Tesla Cybercab: Starlink V5 ermöglicht 375 Mbit/ s Highspeed
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 14:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das bestĂ€tigte der Konzern am 20. Juli 2026. Die Starlink V5-Technologie soll nicht nur die autonomen Fahrfunktionen mit Echtzeitdaten versorgen, sondern auch den FahrgĂ€sten Highspeed-Internet bieten â selbst dort, wo Mobilfunknetze versagen.
Highspeed aus dem All
Die Satellitenantenne ist fest im Dach des Fahrzeugs verbaut â zusammen mit GPS- und 5G-LTE-Hardware. Die technischen Daten können sich sehen lassen: Ăber 375 Megabit pro Sekunde Datenrate bei einem Stromverbrauch von 35 bis 50 Watt. Das Terminal wiegt rund 1,1 Kilogramm. WĂ€hrend handelsĂŒbliche Starlink-Einheiten stationĂ€r betrieben werden, arbeitet Tesla an einer speziellen Automobilversion, die Hitze und Vibrationen standhĂ€lt.
FĂŒr die Passagiere bedeutet das: 4K-Videostreaming wĂ€hrend der Fahrt ist kein Problem. Da das Cybercab weder Lenkrad noch Pedale besitzt, können sich die Insassen ganz auf Unterhaltung oder Arbeit konzentrieren. Ein patentiertes, funkwellendurchlĂ€ssiges Dach macht die Satellitenverbindung erst möglich. Zwei GPS-EmpfĂ€nger sorgen fĂŒr besonders prĂ€zise Positionsdaten.
Produktion in Texas lÀuft an
Am Standort Gigafactory Texas zeichnet sich eine deutliche Beschleunigung ab. Bei einer Inspektion am 18. Juli 2026 standen 245 Cybercab-Einheiten auf dem WerksgelĂ€nde â mehr als doppelt so viele wie noch Mitte Juni (102 StĂŒck). Die Tagesproduktion liegt SchĂ€tzungen zufolge bei etwa vier Fahrzeugen.
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Das Cybercab ist derzeit nach US-Bundessicherheitsstandards (FMVSS) selbstzertifiziert, besitzt aber noch keine Genehmigung der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA fĂŒr den kommerziellen Einsatz. In Austin sind aktuell 34 Fahrzeuge mit Sicherheitsfahrern unterwegs. FĂŒr PrivatkĂ€ufer soll der Preis unter 30.000 Euro liegen, der Marktstart ist fĂŒr 2027 geplant.
Parallel arbeitet Tesla an einer rollstuhlgerechten Version des Robotaxis. Ein hochrangiger Politikberater bestÀtigte die Entwicklung und Erprobung in Texas am 19. Juli 2026 vor dem Stadtrat von Washington D.C.
Neue Software fĂŒr die Flotte
Am 20. Juli 2026 kĂŒndigte Teslas KI-FĂŒhrung die breite Veröffentlichung von FSD v14 Lite (Build 2026.20.6.10) fĂŒr Fahrzeuge mit Hardware 3 an. Die neue Version bringt frische Bedienelemente â etwa die Möglichkeit, aus dem Parkzustand loszufahren, ohne das Bremspedal zu betĂ€tigen. Auch die Autobahnleistung wurde verbessert.
Die Software lernt zudem individuelle Fahrervorlieben, etwa beim Einparken und der Spurenwahl. Ziel ist es, manuelle Eingriffe zu reduzieren und sich auf wirklich kritische SicherheitsfÀlle zu konzentrieren.
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Unfallmeldungen und Regulierung
Zwischen Mai und Juni 2026 meldete Tesla der NHTSA vier UnfĂ€lle mit seiner Robotaxi-Flotte. Darunter eine Kollision in Houston, bei der ein ferngesteuerter Operator einen Model Y in einen Baumstumpf lenkte, sowie ZusammenstöĂe in Austin mit einem Bau-Lkw und einem rĂŒckwĂ€rtsfahrenden SUV. Seit Mai dieses Jahres gibt Tesla die Unfallberichte ungeschwĂ€rzt heraus.
Der Stadtrat von Washington D.C. prĂŒft derzeit eine Robotaxi-Gesetzgebung. WĂ€hrend einige Wettbewerber ein Hybridmodell mit menschlichen Fahrern befĂŒrworten, lehnt Tesla die vorgeschlagenen Auflagen ab: eine 180-tĂ€gige Testphase, eine 250.000-Meilen-Schwelle sowie hohe Antrags- und GenehmigungsgebĂŒhren. Auch eine geplante Abgabe von 15 Cent pro Meile auf autonome Fahrten stöĂt auf Widerstand.
Starship-Flug steht bevor
Die Integration von Starlink in Teslas Fahrzeuge fĂ€llt zeitlich mit SpaceX' bevorstehendem Starship-Flug 13 zusammen. Der Start ist fĂŒr den 23. Juli 2026 um 17:45 Uhr Ortszeit geplant. Die Mission soll 20 Starlink-V3-Satelliten ins All bringen. Ein erster Versuch am 16. Juli 2026 musste wegen ZĂŒndproblemen abgebrochen werden â zwei Raptor-Triebwerke mussten ausgetauscht werden.
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