Tap, Share

Tap to Share: Google fordert Apples AirDrop mit Android-Feature heraus

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 14:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Android erhält mit Tap to Share eine AirDrop-Alternative und öffnet Quick Share für Apple-Geräte. Google treibt die geräteübergreifende Dateiübertragung voran.

Google rüstet Android-Dateiaustausch auf: AirDrop-Konkurrenz für iPhone & Co.
Zwei moderne Smartphones nah beieinander, um die dateibasierte Nahbereichsübertragungstechnologie zu demonstrieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google arbeitet an einer deutlichen Aufwertung des Android-Dateiaustauschs – und zielt damit direkt auf Apples etabliertes AirDrop-System. Neben einer neuen Nahbereichsfunktion öffnet sich der Quick-Share-Dienst zunehmend für iPhones, iPads und Macs.

Tap to Share: Teilen per Geräte-Kontakt

Die neueste Version von Google Play Services (26.30.31) enthält eine verfeinerte Funktion namens Tap to Share. Sie ermöglicht es Nutzern, Dateien direkt über das System-Share-Menü zu übertragen, indem zwei Geräte einfach zusammengebracht werden. Eine manuelle Auswahl des Empfängergeräts im Quick-Share-Menü entfällt damit – das Prinzip erinnert stark an Apples AirDrop.

Google integriert zudem einen eigenen Schalter, mit dem sich die Nahbereichsübertragung bei Bedarf komplett deaktivieren lässt. Die Funktion ist Teil eines größeren Vorhabens: Die Android-Oberfläche soll insgesamt schlanker werden, lokale Datenübertragungen zwischen Mobilgeräten deutlich reiboser funktionieren.

Quick Share öffnet sich für Apple-Geräte

Parallel dazu erweitert Google die Kompatibilität des Quick-Share-Protokolls auf iOS, iPadOS und macOS. In den Canary-Builds der Pixel-9-Serie fanden sich spezifische Systemdateien, die für diese geräteübergreifenden Übertragungen vorgesehen sind. Ältere oder günstigere Modelle wie das Pixel 8 und Pixel 9a enthalten diese Dateien bislang nicht. Branchenbeobachter rechnen mit einer breiteren Einführung im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Android 16 QPR3.

Andere Hersteller ziehen bereits nach: Das OnePlus 15 erhielt die AirDrop-ähnliche Unterstützung per Server-Update – ganz ohne vollständiges Systemupdate. Auch das Oppo Find X9 Ultra und das Vivo X300 Ultra haben die erweiterte Kompatibilität integriert.

Strategische Partnerschaften als Treiber

Hinter der Interoperabilitäts-Offensive steckt eine enge Zusammenarbeit zwischen Hardware- und Software-Partnern. Bereits Anfang des Jahres präsentierte Oppo auf einer großen Branchenmesse seine Kooperation mit MediaTek und Google, um AirDrop-kompatibles Quick Share in die Find-X9-Serie zu bringen. Das Versprechen: Dateien nahtlos zwischen verschiedenen Betriebssystemen austauschen – ganz ohne Drittanbieter-Apps.

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Doch Google erweitert nicht nur die Übertragungswege. Auch bei der Sicherheit legt der Konzern nach: Die Deepfake-Erkennung, die zunächst für verifizierte Finanzgespräche entwickelt wurde, soll künftig auch auf Kontakte ausgeweitet werden. Der Hintergrund ist ernst: Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC bezifferte die finanziellen Schäden durch Identitätsbetrug im Jahr 2024 auf fast drei Milliarden Dollar.

Gemini-Skills und neue Suchoberfläche

Auch abseits des Dateiaustauschs modernisiert Google das Android-Erlebnis. In der Google-App (Version 17.45.14) finden sich Hinweise auf die Gemini-Spark-Skill-Verwaltung für Mobilgeräte. Nutzer sollen Skills künftig direkt auf dem Smartphone anlegen und verwalten können – per geführtem Dialog oder manueller Eingabe. Bislang war das nur am Desktop möglich.

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Zudem testet Google ein Redesign der Suchoberfläche auf Android. Eine einheitliche Symbolleiste bündelt künftig Sprachsuche, KI-Modi und Musikererkennung. Neu sind eine Vier-Balken-Wellenform sowie die Speicherung des zuletzt verwendeten Suchmodus – kleine Details, die den Alltag spürbar erleichtern sollen.

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