Zahlungsverkehr lahm
Veröffentlicht: 06.07.2026 um 19:46 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Abu Dhabi Commercial Bank (ADCB) und die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) haben ihre IT-Systeme nach mehreren technischen Pannen wieder stabilisiert. WĂ€hrend die ADCB tagelange AusfĂ€lle in den Vereinigten Arabischen Emiraten ĂŒberwand, behob die EZB einen Softwarefehler, der den Zahlungsverkehr in Europa kurzzeitig lahmlegte.
ADCB: Systeme trotz Rekordlast stabil
Die ADCB gab am heutigen Montag bekannt, dass ihre Kernbankdienstleistungen vollstĂ€ndig wiederhergestellt sind â und das seit vier Tagen ohne Unterbrechung. Die Entwarnung folgt auf eine Phase mit wiederholten Störungen, die vor allem die mobile App und Ăberweisungen betraf. Bankvertreter betonten, dass die Systeme selbst unter Rekord-Transaktionsvolumen und extremer Last stabil geblieben seien.
Wichtig fĂŒr die Kunden: Daten und KontostĂ€nde waren zu keinem Zeitpunkt gefĂ€hrdet. Die mobile App funktioniert inzwischen fĂŒr die meisten Nutzer wieder. Einige Aspire-Kunden wurden jedoch noch am heutigen Montag schrittweise zurĂŒckgefĂŒhrt â sie sollten vorerst das Online-Banking nutzen. Das FirmenkundengeschĂ€ft lief wĂ€hrend der gesamten Störung durchgehend. Zudem verlĂ€ngerte die ADCB die Ăffnungszeiten ihrer Filialen, um betroffene Kunden zu unterstĂŒtzen.
EZB: Zweiter Ausfall innerhalb einer Woche
Das T2-Zahlungssystem der EZB fiel am Montag erneut aus â bereits der zweite technische Defekt innerhalb einer Woche. Die Störung dauerte rund 40 Minuten und verzögerte den Start der Abwicklung fĂŒr Euro- und DĂ€nische-Kronen-Zahlungen.
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Die technische Analyse ergab: Ein fehlerhaftes Software-Update war die Ursache. Bereits am 29. Juni hatte ein Ă€hnliches Problem zu einem Ausfall gefĂŒhrt. Die EZB versicherte, der Fehler sei behoben, das System laufe wieder normal. Das T2-System gilt als zentrale SĂ€ule der europĂ€ischen Finanzinfrastruktur und wickelt GroĂbetragszahlungen zwischen Zentral- und GeschĂ€ftsbanken ab.
Regionale AusfÀlle und Forderungen nach strengeren Tests
Die jĂŒngste Serie von Banken-Pannen beschrĂ€nkt sich nicht auf den Nahen Osten und Europa. In Ostafrika kam es am 5. Juli zu einem achtstĂŒndigen Ausfall bei MTN Uganda, der Sprach-, Daten- und Mobile-Money-Dienste lahmlegte. Grund war ein Stromausfall in einem Rechenzentrum. Zeitgleich meldete die Stanbic Bank Uganda Störungen ihrer digitalen Plattformen â ein Cyberangriff wurde jedoch ausgeschlossen.
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Diese VorfĂ€lle heizen die Debatte um strengere Testverfahren fĂŒr Finanztechnologie an. Branchenexperten wie Awatif Al-Harmoudi und Asim Jalal fordern intensivere Stresstests und robustere Backup-Systeme. Banken prĂŒften Upgrades zwar in der Regel sorgfĂ€ltig, doch die jĂŒngsten AusfĂ€lle zeigten: ZuverlĂ€ssige Alternativen bei AusfĂ€llen und schnelle Fehlerbehebung sind entscheidend, um das Vertrauen der Kunden in die digitale Bankeninfrastruktur zu erhalten.
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