Tesla Optimus: HĂ€nde aus mehr als 100 Teilen werden noch manuell montiert
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neue Berichte geben detaillierte Einblicke in die technische Hardware-Architektur und den aktuellen Fertigungsstatus von Teslas humanoidem Roboter Optimus. WĂ€hrend die Produktion im August 2026 deutlich gesteigert wurde, steht das Unternehmen bei der manuellen Montage der komplexen GliedmaĂen sowie bei der ZuverlĂ€ssigkeit der Sensorik weiterhin vor technischen Herausforderungen.
Modulare Gelenke und technische Hardware-Basis
Die technische Struktur frĂŒherer Optimus-Versionen basiert laut Analysen auf einer Konfiguration mit 28 Gelenken. Die Hardware-Architektur nutzt dabei einen modularen Ansatz fĂŒr die Gelenkeinheiten. FĂŒr die prĂ€zise Steuerung kleinerer Gelenkbewegungen kommen Hohlbechermotoren zum Einsatz, wĂ€hrend gröĂere Gelenke mit bĂŒrstenlosen Motoren und Planetengetrieben ausgestattet sind.
In spĂ€teren Iterationen wurde die Fingerkonfiguration angepasst, um die FunktionalitĂ€t zu optimieren. Tesla strebt fĂŒr das System langfristig einen Zielpreis von unter 20.000 US-Dollar an, wobei dieser Wert nach derzeitigem Stand ein Ziel darstellt und noch nicht als erreicht gilt.
Signifikanter Anstieg der Produktionszahlen im August 2026
Im August 2026 verzeichnete Tesla einen deutlichen Anstieg der Fertigungszahlen. WÀhrend im zweiten Quartal 2026 lediglich einige Dutzend Einheiten pro Woche produziert wurden, stieg die Produktion im August auf mehrere hundert Roboter wöchentlich. Das Management strebt den Aufbau einer automatisierten Linie an, die bis zum Ende des Jahres 2026 eine KapazitÀt von mehr als 1.000 Robotern pro Woche erreichen soll.
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Langfristig verfolgt Tesla ehrgeizige Produktionsziele von rund 20.000 Einheiten pro Woche. Die Planungen fĂŒr den Standort Fremont sehen eine KapazitĂ€t von einer Million Robotern pro Jahr vor. FĂŒr eine kĂŒnftige Fabrik in Texas wird langfristig eine KapazitĂ€t von bis zu zehn Millionen Einheiten jĂ€hrlich genannt, wobei eine Volumenproduktion dort nicht vor 2027 erwartet wird.
Herausforderungen bei Montage und Training
Trotz der steigenden Produktionsraten bleibt die Fertigung der Roboter in hohem MaĂe komplex. Insbesondere die HĂ€nde und Unterarme bereiten Schwierigkeiten: Jede Einheit besteht aus mehr als 100 Kleinteilen und Schrauben, die derzeit noch manuell montiert werden mĂŒssen. Ungenauigkeiten bei der Ausrichtung der Bauteile an den Montagestationen fĂŒhren laut Berichten zu einem erheblichen Bedarf an Nacharbeit.
ZusĂ€tzlich werden Probleme mit der Haltbarkeit und der ZuverlĂ€ssigkeit der Touchsensoren sowie Schwankungen in der QualitĂ€t der Zulieferteile angefĂŒhrt. Auch die Software-Entwicklung erfordert hohen Aufwand.
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Tesla soll bereits ĂŒber 500.000 Trainingsstunden fĂŒr Grundaufgaben gesammelt haben und plant, diese Datenmenge bis zum Jahresende 2026 zu verdoppeln. Derzeit werden die meisten Roboter intern fĂŒr Tests und zur Datensammlung eingesetzt. Das Erlernen neuer Grundaufgaben kann fĂŒr das System mehrere Tage Training in Anspruch nehmen.
Ausblick auf Gen 3 und Vermarktungsstrategie
In einer Tesla-Anwendung entdeckte 3D-Modelle geben Hinweise auf das Design der kĂŒnftigen dritten Generation (Gen 3). Diese Renderings zeigen unter anderem abgedeckte HĂŒftgelenke und matte schwarze Verkleidungen an den Unterschenkeln. Ob dies das endgĂŒltige Design darstellt, ist jedoch nicht bestĂ€tigt. Tesla hatte im FrĂŒhjahr erklĂ€rt, dass fĂŒr die dritte Generation noch letzte Anpassungen notwendig seien.
Hinsichtlich der MarkteinfĂŒhrung prognostizierte Elon Musk, dass ein Verkauf der Roboter Ende 2027 beginnen könnte. Vorab ist laut Branchenberichten geplant, den Optimus zunĂ€chst ĂŒber ein Leasing-Modell an ausgewĂ€hlte GeschĂ€ftskunden anzubieten.
In internen Berichten wurde zudem eingerĂ€umt, dass frĂŒhere Prognosen, wonach bereits Ende 2025 mehrere tausend Roboter nĂŒtzliche Arbeiten innerhalb der Tesla-Werke verrichten sollten, bisher nicht realisiert werden konnten.
