TCM-Sommertherapie, Sanfutie-Pflaster

TCM-Sommertherapie: Sanfutie-Pflaster ab Juli gegen Winterkrankheiten

05.06.2026 - 01:30:27 | boerse-global.de

Die Traditionelle Chinesische Medizin nutzt die SommerwÀrme zur Behandlung chronischer Winterkrankheiten. Pflaster, Ingwer und PrÀventionsprogramme im Fokus.

Schmerztherapie im Wandel: Neue Studien und Methoden 2026
TCM-Sommertherapie - A healthcare professional's hands gently support a patient's back, symbolizing pain relief and interdisciplinary care. 05.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) nutzt die Sommerhitze fĂŒr einen ungewöhnlichen Angriff: Winterkrankheiten werden jetzt behandelt. Das Prinzip „Dong Bing Xia Zhi“ setzt auf die sommerliche WĂ€rme, um chronische Beschwerden zu lindern.

Sanfutie-Pflaster: Therapie mit Zeitplan

Das Shanghai Hospital fĂŒr TCM hat am 1. Juni mit der Terminvergabe fĂŒr die Sanfutie-Pflaster-Therapie begonnen. Die Behandlung selbst lĂ€uft von Anfang Juli bis Ende August. Die transdermalen Pflaster kommen vor allem bei geschwĂ€chten Atemwegen, chronischen Nasen-Rachen-Erkrankungen und Magen-Darm-Störungen zum Einsatz.

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Auch bei Gelenk- und Muskelschmerzen sowie chronischer KĂ€lteempfindlichkeit ist das Verfahren geeignet. Bei spezifischen Nervenschmerzen – etwa nach einer GĂŒrtelrose – setzen Mediziner wie Chen Chao-tsong zusĂ€tzlich auf die Feuer-Nadel-Akupunktur, um chronische SchmerzverlĂ€ufe zu durchbrechen.

Ingwer als Sommer-Star: Was die TCM-ErnÀhrung empfiehlt

Die ErnĂ€hrung spielt im sommerlichen TCM-Zyklus eine tragende Rolle. Die Faustregel: Im Sommer Ingwer, im Winter Rettich. Dr. Phan Thi Thanh Thuy vom Krankenhaus fĂŒr traditionelle Medizin in Ho-Chi-Minh-Stadt erklĂ€rt: Ingwer schĂŒtze das innere Yang und fördere die Verdauung. Empfohlen werden drei bis fĂŒnf Scheiben tĂ€glich.

In den Wochen um die Sommersonnenwende raten TCM-Ärzte wie Huang Shang-bang zur gezielten StĂ€rkung von Milz und Magen. Spezielle Teemischungen mit Cassia-Samen, Hibiskus, Weißdorn und LotusblĂ€ttern sollen die Verdauung regulieren und den Blutzuckerspiegel stabilisieren.

Die Warnung der Experten: Eiskalte GetrĂ€nke und stark zuckerhaltige Speisen meiden. Laut Xu Weiyi steigern sie das Risiko fĂŒr GichtanfĂ€lle und erhöhte HarnsĂ€urewerte im Sommer.

PrÀvention wird Pflicht: Internationale Gesundheitsoffensiven

Der Trend zur proaktiven Vorsorge zeigt sich auch in politischen Entscheidungen. Der Volksrat von Hanoi verabschiedete Anfang Juni eine Resolution: Ab dem 1. Juli gibt es kostenlose jĂ€hrliche Gesundheitschecks und Krebsvorsorge fĂŒr alle Einwohner.

Bereits im Mai startete in der vietnamesischen Provinz Nghe An eine Kampagne. Bis zum 25. Mai wurden ĂŒber 1,46 Millionen Untersuchungen durchgefĂŒhrt – das sind rund 41,9 Prozent der Bevölkerung.

In Deutschland fördern gesetzliche Krankenkassen die EigenprĂ€vention mit ZuschĂŒssen. Die Techniker Krankenkasse zahlt bis zu 300 Euro pro Jahr fĂŒr Yoga oder Aquafitness, Barmer und DAK erstatten zwischen 150 und 200 Euro.

Forschung: Neues gegen chronische Schmerzen

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Parallel zu traditionellen Verfahren entstehen innovative AnsĂ€tze. Am LMU Klinikum MĂŒnchen startet im Juni die „NeuroPain“-Studie. Sie erforscht personalisierte Behandlung chronischer RĂŒckenschmerzen mittels fokussiertem Ultraschall.

In der Onkologie sorgt eine Studie fĂŒr Aufsehen. Anfang Juni veröffentlichte die Fachzeitschrift „Anticancer Research“ eine Untersuchung mit 197 Teilnehmern zum kombinierten Einsatz von Ivermectin und Mebendazol. Die Autoren berichten von einem klinischen Nutzen bei 84,4 Prozent der Probanden nach sechs Monaten. Die Nebenwirkungen blieben ĂŒberwiegend leicht.

UnabhĂ€ngig davon betont ein aktueller Ratgeber der Harvard Health Publishing: Die kardiorespiratorische Fitness bleibt der wichtigste Faktor fĂŒr die Lebenserwartung. Empfohlen werden mindestens 7.000 Schritte tĂ€glich.

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