Tana bringt KI-Agenten in Zoom und Teams: Aufgaben noch im Meeting erledigen
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 21:05 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Entwicklung von Software-Agenten auf Basis künstlicher Intelligenz erreicht den operativen Arbeitsalltag. Wie Branchenberichte vom 3. November 2026 zeigen, bauen die Softwareanbieter ServiceNow und Tana ihre Angebote für autonome Arbeitsabläufe in Unternehmen zeitgleich aus.
Während ServiceNow seine Plattform EmployeeWorks um No-Code-Werkzeuge zur Agentenerstellung erweitert, integriert Tana externe KI-Agenten unmittelbar in digitale Konferenzen.
ServiceNow setzt auf No-Code-Agenten und Entwicklerwerkzeug ToolSmith
Die Erweiterung von EmployeeWorks bei ServiceNow basiert auf einer sogenannten KI-Steuerungsarchitektur der dritten Generation. Damit erhalten Beschäftigte die Möglichkeit, eigene KI-Agenten ohne Programmierkenntnisse zu konfigurieren. Die neu vorgestellten Produktivitätsassistenten sind für anspruchsvolle Recherchen sowie langwierige Aufgaben konzipiert und agieren dabei innerhalb von Richtlinien, die IT-Administratoren vorgeben.
Das Portfolio umfasst unter anderem einen Recherche- und einen Kalender-Assistenten. Speziell für den Bereich Personalwesen führt ServiceNow Assistenzsysteme für HR-Business-Partner, Führungskräfte sowie zur Talentanalyse ein, wobei letztere Integrationen mit Findem und Phenom nutzen. Ergänzend dazu sollen Produktivitätsroutinen proaktive Hintergrundaufgaben übernehmen, wie etwa ein spezieller Vertriebsassistent für die Kundenansprache.
Für tiefere Anpassungen stellt ServiceNow die Entwicklungsumgebung ToolSmith bereit. Das System wurde auf über 75.000 Schnittstellen trainiert und gestattet es, funktionale Softwarewerkzeuge über natürliche Sprache zu erstellen. Laut Unternehmensangaben verkürzt sich die Erstellungsdauer damit von Wochen auf wenige Minuten.
Über eine zusätzliche Konversationsschnittstelle können die Funktionen zudem in bestehende Software, interne Applikationen oder Terminalsysteme eingebunden werden. Sämtliche Neuerungen von EmployeeWorks befinden sich derzeit in einer kontrollierten Verfügbarkeitsphase.
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Tana bindet externe KI-Systeme live in Videokonferenzen ein
Parallel dazu hat Tana eine Funktion gestartet, mit der Teams eigene KI-Agenten in laufende Besprechungen einbinden können. Das Modell unterstützt Systeme wie Claude, ChatGPT, Grok Bot, Mistral, Lovable sowie Gemini. Die virtuellen Assistenten verarbeiten den Live-Kontext des Gesprächs, Bildschirminhalte sowie Textnachrichten im Meeting-Chat.
Auf dieser Basis unterbreiten sie Arbeitsvorschläge, die sie nach menschlicher Freigabe noch vor Sitzungsende ausführen. Dazu gehören das Abrufen von Kennzahlen, das Aktualisieren von Prognosetabellen, das Anlegen von Software-Tickets, die Erstellung von Präsentationsfolien sowie das Veröffentlichen von Beschlüssen in Kommunikationskanälen wie Slack.
Die Lösung greift über die Desktop-Anwendung von Tana auf Plattformen wie Zoom, Microsoft Teams und Google Meet zu. Jeder Agent verfügt über spezifische Konnektoren, Fähigkeiten und Gedächtnisfunktionen.
Für Unternehmenskunden bietet Tana Serverstandorte in der Europäischen Union sowie die Wahl zwischen Datenverarbeitung in den USA oder der EU an, ergänzt durch Sicherheitsstandards nach SOC 2 Type 2 sowie Konformität mit den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung.
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Tana-CEO Olav Sindre Kriken erklärte dazu, jahrelang habe man in Konferenzen lediglich über Arbeit gesprochen, nun werde sie direkt dort erledigt. Das norwegisch gegründete Remote-First-Unternehmen, das für seinen Knowledge Graph die Branchenauszeichnung Product Hunt Launch of the Year 2025 erhielt, verzeichnete zuletzt eine Warteliste von mehr als 160.000 Nutzern.
Das Startup sicherte sich bislang 25 Millionen US-Dollar an Kapital; zu den Investoren zählt unter anderem Everywhere Ventures. Tana stellt für den Einstieg eine kostenlose Testversion bereit.
