Tennis verlÀngert Leben: Fast 10 Jahre mehr durch Racketsport
11.06.2026 - 17:31:12 | boerse-global.de
Das zeigt die Copenhagen City Heart Study, eine Langzeitbeobachtung ĂŒber 25 Jahre. Entscheidend ist dabei der soziale Faktor.
Sportarten mit hohem Interaktionsgrad wirken sich am stĂ€rksten auf die Lebenserwartung aus. Badmintonspieler gewinnen 6,2 Jahre hinzu, FuĂballer immerhin 4,7 Jahre. Zum Vergleich: Jogger leben nur 3,2 Jahre lĂ€nger, reines Fitnesstraining bringt gerade einmal 1,5 Jahre.
Das British Journal of Sports Medicine bestĂ€tigt den Trend: Racketsportler haben ein 47 Prozent geringeres Sterberisiko und ein um 56 Prozent reduziertes Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Deutsche Sporthochschule Köln verweist zudem auf die EffektivitĂ€t von Formaten wie Cardio-Tennis.
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Wachsender Druck im Studium
WĂ€hrend Sport und Gemeinschaft schĂŒtzen, steigt die psychische Belastung in der Ausbildung. Eine Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse unter 1.000 Studierenden zeigt: 41 Prozent fĂŒhlen sich hĂ€ufig gestresst. Hauptursachen sind PrĂŒfungsdruck (49 Prozent) und die Doppelbelastung durch Studium und Job (34 Prozent).
Die emotionale Erschöpfung nimmt rasant zu. 2017 galten 24 Prozent der Studierenden als burn-out-gefĂ€hrdet, Anfang 2026 waren es bereits 35 Prozent. Bildungseinrichtungen reagieren: Ein Gymnasium in Ingolstadt fĂŒhrte das Schulfach âMentale Gesundheitâ ein. Auch Mittelschulen bieten Workshops zur psychischen StabilitĂ€t und zum Umgang mit digitalen Medien an.
Digitale Dauerbelastung raubt den Schlaf
Die Digitalisierung treibt die psychischen Beschwerden. Die UniversitĂ€t Ulm belegt: Schon drei Stunden Bildschirmzeit nach der Arbeit stören den Schlafrhythmus. Symptome wie âScrolling-TrĂ€gheitâ oder emotionaler Flachaffekt gelten als Warnsignale. 68 Prozent der Nutzer verspĂŒren zudem Phantomvibrationen â das eingebildete Vibrieren des Smartphones.
Die Bundesregierung befasste sich im FrĂŒhjahr 2026 mit der Regulierung sozialer Medien. Die Leopoldina berief sich auf das Vorsorgeprinzip: Die Hinweise auf schĂ€dliche Wirkungen reichten fĂŒr regulatorische Schritte aus, auch wenn die Datenlage nicht vollstĂ€ndig eindeutig ist.
Schlafforscher warnen: Eine einzige kurze Nacht schwÀcht Immunsystem und kognitive Leistung. Empfohlen werden kurze Ruhephasen von maximal 10 bis 20 Minuten am Tag und der Verzicht auf stimulierende Substanzen vor dem Schlafengehen.
Mentale Gesundheit in Wirtschaft und Spitzensport
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Auch Unternehmen handeln. Audi hat in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten Check-ups fĂŒr mentale Gesundheit eingefĂŒhrt. Die Evaluationen zeigen eine messbare Reduktion von Belastungssymptomen.
Im Spitzensport bricht ein Tabu. Der österreichische Stabhochspringer Riccardo Klotz zog sich wegen psychischer Probleme fĂŒr mehrere Monate zurĂŒck und suchte professionelle Hilfe. Sein Comeback ist fĂŒr Mitte Juni bei einem Meeting in Innsbruck geplant â ein Signal, dass psychische Gesundheit zur sportlichen LeistungsfĂ€higkeit gehört.
Die Forschung ist klar: Die beste Strategie fĂŒr mentale Resilienz ist die Balance aus körperlicher Forderung, sozialer Einbindung und bewussten digitalen Ruhezeiten.
