Teams: Microsoft aktiviert KI-Archivierung standardmäßig
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 15:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft rüstet seine Kommunikationsplattform Teams mit automatischer KI-Archivierung auf. Künftig werden Besprechungen standardmäßig für die Copilot-Analyse gespeichert.
Der US-Konzern hat am Freitag umfassende Neuerungen für Teams vorgestellt. Im Zentrum steht die automatische Archivierung von Meetings – eine Funktion, die künftig standardmäßig aktiviert ist. Das Ziel: Unternehmen sollen Besprechungsdaten ohne manuellen Aufwand für KI-gestützte Auswertungen nutzen können.
Strengere Regeln für KI-Assistenten
Parallel dazu verschärft Microsoft die Sicherheitsvorkehrungen für externe KI-Agenten. Künftig müssen Meeting-Organisatoren explizit zustimmen, bevor Drittanbieter-KI Zugriff auf Besprechungen erhält. Die Maßnahme soll unkontrollierte Datenzugriffe verhindern.
Weitere Neuerungen betreffen die Benutzeroberfläche: Android-Nutzer erhalten eine modernisierte Galerieansicht, und Nachrichtenlinks lassen sich jetzt in neuen Fenstern öffnen. IT-Administratoren bekommen zudem feinere Kontrollmöglichkeiten über Produktionstools sowie über die Anpassung von Aufzeichnungs- und Transkriptionsbenachrichtigungen.
Großauftrag aus der Logistik
Die neuen Funktionen stoßen in der Wirtschaft auf Interesse. Der britische Paketdienst Evri hat 6.000 Microsoft-365-E7-Lizenzen erworben – das teuerste Abonnement des Konzerns. Mit einem Listenpreis von umgerechnet rund 90 Euro pro Nutzer und Monat enthält das Paket Zugriff auf Copilot, Agent 365 und die Entra Suite.
Evri setzt damit auf Automatisierung: Bereits frühere Projekte über die Power-Plattform sollen dem Unternehmen jährliche Einsparungen von umgerechnet rund zehn Millionen Euro gebracht haben.
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Kapazitätsgrenzen nach oben geschraubt
Seit April sind zudem mehrere Funktionen, die zuvor der Premium-Version vorbehalten waren, in die Enterprise-Edition integriert. Die technischen Spezifikationen wurden ebenfalls angehoben: Meetings mit bis zu 11.000 Teilnehmern sind möglich – davon 1.000 interaktiv. Großveranstaltungen können sogar bis zu 100.000 Zuschauer unterstützen.
KI-Output soll verständlicher werden
Ein wachsendes Problem hat Microsoft erkannt: Die KI liefert oft zu viele Informationen auf einmal. Am Donnerstag startete der Konzern daher ein formelles Feedback-Programm mit neurodivergenten Mitarbeitern, um die Ausgaben von Copilot zu optimieren. Erste Ergebnisse zeigen, dass die KI-Nutzung manchmal überfordert. Entwickler arbeiten an Detailreglern, intelligenteren Standardeinstellungen und adaptiver Personalisierung – konkrete Funktionen stehen allerdings noch nicht zur Verfügung.
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Ausblick: Was 2026 noch kommt
Der Fahrplan für den Rest des Jahres sieht mehrere Updates vor:
August 2026: PDF-Miniaturansichten in OneDrive und SharePoint, verbesserte delegierte Anruffunktionen und eine dedizierte SharePoint-App in Teams
September 2026: Einführung von Data Loss Prevention (DLP) – Alarm-Bündelungstools
Dezember 2026: Integration von Copilot in SharePoint zur Steuerung automatisierter Workflows
Zudem hat Microsoft das Scout-Tool (Version 0.23.331) aktualisiert. Es bietet neue Teams-Kanal-Werkzeuge und ermöglicht flexibles Wechseln zwischen verschiedenen KI-Modellen – sogar innerhalb einzelner Nachrichten.
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