Tanztherapie in Erding: VHS-Informationstag verbindet Bewegung und Psyche
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Volkshochschule Erding widmet sich mit einem Informationstag dem Feld der Tanztherapie. Das Angebot vermittelt die Grundlagen dieser körperorientierten Psychotherapieform, die emotionale Prozesse, kognitive Reflexion und körperliche Wahrnehmung in einem ganzheitlichen Ansatz zusammenführt.
Wie aus einem Bericht vom 24. Oktober 2026 hervorgeht, stehen neben theoretischen Einführungen in unterschiedliche Methoden auch praktische Übungen auf dem Programm. Tänzerische Vorkenntnisse sind für die Teilnahme nicht erforderlich, zudem erfolgt das Mitwirken an praktischen Sequenzen auf freiwilliger Basis. Für die Veranstaltung unter der Kursnummer 262-3529 werden bequeme Kleidung sowie Speisen für ein gemeinsames Mittagessen vorausgesetzt.
Ganzheitliche Bewegungskonzepte in der Praxis
Die Methodik der Tanztherapie betrachtet Bewegung als Ausdrucks- und Verarbeitungsmedium für psychische Zustände. Das Zusammenwirken von Körper, Gefühl und Verstand bildet dabei den Kern der Übungspraxis. Ähnliche Schwerpunkte zur Verbindung von Ausdruck und Wohlbefinden finden sich auch in anderen Bildungsstätten.
So setzte das Seminarhaus Ebersberg in Bad Zwesten vom 23. bis 25. Oktober 2026 eine Fortbildung für Lachtanz an. Bei diesem Modul standen getanzte Traumreisen, spielerische Bewegungen und die Arbeit mit Polaritäten im Mittelpunkt, um emotionale Ressourcen zu erschließen.
Atemarbeit und Entspannungsverfahren zur Selbstregulation
Neben bewegungstherapeutischen Konzepten gewinnen strukturierte Atem- und Entspannungstechniken an Bedeutung, um das Nervensystem zu beruhigen. In Freiburg bietet Eva Makkos Einzelsitzungen im Bereich der transformativen Atemarbeit an, die gezielt auf Atembeschwerden eingehen und zur körperlichen Aktivierung oder Entlastung beitragen sollen.
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Ebenso widmete sich Janina Fisch in der Folge 32 ihres Formats der 4-7-8-Atemtechnik, die in einer knapp sechzehnminütigen Anleitung als Hilfsmittel gegen Stress und körperliche Spannungszustände dargestellt wird.
Kommunale Bildungsträger binden solche Methoden vermehrt in ihr Programm ein. An der Volkshochschule Geseke vermittelt die Entspannungskursleiterin Judith Kallerhoff am 4. und 25. November jeweils von 18:30 bis 19:15 Uhr die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Der Kurs mit einer Gebühr von 27 Euro zielt auf das bewusste Anspannen und Lockern spezifischer Muskelgruppen ab.
Gesundheitsprogramme und therapeutische Begleitung
Breiter angelegte Initiativen greifen die Schnittmenge aus mentaler Gesundheit und Körperwahrnehmung auf. Die Kreisvolkshochschule Aurich-Norden plant für die Zeit vom 7. bis 14. November 2026 eine eigene Gesundheitswoche. Das Programm deckt Themenbereiche wie Stressbewältigung, Schlaf, gesunde Ernährung und Selbstfürsorge ab.
Bei Teilnahmegebühren zwischen 9 und 19 Euro für die meisten Einheiten umfasst das Angebot zudem ein kostenloses Filmgespräch am 9. November, einen Ersthelferkurs für psychische Gesundheit ab 10. November für 259 Euro sowie eine Ausstellung regionaler Selbsthilfegruppen am 11. November von 15:00 bis 18:00 Uhr. Anmeldungen hierfür sind bis zum 26. Oktober möglich.
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Dass körpertherapeutische Methoden auch bei funktionellen Beschwerden unterstützen können, verdeutlicht die langfristige Begleitung von Beschwerdebildern.
Im Fall der 68-jährigen Christine Varriale führten regelmäßige Übungseinheiten im Umfang von 15 bis 20 Minuten täglich dazu, Haltung, Atemmechanik und Körperwahrnehmung trotz struktureller Vorbelastungen an der Wirbelsäule spürbar zu stabilisieren.
Körperorientierte Verfahren, wie sie an Bildungsstätten wie der Volkshochschule Erding vorgestellt werden, fungieren damit sowohl als Selbsterfahrungsraum als auch als präventive Methode für den Umgang mit psychischen und physischen Belastungen.
