Terafab: Musk investiert 110 Milliarden Euro in KI-Chip-Fabrik
31.05.2026 - 12:18:27 | boerse-global.deDie Bauarbeiten für eine riesige Roboterfabrik und ein Mega-Chipwerk in Texas haben begonnen – ein klares Signal für die Zukunft von Tesla, SpaceX und xAI.
In den letzten Maitagen 2026 hat sich das Tempo in Elon Musks Firmenimperium deutlich beschleunigt. Am Standort des Giga Texas in Austin wurden die ersten Stahlträger für eine eigene Fabrik des humanoiden Roboters Tesla Optimus aufgestellt. Die Anlage soll eine Länge von rund 1.200 Metern erreichen und eine jährliche Produktionskapazität von zehn Millionen Einheiten anpeilen. Der Serienstart ist für den Sommer 2027 vorgesehen.
Die nächste industrielle Revolution hat bereits begonnen – kennen Sie die Unternehmen dahinter? Finanzexperten enthüllen im Gratis-Report, wo das große Geld gerade hinfließt. Jetzt gratis herausfinden, wer die Gewinner der neuen Industrierevolution sind
Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für das ehrgeizigste Projekt des Musk-Universums: Terafab – ein Gemeinschaftsunternehmen von Tesla, SpaceX und xAI zur Herstellung von Hochleistungschips für Künstliche Intelligenz und Weltraumanwendungen.
Terafab: 119 Milliarden Dollar für die Chip-Souveränität
Das im März 2026 angekündigte Terafab-Projekt ist eine Antwort auf die wachsende Abhängigkeit von asiatischen Halbleiterherstellern. Die Investitionen sind gestaffelt: In einer ersten Phase fließen rund 55 Milliarden Euro, das Gesamtvolumen soll bei umgerechnet knapp 110 Milliarden Euro liegen. Ziel ist die Produktion von 100 bis 200 Milliarden spezialisierter KI-Chips pro Jahr – gefertigt im modernen 2-Nanometer-Verfahren.
Neben dem Hauptstandort am Giga Texas hat SpaceX auch Pläne für einen weiteren Chip-Campus am Gibbons Creek Reservoir im Grimes County eingereicht. Dort, auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlekraftwerks, steht am 3. Juni eine öffentliche Anhörung zu Steuererleichterungen an.
Strategische Partner: Intel und ASML an Bord
Das Terafab-Projekt setzt auf eine vertikal integrierte Struktur – von Design über Fertigung bis zur Verpackung der Chips. Intel ist seit April 2026 Partner und stellt seine Fertigungsprozesse 18A und 14A zur Verfügung. Auch der niederländische Chipausrüster ASML führt nach eigenen Angaben ernsthafte Gespräche über die benötigte Lithografie-Technologie.
Marktbeobachter wie Ming-Chi Kuo gehen davon aus, dass MediaTek als strategischer Partner für das Chip-Design gewonnen werden könnte. Erste Kleinserien von Teslas AI5-Chip werden noch 2026 erwartet, die Massenproduktion im Terafab prognostiziert Morgan Stanley jedoch erst für den Zeitraum 2028 bis 2030.
Die Verteilung der Produktion ist klar geregelt:
- SpaceX (80 Prozent): Strahlungsgehärtete D3-Chips für orbitale Rechenzentren und das Starlink-Satellitennetz
- Tesla (20 Prozent): AI5- und AI6-Chips für autonomes Fahren, den Cybercab und die Optimus-Roboter
Während Tesla und SpaceX Milliarden in KI und Robotik investieren, fragen sich viele Anleger, welche Firmen die nächste industrielle Revolution tatsächlich anführen werden. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wer die Gewinner von morgen sind. Kostenlosen Report über die größte Industrierevolution seit Jahrzehnten sichern
Texas gibt grünes Licht für fahrerlose Autos
Ein weiterer Meilenstein: Am 28. Mai erteilte der Bundesstaat Texas die Genehmigung für den kommerziellen Betrieb fahrerloser Fahrzeuge ab Stufe 4. Grundlage ist das neue Gesetz Senate Bill 2807, das eine Selbstzertifizierung durch die Hersteller erlaubt. Noch am selben Tag veröffentlichte Tesla Aufnahmen eines Cybercab, das ohne Insassen durch das Giga-Texas-Gelände fuhr.
Die Serienproduktion des Cybercab startete bereits im April 2026, nach einer Pilotphase im Februar. Das Fahrzeug soll Betriebskosten von umgerechnet etwa 18 Cent pro Kilometer erreichen und zu einem Preis von unter 28.000 Euro angeboten werden. Als Konsequenz aus dem Fokus auf autonome Plattformen und Robotik hat Tesla die Produktion der Modelle Model S und Model X eingestellt.
SpaceX-IPO und mögliche Fusion mit Tesla
Die rasante Expansion von Terafab und der Optimus-Fabrik fällt in eine phase der strukturellen Neuordnung von Musks Unternehmen. SpaceX hat am 20. Mai den Börsengang beantragt – mit einer angestrebten Bewertung von umgerechnet rund 1,6 Billionen Euro. Eine Roadshow soll am 4. Juni beginnen, die Preisfestlegung eine Woche später folgen.
Die Aussicht auf einen Börsengang von SpaceX hat Spekulationen über eine Fusion mit Tesla neu entfacht. Analysten von Wedbush schätzen die Wahrscheinlichkeit einer solchen Fusion in der ersten Jahreshälfte 2027 auf 80 bis 90 Prozent. Ein zusammengeschlossenes Unternehmen wäre zwischen 3,1 und 3,3 Billionen Euro wert. Interne Gespräche über eine Fusion sollen bereits stattgefunden haben – gestützt durch bestehende Verflechtungen wie den Kauf von Tesla-Megapacks im Wert von 640 Millionen Euro durch SpaceX und Teslas 1,8 Milliarden Euro schwere Beteiligung an xAI.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
