TCM-Markt, China

TCM-Markt: China plant Expansion auf 2,26 Billionen Yuan bis 2029

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 13:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Peking präsentiert 15. Fünfjahresplan für TCM mit Fokus auf Digitalisierung und Integration westlicher Medizin. Marktprognose: 2,26 Billionen Yuan bis 2029.

Chinas TCM-Plan bis 2030: Milliarden-Markt und neue Gesetze
Moderne medizinische Praxis mit einer Kombination aus traditionellen Elementen und digitaler Diagnosetechnik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Am 23. Juli stellte Peking den 15. Fünfjahresplan für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) vor. Ziel ist ein flächendeckendes TCM-Service-System bis 2030.

Die Strategie umfasst zehn Schwerpunktaufgaben und 37 konkrete Projekte. Im Fokus stehen die Digitalisierung der TCM und die Verknüpfung mit westlicher Medizin – besonders in nationalen Zentren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Onkologie.

Die wirtschaftlichen Zahlen untermauern die Ambition: 2024 lag der TCM-Kernmarkt bei rund 1,45 Billionen Yuan. Bis 2029 soll er auf 2,26 Billionen Yuan steigen. Bereits 2025 verzeichneten TCM-Einrichtungen in China rund 1,82 Milliarden Patientenbesuche.

Lokale Gesetze und KI-Diagnostik

Konkreter wird es auf regionaler Ebene. In Suzhou startete am 24. Juli eine Gesetzgebung für die Wu-Men-Arzneischule – die erste ihrer Art für eine lokale TCM-Tradition. Parallel forcieren Kliniken und Pharmaunternehmen Kooperationen, um KI-gestützte Diagnostik voranzutreiben.

Vietnam setzt auf Reform und Ausbildung

Auch Vietnam überarbeitet seinen rechtlichen Rahmen für traditionelle Medizin. Bei einem Seminar am 25. Juli in Hanoi diskutierten Experten über Anpassungen des bestehenden Gesetzes. Vorgeschlagen wurden eine Standardisierung der Arbeitskräfte, eine Vereinfachung der Arzneimittelbeschaffung und mehr Autonomie für Krankenhäuser.

Die Bedeutung des Sektors zeigt sich in den Ausbildungskapazitäten: Am 22. und 23. Juli erhielten 805 Absolventen der Vietnamesischen Akademie für Traditionelle Medizin ihre Diplome. Die Akademieleitung betonte die strategische Rolle der Heilpflanzenindustrie für die Wirtschaft.

Deutschland: Linnemann wird Gesundheitsminister

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Chinas 15. Fünfjahresplan sieht ein flächendeckendes TCM-Service-System bis 2030 vor – der Kernmarkt soll bis 2029 auf 2,26 Billionen Yuan wachsen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie DACH-Unternehmen von der Expansion profitieren können. TCM-Markt-Report jetzt anfordern

In Deutschland sorgt ein personeller Wechsel für neue Diskussionen. Am 24. Juli wurde Carsten Linnemann zum neuen Bundesgesundheitsminister ernannt. Er folgt auf Nina Warken, unter deren Leitung homöopathische Leistungen aus dem GKV-Katalog gestrichen wurden.

Branchenbeobachter fragen sich nun: Was bedeutet der Wechsel für das Heilpraktikerwesen, das geplante Osteopathie-Berufsgesetz und die Evidenzdebatte?

iHOM-Studie: Kein Beleg für Homöopathie

Die Debatte wurde durch die bayerische iHOM-Studie (2021–2024) angeheizt. Die mit über 630.000 Euro geförderte Untersuchung der TU München sollte klären, ob Homöopathie bei Blasenentzündungen Antibiotika einsparen kann.

Das Ergebnis: Die Studie lieferte keinen Beleg für eine Überlegenheit gegenüber Placebos. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach räumte dies ein. Allerdings schränkte die geringe Teilnehmerzahl – 40 statt der geplanten 240 Patientinnen – die Aussagekraft ein.

Apotheker fordern Datenschutz

Neben medizinischen Fragen rücken datenschutzrechtliche Aspekte in den Fokus. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) kritisiert den Entwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts. Die Organisation fordert einen absoluten Schutzstatus für Apotheker bei der Übermittlung sensibler Gesundheitsdaten – ähnlich wie für Rechtsanwälte.

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Die Evidenzdebatte um Homöopathie und der Wechsel im Gesundheitsministerium schaffen Unsicherheit – während China massiv in TCM investiert. Unser Report zeigt, wie Sie regulatorische Risiken minimieren und gleichzeitig von den Wachstumschancen profitieren. Compliance-Checkliste und Marktanalyse jetzt sichern

Kosovo: Heilpflanzen als Export-Schlager

Während Westeuropa mit Regulierung kämpft, entwickelt sich die Heilpflanzenbranche in Südosteuropa zum Wirtschaftsfaktor. Der Kosovo steigerte seinen Exportwert 2024 auf knapp 18 Millionen Euro. Über 2.000 Sammler und Landwirte beliefern Kunden in 24 Ländern – Deutschland ist einer der Hauptabnehmer. Der Aufbau der Strukturen wurde durch internationale Entwicklungszusammenarbeit unterstützt.

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