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Teams: Microsoft führt KI-Kontrollzentrum für Live-Meetings ein

Veröffentlicht: 05.07.2026 um 22:27 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft stattet Teams mit einem Echtzeit-Kontrollzentrum für KI-Funktionen aus. Organisatoren können Copilot und Co. während Meetings gezielt deaktivieren.

Microsoft Teams: Neues KI-Kontrollzentrum für Meeting-Organisatoren
Holografische Benutzeroberfläche mit Microsoft Teams-Steuerung und KI-Bedienfeld-Schalter. Eine Hand ist im Begriff, den Schalter umzulegen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft führt ein neues „KI-Kontrollzentrum" für Teams ein. Ab Anfang Juli 2026 können Meeting-Organisatoren und Präsentatoren Funktionen wie Copilot, Facilitator und Recap in Echtzeit deaktivieren. Der schrittweise Rollout beginnt mit einer Testphase und soll bis Mitte Juli für Windows, macOS, Mobilgeräte und Webversionen verfügbar sein.

Notausschalter für künstliche Intelligenz

Das neue Feature fungiert als eine Art „Kill Switch" für KI-Dienste während laufender Besprechungen. Bislang mussten Teilnehmer die Sitzung verlassen und neu starten, um die automatische Assistenz zu unterbrechen. Das ist nun nicht mehr nötig.

Die KI-Funktionen sind eng mit den Transkriptionsdiensten der Plattform verknüpft. Werden sie mitten im Meeting deaktiviert, entsteht eine Lücke in der Aufzeichnung oder automatischen Zusammenfassung. Standardmäßig bleiben die KI-Tools ausgeschaltet – allerdings haben unternehmensweite Richtlinien Vorrang vor den Einstellungen einzelner Meetings.

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Branchenbeobachter loben die nahtlose Integration im Vergleich zu externen Bots, die bisher für ähnliche Aufgaben genutzt wurden.

Automatische Anwesenheitserfassung per WLAN

Erst im Juni führte Microsoft ein automatisches Büro-Anwesenheitssystem ein, das auf WLAN-Signalen basiert. Es nutzt sogenannte Basic Service Set Identifiers (BSSID), um zu erkennen, ob ein Mitarbeiter physisch im Büro anwesend ist.

Administratoren müssen diese Funktion manuell aktivieren. Die Nutzer behalten die Kontrolle über ihre Sichtbarkeitseinstellungen. Aus Datenschutzgründen arbeitet das System nur während der festgelegten Arbeitszeiten – Daten außerhalb dieser Zeiten werden automatisch gelöscht.

Neue Sicherheitsfunktionen gegen Betrug

Microsoft erweitert zudem die Sicherheitswerkzeuge in Teams. Eine neue Vorschaufunktion erlaubt es Nutzern, verdächtige Anrufe direkt über die Oberfläche zu melden. Voraussetzung sind spezifische Lizenzen wie Microsoft Defender für Office 365 oder XDR.

Der Schritt kommt nicht zu früh: Sicherheitsforscher warnen vor ausgeklügelten Social-Engineering-Kampagnen. Eine Gruppe namens UNC6692 kombiniert E-Mail-Spam mit Teams-Nachrichten, um die Schadsoftware-Suite „Snow" zu verbreiten. Ziel ist Datendiebstahl und unbefugter Zugriff auf Systeme.

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Lizenzänderungen und regionale Anpassungen

Im gesamten Microsoft-365-Ökosystem zeichnen sich bedeutende Veränderungen ab. Die Personal Edition von Microsoft Teams wird in China zum 28. Juli 2026 eingestellt.

Die im April 2026 begonnene Umstrukturierung der Teams-Lizenzen wirkt sich weiterhin auf den Zugang zu bestimmten Funktionen aus. Enterprise-Versionen enthalten nun Werkzeuge für Webinare und immersive 3D-Events. Für erweiterte Sicherheitsfunktionen wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Wasserzeichen und intelligente Zusammenfassungen mit Live-Übersetzung bleibt jedoch das Premium-Abonnement nötig – gegen eine zusätzliche monatliche Gebühr pro Nutzer.

Auch Entwickler bekommen Zuwachs: Nach einer kleineren Version im Juni startet Microsoft im Juli die öffentliche Vorschau von SharePoint Framework (SPFx) 1.24 sowie neuen SharePoint-Copilot-Apps. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für September 2026 geplant.

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