Tesla FSD: 32.000 Kilometer ohne manuelle Intervention erreicht
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 02:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Tesla Model 3 hat mit der Full-Self-Driving-Software (FSD) ĂŒber 32.000 Kilometer ohne eine einzige manuelle Intervention zurĂŒckgelegt. Der Fahrer David Moss erreichte diesen Meilenstein am vergangenen Wochenende â ein Beleg fĂŒr die Fortschritte der visionbasierten Autonomie-Software des Elektroauto-Pioniers.
Transkontinentale Fahrten unter Beweis
Die Rekordfahrt umfasste mehrere prestigetrĂ€chtige Langstrecken. Moss bewĂ€ltigte eine Fahrt von Los Angeles nach Myrtle Beach â 4.400 Kilometer in knapp drei Tagen â völlig ohne Eingriff. Bereits im Mai legte er 6.050 Kilometer von Vancouver nach Halifax quer durch Kanada zurĂŒck, ebenfalls ohne manuelle Korrektur.
Die Daten wurden ĂŒber die Fahrzeugtelemetrie und Teslas integrierte SoftwarezĂ€hler verifiziert. Mossâ vorheriger Rekord von 20.860 Kilometern durch 30 US-Bundesstaaten endete im Januar wegen winterlicher StraĂenverhĂ€ltnisse. Tesla-Chef Elon Musk und KI-VizeprĂ€sident Ashok Elluswamy gratulierten öffentlich zu der Leistung.
Ermöglicht wurde der Rekord durch einen Live-ZĂ€hler, den Tesla im Juni mit der FSD-Version 14.3.4 einfĂŒhrte. Dieses System setzt sich automatisch zurĂŒck, sobald der Fahrer das Lenkrad berĂŒhrt, bremst oder die Navigation abbricht.
Software-Entwicklung und Hardware-Grenzen
Der Meilenstein zeigt die Fortschritte der jĂŒngsten Software-Generationen. Allerdings arbeitet Tesla weiter an Optimierungen: Im Juli erschien Version 14.3.6, bei der Nutzer leichte RĂŒckschritte beim Stadtverkehr bemerkten â etwa zögerliches Verhalten und LenkradauffĂ€lligkeiten. Die Autobahn-Performance blieb stabil.
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Am 22. Juli brachte Tesla zudem die FSD-Version 14 Lite fĂŒr Fahrzeuge mit Hardware 3 (HW3) auf den Markt. Das Update soll den Stadtverkehr Ă€lterer modeller verbessern. Allerdings bestĂ€tigte Tesla, dass rund vier Millionen HW3-Fahrzeuge keine vollstĂ€ndig unbeaufsichtigte Autonomie erreichen können. FĂŒr FSD-KĂ€ufer ist ein NachrĂŒstpfad geplant, fĂŒr Abonnenten eine kostenpflichtige Option â SchĂ€tzungen zufolge zwischen 3.000 und 5.000 Euro.
Zum zweiten Quartal 2026 zĂ€hlte Tesla rund 1,5 Millionen aktive FSD-Nutzer â ein Plus von 56 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.
Robotaxi-Expansion und regulatorische HĂŒrden
Der Erfolg der privaten FSD-Nutzung fĂ€llt mit Teslas wachsendem Robotaxi-GeschĂ€ft zusammen. Im zweiten Quartal 2026 legten die autonomen Taxis over 610.000 Kilometer ohne Aufsicht in sechs US-StĂ€dten zurĂŒck. Am 21. Juli startete Tesla Robotaxi-Fahrten in Orlando und Tampa. Die Fahrzeuge â Model Y â operieren ĂŒber eine eigene App in definierten Zonen ohne Sicherheitsfahrer.
Die globale EinfĂŒhrung bleibt jedoch uneinheitlich. WĂ€hrend die niederlĂ€ndische Regierung FSD im April nach 38,6 Millionen unfallfreien Kilometern im Land verteidigte, zeigen sich andere EU-Staaten skeptisch. Am 27. Juli sprach sich Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot gegen eine EU-weite Zulassung aus â mit Verweis auf Bedenken bei Geschwindigkeitsbegrenzungen und FahrerĂŒberwachung. Auch Schweden Ă€uĂerte Vorbehalte, wĂ€hrend Belgien und DĂ€nemark frĂŒhere Ausnahmen anerkannten.
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Sicherheit im Fokus
Trotz des 20.000-Meilen-Rekords bleibt die Sicherheit ein zentraler PrĂŒfpunkt. Tesla meldete der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA kĂŒrzlich vier UnfĂ€lle mit automatisierten Systemen, darunter eine Kollision bei niedriger Geschwindigkeit mit einem Ferneingriff. Ein virales Video vom 26. Juli zeigte zudem einen Uber-Fahrer, der 20 Minuten lang auf der Autobahn schlief, wĂ€hrend FSD steuerte â ein alarmierendes Beispiel fĂŒr FahrerĂŒbermĂŒdung und blindes Vertrauen in die Technik.
Teslas Robotaxi-Flotte, die auf reine Kameratechnik setzt, verzeichnete zwischen Juli 2025 und MĂ€rz 2026 insgesamt 17 kleinere ZwischenfĂ€lle. Das Unternehmen betont, dass die meisten durch Fremdeinwirkung entstanden â etwa durch AuffahrunfĂ€lle auf stehende Teslas oder niedrige Geschwindigkeiten bei Ferneingriffen.
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