Taschendiebstahl: Bundesweite Aktionswoche warnt bis 9. Oktober vor Tricks
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 15:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In ganz Deutschland hat eine bundesweite PrĂ€ventionskampagne begonnen, die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger vor den Methoden von Taschendieben warnen soll. Kriminelle nutzen im Alltag vor allem gezielte Momente der Unaufmerksamkeit aus, um Wertsachen wie Geldbörsen und Smartphones unbemerkt zu entwenden.
Polizeibehörden mehrerer BundeslÀnder sowie die Bundespolizei nutzen die gemeinsame Aktionswoche, um mit InformationsstÀnden und direkten Ansprachen auf das Thema aufmerksam zu machen.
TÀter setzen auf Unachtsamkeit und GedrÀnge
Nach Angaben der Polizei Berlin, der Polizei Brandenburg und der Bundespolizei ereignen sich die Taten vor allem an Bahnhöfen, in SupermĂ€rkten sowie in Bussen und Bahnen. Dabei wenden die TĂ€ter selten körperliche Gewalt an. Stattdessen setzen sie auf typische Ablenkungsmanöver wie kĂŒnstlich erzeugtes GedrĂ€nge, kurzes Anrempeln oder scheinbar harmlose Fragen nach dem Weg oder der Uhrzeit.
Um sich vor DiebstĂ€hlen zu schĂŒtzen, raten die Behörden dazu, Wertsachen grundsĂ€tzlich körpernah zu tragen, beispielsweise in verschlossenen Bauchtaschen.
ReiĂverschlĂŒsse an Taschen oder RucksĂ€cken sollten nach Möglichkeit zusĂ€tzlich mit kleinen Karabinerhaken gesichert werden. WertgegenstĂ€nde lose in Jacken- oder offenen Hosentaschen mitzufĂŒhren, biete Kriminellen hingegen eine leichte AngriffsflĂ€che.
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Zum Auftakt der gemeinsamen PrĂ€ventionswoche, die bis zum 9. Oktober 2026 lĂ€uft, demonstrierten Beamte typische Vorgehensweisen von Dieben unter anderem in den Bahnhofspassagen in Potsdam. Das PrĂ€ventionskonzept der Berliner Polizei geht auf das Jahr 2022 zurĂŒck.
Regionale Informationsangebote von ThĂŒringen bis Nordrhein-Westfalen
Neben den Schwerpunktaktionen in der Hauptstadtregion beteiligen sich weitere BundeslĂ€nder mit Vor-Ort-Aktionen. In ThĂŒringen informiert die Landespolizeiinspektion Jena vom 5. bis zum 9. Oktober 2026 BĂŒrger in zahlreichen Einkaufszentren und SupermĂ€rkten. Die Beratungen finden an wechselnden Standorten in Jena, Weimar, dem Weimarer Land, Apolda, Bad Sulza sowie dem Saale-Holzland-Kreis statt.
In Nordrhein-Westfalen schlieĂt sich unter anderem die Polizei im Kreis Coesfeld der Aktionswoche vom 5. bis zum 9. Oktober 2026 an und verweist neben BeratungsgesprĂ€chen in der örtlichen Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle auf das Informationsangebot der Polizeilichen KriminalprĂ€vention der LĂ€nder und des Bundes (ProPK).
Die Polizei im MĂ€rkischen Kreis beteiligt sich am Mittwoch, 7. Oktober 2026, mit MaĂnahmen im öffentlichen Raum, bei denen Beamte zwischen 8 und 14 Uhr Passanten direkt ansprechen, ergĂ€nzt durch eine telefonische Beratungszeit zwischen 14 und 19 Uhr.
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Fallzahlen in Nordrhein-Westfalen rĂŒcklĂ€ufig
Obwohl die Behörden weiterhin zur Wachsamkeit mahnen, zeigen die statistischen Auswertungen eine rĂŒcklĂ€ufige Tendenz bei den Fallzahlen. FĂŒr Nordrhein-Westfalen verzeichnete die Polizei in den ersten Monaten des Jahres 2025 insgesamt 35.337 FĂ€lle von Taschendiebstahl, nachdem im Vergleichszeitraum des Jahres 2024 noch 39.757 Taten registriert worden waren.
Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich zum vierten Mal an der bundesweiten Schwerpunktaktion, die ursprĂŒnglich auf eine initiative des Landeskriminalamts Berlin zurĂŒckgeht. Auch die Polizeibehörden in Berlin und Brandenburg betonen, dass die PrĂ€ventionsarbeit trotz des allgemeinen RĂŒckgangs der Fallzahlen fortgefĂŒhrt werden mĂŒsse.
