Tesla, Optimus

Tesla Optimus: Produktion in Fremont startet mit Ziel von 20.000 Robotern pro Woche

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 17:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Roboterbau läuft in Kalifornien an; Tesla errichtet parallel einen zweiten Standort und plant externe Lieferungen für Ende 2027.
Weitläufige, moderne Industriehalle mit leeren Fertigungslinien und hochmodernen Roboterarmen unter einer hohen Decke. Illustration mit AI erstellt.

Tesla hat am 21. Oktober 2026 den Start der Produktion qualitätsfähiger Optimus-Roboter auf Hochvolumenlinien im kalifornischen Werk Fremont bekannt bekannt gegeben. Die Fertigungslinie befindet sich nach Unternehmensangaben im Status des frühen Hochlaufs, während ein weiteres Werk in Texas zeitgleich errichtet wird.

Kapazitätsaufbau in Kalifornien und Texas

Die Produktionslinie in Fremont nutzt den früheren Fertigungsbereich der Fahrzeugmodelle S und X, deren letzte Einheiten im Mai 2026 gefertigt wurden. Nach Angaben von Elon Musk steht der Großteil dieser Anlage bereits, die auf eine Jahreskapazität von 1 Million Einheiten ausgelegt ist.

Musk bezeichnete den aktuellen Status als frühe Produktion und verwies darauf, dass der Hochlauf entlang einer S-Kurve mit flacher Anfangssteigung langsam, ungleichmäßig und holprig verlaufe.

Als Zielrate nannte er 20.000 Roboter pro Woche, was rund 1 Million Einheiten pro Jahr entspricht. Diese Marke sei jedoch erst in mindestens einem Jahr oder möglicherweise später erreichbar und stelle keine Lieferzusage für 2027 dar.

Parallel dazu treibt der Konzern die Expansion voran. Finanzchef Vaibhav Taneja gab am 21. Oktober 2026 bekannt, dass Tesla mit dem Bau eines zweiten Optimus-Werks in Austin begonnen hat.

Diese Anlage in Texas soll deutlich mehr Einheiten fertigen können als der Standort Fremont. Genaue Kapazitätszahlen oder ein offizieller Eröffnungstermin wurden dafür noch nicht genannt; langfristig ist für Texas eine Linie für 10 Millionen Roboter pro Jahr vorgesehen.

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In der Kapazitätstabelle des dritten Quartals führt Tesla für Kalifornien den Vermerk für den frühen Hochlauf und für Texas den Baustatus auf, während konkrete Kapazitäts- und Wochenproduktionszahlen dort offengelassen wurden. Taneja zufolge nähern sich die Kosten des humanoiden Roboters dem Niveau des Cybercab an. Die Investitionsausgabenprognose für 2026 liegt bei etwa 20 Milliarden US-Dollar.

Technische Reife und Engpässe bei Komponenten

Dokumente vom 19. Oktober 2026 weisen die Version Optimus V3 als massenproduktionsreif aus. Bereits im September 2026 liefen nach Unternehmensangaben mehrere hundert Roboter pro Woche vom Band, nachdem es im zweiten Quartal noch einige Dutzend gewesen waren.

Bis Ende 2026 strebt das Unternehmen mehr als 1.000 Einheiten wöchentlich an. Frühere Zielmarken hatte der Hersteller verfehlt; für das Jahr 2025 waren rund 10.000 Einheiten angekündigt worden, von denen keine produktiv im Einsatz war.

Trotz des Fertigungsstarts bleiben wesentliche technische Hürden bestehen. Neben der allgemeinen Haltbarkeit, Sicherheitsfragen und der künstlichen Intelligenz gilt die Konstruktion der Hand als primärer Engpass.

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Jede Hand- und Unterarmeinheit umfasst mehr als 100 manuell montierte Komponenten. Unzuverlässige Berührungssensoren und starker Verschleiß erfordern den Einsatz eines abnehmbaren Sensorhandschuhs. Musk räumte ein, dass Roboter gebaut werden, deren Hände noch nicht perfekt seien.

Training, Weiterentwicklung der Lieferkette und Produktion finden daher parallel statt. Im September wurden hierfür die Zulieferer Tuopu, Joyson und Sanhua zertifiziert. Ein neues Demonstrationsvideo ist für die kommenden ein bis zwei Monate angekündigt.

Internes Training vor dem Kundenstart

Bevor externe Auslieferungen beginnen, plant Tesla den Aufbau von 10.000 bis 20.000 Einheiten für ein internes Selbstlernprogramm in einer firmeneigenen Trainingsakademie. Über das sogenannte Self-Play sollen die Systeme Aufgaben erlernen und Daten für die Weiterentwicklung generieren.

Bis zum Jahresende sind hierfür Trainingsrechenkapazitäten von 400 Megawatt vorgesehen. Für rund April 2027 ist zudem der KI5-Chip geplant, der Musk zufolge die etwa zehnfache Rechenleistung im Vergleich zum Vorgängermodell KI4 bieten soll.

Lieferungen an externe Abnehmer werden für Ende 2027 erwartet, voraussichtlich zunächst im Rahmen von Leasingmodellen. Der industrielle Einsatz für gefährliche und wiederkehrende Aufgaben steht dabei im Vordergrund, während eine Nutzung in privaten Haushalten erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen ist.

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